@lerchenzorn,
Auf deine Antwort #507.
Darfst auch lange ganz allgemein. Sehe ich nicht so eng
Kann sie? Wovon und durch wen?
Gute Frage. Eigentlich gibt es hierfür ja schon Personal.
Ich sehe halt das Problem vor allem in der Art und Weise der Förderung.
Man spricht ja heut meist vom
Landwirt und nicht mehr vom
Bauern. Da stecken ja schon die Wörter Bewirtschaftung und Wirtschaftlichkeit drin.
Auch einem Textilfabrikanten in Bangladesh oder einem Callcenter-Betreiber in MeckPomm geht es in erster Linie ums Geldverdienen
- ähm, Geld machen
.
Von wegen es geht auch um soziale Verantwortung und man meint es doch so gut mit seinen Mitarbeitern. Dies ist meistens Schwachsinn.
Wobei es natürlich immer Ausnahmen geben kann. Zum Beispiel das Idealbild des kleinen Familienbetriebes
Hier müssen also im Sinne der Arbeiter Regeln und Vorschriften her und diese auch kontrolliert werden.
Genauso ist es beim Land
wirt und den ökologischen Belangen. Sei es auf seinen bewirtschafteten Flächen oder auf solchen die aus der landwirtschaftlichen Produktion genommen sind. Oder auch bei der Tierhaltung. Als Stichworte seien mal nur genannt: Schweinemast, Hühner in Legebatterien, Tötungsmethoden wie Schächtung, CO2-Vergasung etc.
Diese Vorgaben & Regeln werden von unseren gewählten Volksvertretern beschlossen und von den Bürokraten kontrolliert. Dies wäre zumindest ihre originäre Aufgabe für die sie auch bezahlt werden.
Naja, wäre...
Ich wiederhole mich, aber wie kann man jemand Geld geben nur weil er sein Land
bewirtschaftet ?
Was für ein Schwachsinn.
Wenn der Gewinn seines Unternehmens nicht reicht, muß er sich halt etwas überlegen. Genossenschaft, Umstrukturierung hin zur regionalen Vermarktung, Abschaffung der Schweineintensivmast und so weiter. Deswegen auch der Vergleich mit den Kühen über die Weide treiben.
Für diese Umstrukturierung kann man natürlich staatliche Unterstützung (Förderung/Kredit) geben - bis zu dem Punkt wo es sich selbst trägt.
Wenn nicht muß er halt Stütze beantragen.
Die mittelfristig frei werdenden Milliarden kann man dann sehr gut für Pflegemaßnahmen, Wiederherstellung von Biotopen etc. ausgeben.
Was wäre das Ergebnis wenn man die heutigen Agrarsubventionen abschaffen würde ?
Einerseits wohl eine noch stärkere Intensivierung der Landbewirtschaftung auf einen Teil der Ackerflächen - dies passiert aber ohnehin schon auf den größten Teil der Flächen.
Andererseits gäbe es - meiner bescheidenen Meinung nach - aber auch mehr Natur in der Kulturlandschaft und wieder mehr Menschen, welche von dieser auch Leben können.
Und vielleicht würde man auch weniger Märkte in anderen Ländern durch exportierte Überschüsse und Abfallprodukte (wie z.B. Hühnerfüße) kaputt machen und den Landwirten dort wieder wirtschaftliche Chancen geben.