Tschuldigung. Darf ich zwischendurch noch mal allgemein? Nur gaaaanz kurz
Wenn die Gesellschaft ... andere Ziele als das Unternehmen hat, wie z.B. eine reich strukturierte Landschaft, kann sie diese Leistung direkt bezahlen.
Kann sie? Wovon und durch wen?
Wieviel Promille eines Landeshaushaltes wollen wir der Sache zugestehen? Wer oder wie viele sorgen für die qualifizierte, zielgenaue Ausgabe der Mittel? Wer sichert die Flächen für diesen Zweck, am besten frei von Zwang für den Eigentümer oder Pächter?
(eine Lanze für den Bauern brechend: Um die Herde Kühe am Leben zu halten, braucht´s etwas mehr, als sie mal schnell auf die 100 ha zu jagen ;-))
Ich erwarte aber nicht das sich hier grundlegend in den nächsten Jahrzehnten etwas ändert.
Ich fürchte, es wird sich was ändern. Es werden mehr Landwirte als Dienstleister von landbesitzenden Kapitalanlage-Gesellschaften tätig sein. Dass sie mit denen so über gute Praxis verhandeln können, wie heute mit Naturschutzbehörden, bezweifle ich. Aber sie werden von ihren neuen Herren (vermutlich) besser bezahlt.
Wenn ich jetzt garstig wäre, würde ich jetzt sagen, der Schulterschluss zwischen Bristlecones Beiträgen und denen von Lerchenzorn ist geschaffen.
Wieso garstig? Hab ich irgendwo Gier erwähnt? (etwa verschleiert?

)
Das Grundproblem des Lobbyismus, das Amur nennt, ist real. Das Problem der "Gegner" moderner Landwirtschaft: nun ja

. Die Kompliziertheit der ökologischen Programme kommt zum guten Teil aus den formalen und technischen Anforderungen, um die Maßnahmen kalkulierbar und kontrollierbar zu machen. Gerade die Naturschutz-Stellen (Ämter und Verbände) hätten gern mehr Spielraum in der direkten Zusammenarbeit mit den Landwirten. Geht aber nicht. Zum anderen Teil müssen die Maßnahmen inhaltlich differenziert werden - kompliziert aus der Sicht des "normalen" Nutzers, um die empfindlicheren Arten und Lebensräume auch nur annähernd erhalten zu können. (Ein heute "normales" Landwirtschaftsgerät, eine "normale" Anwendung von Düngemitteln und Agrochemikalien, die ganze "normale" Ausrüstung des Landwirtes lässt bei heute "normaler" systematischer Anwendung eben nur noch ein sehr begrenztes Spektrum von Tieren und Pflanzen am Leben. Das ist einfach so und ein Programm, das ein davon deutlich abweichendes Ergebnis erreichen soll, muss zwangsläufig Zumutungen enthalten. Sonst taugt es nicht.)
Ich finde es nicht unmodern, seinen Betrieb mit möglichst geringem Aufwand=Input und mit einfacher Reproduktion des natürlichen, standörtlichen Leistungsvermögens zu gestalten. Dazu braucht es vermutlich eine gewisse Grundeinstellung und eine Mindestausstattung mit geeigneten Flächen Für den Lebensraum kann erstaunlich viel dabei herauskommen. Es geht mit Bio und geht ohne Bio (Von Moor will ich gar nicht schreiben, nicht mit Torf und nicht mit Dieter

).