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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Wieviel naturnah ist menschenfern?  (Gelesen 49738 mal)

enigma

  • Gast
Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #465 am: 11. Dezember 2013, 12:40:50 »

Danke für die Erläuterung.

Das wäre dann der Faktor "Gier".

Aus demselben Grund dürften auch immer mehr Feldgehölze abgeholzt werden.

Es dürfte nicht allzu schwierig sein, dagegen vorzugehen. Dass das nicht passiert, ist gewollt.
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2013, 12:42:12 von Bristlecone »
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Amur

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #466 am: 11. Dezember 2013, 12:42:46 »

Das ist zumindst bei Straßen richtig dass da ein Grenabstand eingehalten werden muß. Bei Radwegen mit weniger Unterbau weiss ich das nicht. Wenn dem so ist, sollte die Gemeinde mal einschreiten.
Wenn der Acker in Ortsnähe dann die ersten Meter von den Hunden als Klo und Spielwiese verwendet wird ist halt auch keiner da welcher da mal den Minderertrag ausgleicht.
Ansonsten, wenn ihm der Acker gehört, kann er ihn auch pflügen (OT: kommt eigentlich das Wort Pflegen von Pflügen, ich vermute eher umgedreht?)

Was die Brombeeren angeht kenn ich das andersrum: Die Äcker sind gleich geblieben, aber die Brombeeren und Erlen haben sich den nicht genutzten Weg zwischen Acker und Wald erobert. Man kommt wieder nicht durch.
Ob es aber besser ist den zu mulchen und dadurch wieder Besucher und Hundetanten anzulocken ist eine andere Frage.
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2013, 12:43:52 von Amur »
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Staudo

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #467 am: 11. Dezember 2013, 12:44:08 »

Dass das nicht passiert, ist gewollt.

Nein, das ist mangelnde Konfliktbereitschaft von Seiten der Verantwortlichen. Eine warme Amtsstube ist deutlich angenehmer zu ertragen als ein streitlustiger Bauer.
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enigma

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #468 am: 11. Dezember 2013, 12:48:31 »

Ja, das ist auch eine Form von Wollen.

Wollen aus Gleichgültigkeit.


Amur: Wenn dem Bauern der Acker gehört, kann er ihn pflügen, und wenn es bis zum äußersten Feldrand geht. Richtig. Nur muss man sich dann schon vorhalten zu lassen, dass einem selbst ein minimaler Schutz der Natur, zu dem man selbst mit wenig Aufwand beitragen könnte, offenbar schnurzegal ist.
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Amur

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #469 am: 11. Dezember 2013, 12:50:34 »

Und: Was spricht aus deiner Sicht entscheidend dagegen, mal wenigstens einen halben Meter Abstand zum Teerweg zu halten? ::)

Es sind die flächenabhängigen Direktzahlungen. Die Flächen werden per Satellit ausgemessen und jeder Strauch, jeder Baum, jeder Weg wird herausgerechnet. Also macht man die Flächen vorsichtshalber etwas größer. Dank der modernen Technik geht das auch.
Also die Flächen sind ja zunächst mal bekannt durch das Kataster. Wenn er für lau dann noch weitere Flächen anbauen kann wird das vermutlich gemacht, sofern sich der Besitzer nicht wehrt.
D. h. er wird durch die Flächenvergrößerung keine zusätzlichen Förderungen erhalten aber mehr Ertrag.

Selbst die Messungen in den Mähdreschern der Lohndrescher, welche natürlich ihr eigenes INteresse haben die Flächenangaben der Kunden zu kontrollieren, sind sehr genau.
So kam hier raus, dass ein GEmeindeweg um etwa 1,5m vesetzt läuft. Weshalb weiss kein Mensch mehr. Die Grenzsteien wurden tatsächlich im Weg dann ausgegraben. Der Lohndrescher hatte den Bauern drauf aufmerksam gemacht, dass er immer ein paar Ar weniger drischt als er ihm angibt.
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Amur

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #470 am: 11. Dezember 2013, 12:53:59 »

....
Amur: Wenn dem Bauern der Acker gehört, kann er ihn pflügen, und wenn es bis zum äußersten Feldrand geht. Richtig. Nur muss man sich dann schon vorhalten zu lassen, dass einem selbst ein minimaler Schutz der Natur, zu dem man selbst mit wenig Aufwand beitragen könnte, offenbar schnurzegal ist.
Bei ihm geht das halt direkt auf den Geldbeutel.
Wenn du in deinem Garten ein paar m² in Ruhe läßt, füllt sich dein Konto trotzdem genauso.

Oder wenn ich bei mir halt auf meinen paar m² nicht intensiv Obst anbaue, dann kommt mein Gehalt trotzdem ungekürzt.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #471 am: 11. Dezember 2013, 12:55:41 »

Dass das nicht passiert, ist gewollt.

Nein, das ist mangelnde Konfliktbereitschaft von Seiten der Verantwortlichen. Eine warme Amtsstube ist deutlich angenehmer zu ertragen als ein streitlustiger Bauer.

Ganz nebenbei will man natürlich von demselben wieder mal einen Acker für Bauplätze oder Ausgleichsflächen für Bauplätze oder einen Streifen um die Straße zu verbreitern....
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #472 am: 11. Dezember 2013, 12:58:39 »

Bei uns ist das so,dass das "Führrändla" (Fahr-Rand) um die Felder nicht beackert werden darf. Oft ist dieser Streifen sogar Gemeindeeigentum und wird gebraucht, um auf andere Felder zu kommen, bzw. um zu wenden. Wenn das der Fall ist, geht die Gemeinde dagegen vor. Wenn es niemanden stört, dann stört es niemanden.


Meiner Meinung nach kann das nur durch andere Förderungen erreicht werden. Nur wer nachweisen kann, dass er pro Feld auch einen Grünstreifen stehen lässt, eine Hecke oder einen Baum, bekommt auch Förderung.
Förderung verpflichtet auch zur Pflege.

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enigma

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #473 am: 11. Dezember 2013, 12:58:57 »

....
Amur: Wenn dem Bauern der Acker gehört, kann er ihn pflügen, und wenn es bis zum äußersten Feldrand geht. Richtig. Nur muss man sich dann schon vorhalten zu lassen, dass einem selbst ein minimaler Schutz der Natur, zu dem man selbst mit wenig Aufwand beitragen könnte, offenbar schnurzegal ist.
Bei ihm geht das halt direkt auf den Geldbeutel.

Ja, genau das meinte ich mit Gier: Ein schmaler ungepflügter oder wenigstens nicht nicht bewirtschafteter Streifen am Rand des Feldes ist nicht die Lebensqualitäts-, geschweige denn Existenzsicherung eines Bauern.

Es wird soviel von Eigenantwortung, Einbinden der Bauern in Naturpflege etc. geredet. Aber es muss das letzte Quentchen herausgeholt werden.
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enigma

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #474 am: 11. Dezember 2013, 12:59:51 »

Meiner Meinung nach kann das nur durch andere Förderungen erreicht werden. Nur wer nachweisen kann, dass er pro Feld auch einen Grünstreifen stehen lässt, eine Hecke oder einen Baum, bekommt auch Förderung.

Das wir mal fast einer Meinung sind.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #475 am: 11. Dezember 2013, 13:05:15 »

Meiner Meinung nach kann das nur durch andere Förderungen erreicht werden. Nur wer nachweisen kann, dass er pro Feld auch einen Grünstreifen stehen lässt, eine Hecke oder einen Baum, bekommt auch Förderung.

Das wir mal fast einer Meinung sind.


Ja, ich glaubs kaum.

Man kann allerdings auf den ersten Blick keine "Gier" vorwerfen. Zumindest nicht gleich.
Ich weiß ja nicht, ob derselbe Bauer bei anderen Feldern anders handelt. Vielleicht hat er ja woanders eine tolle Hecke, die er mitpflegt und nur an der Stelle direkt neben dem Weg alles umgepflügt, weil er sonst eine Hundescheißgalerie an der Stelle hätte.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #476 am: 11. Dezember 2013, 13:08:53 »

Sag ich doch: Irgendeine Entschuldigung wird schon finden lassen.

In den von dir so beklagten USa rennt übrigens praktisch jeder, der seinen Hund ausführt, mit einer Tüte für die Hinterlassenschaften herum. Sogar im Wald. Verblüffend.

Aber das nur nebenbei.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #477 am: 11. Dezember 2013, 13:14:21 »

Sag ich doch: Irgendeine Entschuldigung wird schon finden lassen.

In den von dir so beklagten USa rennt übrigens praktisch jeder, der seinen Hund ausführt, mit einer Tüte für die Hinterlassenschaften herum. Sogar im Wald. Verblüffend.

Aber das nur nebenbei.

Solange der Hund dann nicht im klimatisierten Auto mit Erker und Balkon die 200 m nach Hause gekarrt wird, sehr löblich!

Manche Entschuldigungen lassen sich durchaus begründen. Ich fände es beispielsweise auch nicht schlimm, wenn die Ökoförderung nicht pro Einzelfläche, sondern pro Gesamtfläche käme.
Dann könnte der Bauer auf besserem und ebenem Boden intensiver wirtschaften und auf seinen schlechteren Flächen (Steillagen) mehr Natur zulassen. Allerdings verwildern lassen (nicht kümmern) zählt da für mich nicht dazu.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #478 am: 11. Dezember 2013, 13:22:46 »

Ich weis nicht wie es heute ist, aber in den 80ern versickerten die meisten Förderungen bei anderen.
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #479 am: 11. Dezember 2013, 13:27:26 »

Deswegen ja mein Motto:

Tu was für deine Förderung! Sonst bekommste keine mehr.
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2013, 13:27:49 von Mediterraneus »
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