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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Wieviel naturnah ist menschenfern?  (Gelesen 49738 mal)

Kamelie

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #375 am: 08. Dezember 2013, 09:20:28 »

Guten Morgen,
gerade habe ich hier einige Seiten gelesen, viele stichhaltige Argumente und kluge Beiträge!

bitte den Beitrag löschen wenn er nicht ganz hierher passt,
aber ein wenig mehr Naturnähe wäre sicher nicht menschenfern.

  ich lebe im Dorf, ländliche Gegend, die Grundstücke alle etwa 1000 qm, =naturnah gestaltet ;) = Tannenbäume, Buchskugeln, niedliche Tiere aus Eisenblech, Plastik oder Terrakotta, gepflegte Rasenflächen, jedes Gänseblümchen wird ausgestochen, o Gott, o Gott Ameisen im Rasen, man fährt in die Stadt und besorgt sich Gegenmittel, weg damit, man hat ja ein Insektenhotel aufgestellt und somit tut man doch was für die Natur.
Im sorgfältig angeordneten Rindenmulch macht die Amsel wieder Unordnung, das ist direkt ein Unglück!
Ein Apfelbaum = macht nur Arbeit, Dreck, Laub und man muss auch noch die fauligen Äpfel aufsammeln.
Freitagnachmittag wird gemäht, vertikuliert, gedüngt, gespritzt in Weltmeistermanier, jeder will das "gepflegteste" Grundstück haben.
Ganz fortschrittliche Gärtner belegen ihr Land mit hübsch angeordneten Steinen in allen Farben
 = pflegearm= man muss sie nur jede Woche absaugen.

klar, solche Gärten sind auch ein Wirtschaftsfaktor.

Ob es auch anders ginge?
Saluti Kamelie

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lerchenzorn

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #376 am: 08. Dezember 2013, 09:58:44 »

Mal was von Schweizer Seite.
Zitat
In den letzten 20 Jahren wandelten die Bauern 125 000 Hektaren Land (...) in Ökoflächen um. Auf diesen wird heute kaum noch gedüngt, das Gras spät gemäht, und es werden Hecken, Hochstammbäume und Buntbrachen gepflanzt. An einigen Orten nahm die Artenvielfalt zu, an anderen schrumpfte sie.

Ist halt schon noch schwierig, etwas (die Natur) zu planen, was sich halt nicht planen lässt. Egal, ob's nun um gesteuerten Naturschutz geht oder sich selber überlassene (ist ja auch eine Planung) Naturschutzgebiete.

Ups. Quelle vergessen: Zeitschrift "Beobachter", 29.11.2013[/url

Was wäre, wenn es die unzulänglichen Programme gar nicht gegeben hätte?
Was wäre, wenn es die unzulänglichen Schutzgebiete gar nicht gegeben hätte?

@kamelie: Es geht sicher anders, bei Dir? ;)
« Letzte Änderung: 08. Dezember 2013, 10:03:12 von lerchenzorn »
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Kamelie

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #377 am: 08. Dezember 2013, 10:26:30 »

@ lerchenzorn

ja anders, aber ich muss mir viel anhören.

dafür aber mit Igelfamilie, bewohnte Kästen für vielerlei Vögel, richtiger Wiese, blühenden Bäumen,
 -und diesen Sommer einer Brennnesselgruppe mit hundert Schmetterlingsraupen-

Saluti Kamelie
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Touluser

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #378 am: 08. Dezember 2013, 11:25:40 »

was wäre, wenn es die unzulänglichen Programme gar nicht gegeben hätte?
Was wäre, wenn es die unzulänglichen Schutzgebiete gar nicht gegeben hätte?

Als Bauer hast du auch Freude an Margeriten in deiner Wiese. du läßt jedes Jahrdiesen Streifen stehen und mähst ihn erst später. Doch dann kommt so ein Neunmalklug von so einer Behörde und sagt dir wie toll die Margeriten sind und dass es die gesamte Wiese unter Schutz stellt und dir vorschreibt wann du mähen sollst. Der Neunmalklug hat aber von nichts anderem als Botanik Ahnung und das hat er nicht selbst erforscht oder Erfahrung gesammelt, sondern gelernt von irgenteinem der mal was geschrieben hat, ob es Wahr ist oder nicht.(Denkt an die vielen Zitate in den Doktorarbeiten). Was mach ich als Bauer dann. Schweren Herzens mähe ich die Wiese ganz ab. Bei uns gibt es Schutzgebiete die wurden kartographiert wo die Eigentümer verpflichtet sind, diesen Status nicht zu verschlechtern sonst drohen empfindliche Strafen. Das heißt, die Flächen dürfen nicht der Natur überlassen werden, sie verbuschen sonst. Sie müssen gemäht werden, aber bitte nicht rationell mit großen Maschinen. Das Grüngut muß abgefahren werden.
Beweidung ist nicht zulässig, das führt Dünger zu. Und die paar Euronen die du dafürbekommst- vergiss es. Fichten müssen aus Buchenwäldern entfernt werden. Auch wenn sie selbst aufgehen.
Es wird immer mehr Flächen geben die sich selbst überlassen werden, da niemand sie mehr pflegen kann und der finanzielle Aufwand für Land und Verbände zu groß wird. Ich glaube, dass sich die Natur immer wieder durchsetzen wird. Nicht so wie die Paragraphenreiter es gerne hätten und wir denken. Nein es werden neue Gattungen und Arten entstehen. Tiere werden sich anpassen oder verschwinden. (Beispiel Dino,s) Und wir auch.
Zum Schluss ein guter Witz. Mars und Erde treffen sich in der Bar. Sagt Mars zur Erde:" du siehst aber nicht gut aus, was ist mit dir"? Erde:"ach ich habe Homo Sapiens": Mars:"Mach dir nichts draus, das vergeht wieder."
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hargrand

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #379 am: 08. Dezember 2013, 11:30:16 »

 :D wahre Worte
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lerchenzorn

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #380 am: 08. Dezember 2013, 13:28:57 »

@touluser: Das ist ja schön, dass die Welt dann doch wieder so ganz einfach ist. Müssen wir ja nur die ganzen Neunmalklugen nach Hause schicken und alles ist bestens. Den Rest erledigt die Wildnis.

Bist Du selbst betroffen oder erzählst Du uns aufgeschnapptes?
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Sandkeks

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #381 am: 08. Dezember 2013, 14:35:44 »

@Kamelie
Da hast Du schon recht. Extreme sind nie gut und was die Garten- und Landschaftspflege betrifft, denke ich auch das oftmals weniger mehr ist. Wie schön war es, als ich vor Jahren nach Tschechien fuhr und endlich wieder diese schönen Wiesen und Randstreifen gesehen habe, um die sich keiner kümmerte und die daher für Pflanzen- und Tierwelt ein Eldorado waren. Schön waren sie auch, fand ich. Und das Ganze recht nah an Wohnblocks. Die Anwohner haben dadurch auch mehr Ruhe, es muss ja keiner ständig mähen. 8)
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enigma

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #382 am: 08. Dezember 2013, 14:47:51 »

was wäre, wenn es die unzulänglichen Programme gar nicht gegeben hätte?
Was wäre, wenn es die unzulänglichen Schutzgebiete gar nicht gegeben hätte?

Als Bauer hast du auch Freude an Margeriten in deiner Wiese. du läßt jedes Jahrdiesen Streifen stehen und mähst ihn erst später. Doch dann kommt so ein Neunmalklug von so einer Behörde und sagt dir wie toll die Margeriten sind und dass es die gesamte Wiese unter Schutz stellt und dir vorschreibt wann du mähen sollst. Der Neunmalklug hat aber von nichts anderem als Botanik Ahnung und das hat er nicht selbst erforscht oder Erfahrung gesammelt, sondern gelernt von irgenteinem der mal was geschrieben hat, ob es Wahr ist oder nicht.(Denkt an die vielen Zitate in den Doktorarbeiten). Was mach ich als Bauer dann. Schweren Herzens mähe ich die Wiese ganz ab. Bei uns gibt es Schutzgebiete die wurden kartographiert wo die Eigentümer verpflichtet sind, diesen Status nicht zu verschlechtern sonst drohen empfindliche Strafen. Das heißt, die Flächen dürfen nicht der Natur überlassen werden, sie verbuschen sonst. Sie müssen gemäht werden, aber bitte nicht rationell mit großen Maschinen. Das Grüngut muß abgefahren werden.
Beweidung ist nicht zulässig, das führt Dünger zu. Und die paar Euronen die du dafürbekommst- vergiss es. Fichten müssen aus Buchenwäldern entfernt werden. Auch wenn sie selbst aufgehen.
Es wird immer mehr Flächen geben die sich selbst überlassen werden, da niemand sie mehr pflegen kann und der finanzielle Aufwand für Land und Verbände zu groß wird. Ich glaube, dass sich die Natur immer wieder durchsetzen wird. Nicht so wie die Paragraphenreiter es gerne hätten und wir denken. Nein es werden neue Gattungen und Arten entstehen. Tiere werden sich anpassen oder verschwinden. (Beispiel Dino,s) Und wir auch.
Zum Schluss ein guter Witz. Mars und Erde treffen sich in der Bar. Sagt Mars zur Erde:" du siehst aber nicht gut aus, was ist mit dir"? Erde:"ach ich habe Homo Sapiens": Mars:"Mach dir nichts draus, das vergeht wieder."

Noch einer von der Sorte:

... ich mag diese tümelnde Art der Heimatbeweihräucherung nicht, die sich an allem Fremden abarbeitet:

Greenpeace: Sollen Robben schützen.
Akademiker: Schreibtischhengste, die von händischer Arbeit nichts verstehen. Klugscheißer eben.
Städter: ignorante Besserwisser.
Amis: Ein Volk ohne Gespür für Naturschutz.

Die Liste ließe sich fortsetzen.




Schon in meiner Jugend standen riesengroße Schilder an Ortseingang des Nachbardorfs, aufgestellt vom Bauernverband:

"Bauernhand pflegt grünes Land!" Daneben ein Maisacker.

Und ein Stückchen weiter:

"Wir produzieren täglich frische Luft!" Ab da roch es immer nach Gülle, vom Bauernhof, an dessen Hofeinfahrt das Plakat stand.

Aber in Heimatverbrämung waren viele Bauern und Jäger schon immer sehr gut.
« Letzte Änderung: 08. Dezember 2013, 14:52:55 von Bristlecone »
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Touluser

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #383 am: 08. Dezember 2013, 23:00:22 »

Leider bist du als Betroffener immer im Nachteil. Wie erklärst du einem Naturschützer, dass gerade weil du diese Wiese begüllst, beweidest, mäest,Knabenkräuter/Schachbrettblumen oä wachsen? Das es Dummheit ist eine Feuchtwiese zweimal zu mähen obwohl der Boden unbefahrbar ist und Wasserlachen mehrere qm groß sind.Keine Rücksicht auf das Wetter genommen wird, egal gemäht muß werden. Das das Vegetationsende nicht der 1. November ist, sondern Witterungsabhängig? Das Graugänse und Kormorane in Massen vorhanden sind und folglich auch Ratten und Fliegen unter Artenschutz gehören. Dass ein Biberbeauftragter eine ganze Stelle im Landratsamt hat und nur Allgemeinwissen verbreitet aber bei Verkehrsunfällen mit Bibern hinzugezogen werden muß der Schaden an Fläche und Maschinen durch den Biber ersatzlos der Bauer tragen muß obwohl die Regierungen das Tier wollen. Dass wir perSatellit fotografiert werden, die Bilder "ausgewertet" werden und für Schattenwurf eines Strommasten, einer Hecke, eines Waldtraufes uns rechtfertigen müssen, da die angegebenen Feld/Wiesengröße nicht stimmt.Ich weiß von was ich schreibe.
Als Betroffener kann ich nur sagen. Die Welt ändert sich ständig, das Wetter ist jedes Jahr anders.Alles ist im Fluß auch bei der Natur. Mit Gewalt lässt sich nichts halten.

Bevor die Kläranlagen flächendeckend eingeführt wurden, wurden viele Latrineabfälle aus der Stadt auf Äcker auf dem Lande ausgebracht. Was glaubt du was das für Duftwolken waren. Der Düngeeffekt war übrigends sehr gut.
Das Mais wie Miscantus eine C4 Pflanze ist und deshalb einiges mehr an Sauerstoff produziert als Getreide oder Gras wissen viele nicht.
 Ich brauche keine Heimatverbrämung, das besorgen die zugezogenen Städter, die billig Bauen, die Ruhe suchen und sich wundern dass Lebensmittelproduktion nicht still und leise und von selbst funktioniert. Ich liebe meine Heimat, denn ich war im Ausland arbeiten.Ja auch in der Landwirtschaft kann man ins Ausland gehen. Ich habe tolle Menschen getroffen, ich habe wunderbare Landschaften gesehen. Ich habe uriges Essen genossen und fein gespeist.Aber mit Tieren hat man 365 Tage im Jahr arbeit- die kennen keinen Urlaub.
 
Manchmal frage ich mich schon was wollen die Leute eigentlich. Urwald,"Natur soft" Kulturlandschaft? Wird die Natur nicht im Zaum gehalten, verbuschen, verwalden, Graslandschaften. Was ist da so schlimm? Wenn die Almen in den Bergen nicht mehr beweidet werden verbuschen sie. Es wachsen Bäume, der Blick der Touristen ist nicht mehr frei auf die anderen Berge.Täler werden auch sehr schnell zugewachsen. Auch bei uns wächst auf Flächen die nicht regelmäßig bearbeitet werden sehr schnell Disteln Schwarzdorn Weiden oder Baumsämlinge. Oder das Gras erstickt sämtliche anderen Pflanzen.
Also als neuer Diskussionspunkt: Was will/erwartet der Mensch von seiner Umwelt/Natur?
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #384 am: 09. Dezember 2013, 08:01:57 »

Du betreibst diese Verbrämung nahezu mit jedem Satz.

Ich greife nur 2 Punkte heraus:

1. Deine Behauptung, Mais als C4-Pflanze produziere mehr Sauerstoff als andere, konkret mehr als C3-Nutzpflanzen, ist irrelevant: All diese landwirtschaftlich bedeutvollen Pflanzen werden in allerkürzester Zeit als Viehfutter, zur menschlichen Ernährung oder als "Energiepflanze" genutzt. Dabei wird dieselbe Sauerstoffmenge, die die Pflanze zuvor beim Aufbau ihrer Gewebe freigesetzt hat, wieder verbraucht.

Unterm Strich ist das ein Nullsummenspiel. Im Übrigen ist die Menge an Sauerstoff in der Luft so groß, dass sie sich nicht mal dann in relevanter Menge verändern wird, wenn alles verfügbare brennbare Material, einschließlich aller bekannten fossilen Energieträger, verbrannt würde.
Um den Sauerstoff in der Luft müssen wir uns nun wirklich keine Sorgen machen.


2. Zum Gülleausabringen: Die Folgen sehe ich hier fast vor der Haustür im Schwarzwald: Da sieht man zum einen zum Glück noch oft die nährstoffärmeren, von Weitem eher graugrünen Wiesen mit einer artenreichen Vegetation, wie sie für diese Wiesen charakteristisch ist.
Direkt daneben aber immer öfter Wiesen, die saftig dunkelgrün, zu bestimmten Zeiten leuchtend löwenzahngelb sind. Das sind die mit Gülle getränkten Wiesen, artenarm, ökologisch kein Vergleich zu denen daneben, aber mit so schön satten Farben.
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2013, 10:24:33 von Bristlecone »
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #385 am: 09. Dezember 2013, 10:35:02 »

Aber ohne Bauern gäbs dort ÜBERHAUPT KEINE WIESE mehr im Schwarzwald! (Dass die Bauern auch falsch werkeln, dass sie das machen, wofür sie das meiste Geld bekommen, ist klar. Aber es gibt auch Dieter Moors unter den Bauern und es gibt auch private Landbesitzer, die sich engagieren.)

Das ist der Punkt, auf den ich die ganze Zeit hinauswill.

Ob jetzt C4 oder C3 ist der Wiese völlig egal, Naturschutz wäre, wenn jemand mit der Sense kommen würde und sie regelmäßig mähen würde. Und zwar praktisch, nicht theoretisch. Der Wiese wäre es auch völlig wurscht, ob Akademiker oder Analphabet, Städter oder Landbauer.

« Letzte Änderung: 09. Dezember 2013, 10:39:30 von Mediterraneus »
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #386 am: 09. Dezember 2013, 10:38:15 »

.... Wie schön war es, als ich vor Jahren nach Tschechien fuhr und endlich wieder diese schönen Wiesen und Randstreifen gesehen habe, um die sich keiner kümmerte und die daher für Pflanzen- und Tierwelt ein Eldorado waren. Schön waren sie auch, fand ich. Und das Ganze recht nah an Wohnblocks. Die Anwohner haben dadurch auch mehr Ruhe, es muss ja keiner ständig mähen. 8)

Um die sich keiner kümmerte?? Diese Wiesen und Randstreifen sind so schön, eben weil sie irgendjemand pflegt. Ein- oder zweimal im Jahr mäht, nicht umpflügt und auch nicht düngt.
Menschliche Pflege sieht man nicht immer. Genaugesagt ist die Landschaftspflege am besten, wenn man sie eben nicht auf den ersten Blick erkennen kann.


« Letzte Änderung: 09. Dezember 2013, 10:40:38 von Mediterraneus »
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #387 am: 09. Dezember 2013, 10:40:19 »

Aber ohne Bauern gäbs dort ÜBERHAUPT KEINE WIESE mehr!

Ja und? Lieber eine nicht mehr genutzte, allmählich verbuschende und zuwachsende Fläche, die meinetwegen irgendwann zu Wald wird, als eine Gülleentsorgungsfläche.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #388 am: 09. Dezember 2013, 10:44:48 »

Aber ohne Bauern gäbs dort ÜBERHAUPT KEINE WIESE mehr!

Ja und? Lieber eine nicht mehr genutzte, allmählich verbuschende und zuwachsende Fläche, die meinetwegen irgendwann zu Wald wird, als eine Gülleentsorgungsfläche.

Hmm, dass es zwischen Magerwiese und Verwilderung noch was dazwischen gibt, weißt du aber schon?
Naturschützer und Bauern müssen sich irgendwie entgegenkommen. Der Bauer muss arbeiten können und der Naturschützer braucht sein Biotop. Und ich sage mir immer wieder, Kulturlandschaften sind durch Bauern und landwirtschaftliche Nutzung entstanden. Sie entstanden nicht durch Naturschützer ;)


Wenn der Bauer die Gülle nicht auf die Wiese kippen darf, wo geht sie denn dann hin? Biodünger in Pulverform wird er wohl nicht draus herstellen. Dann kippen wir sie halt in die verwilderten Dickichte, sieht dann keiner. Wächst der Nutzwald umso schneller.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #389 am: 09. Dezember 2013, 11:20:52 »

Wenn der Bauer die Gülle nicht auf die Wiese kippen darf, wo geht sie denn dann hin? Biodünger in Pulverform wird er wohl nicht draus herstellen. Dann kippen wir sie halt in die verwilderten Dickichte, sieht dann keiner. Wächst der Nutzwald umso schneller.


Jedenfalls haben weder das Ausbringen von Gülle noch güllegedüngte Wiesen irgend etwas mit Naturschutz zu tun.
Eher schon mit umweltbelastender und geruchsbelästigender Abfallentsorgung.
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