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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Wieviel naturnah ist menschenfern?  (Gelesen 49735 mal)

enigma

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #615 am: 19. Dezember 2013, 20:23:08 »

Wen /was meinst´n jetzt, Bristlecone? Günther oder den Kommentarteil zum Zeitungsbeitrag?


Günthers wie immer kloßbrühenklare Erklärung der Welt natürlich. ;D
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Kamelie

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #616 am: 20. Dezember 2013, 07:18:59 »

zu Antwort 610 von Krümel

Kühe zu nahe an der Natur
Bericht im Tagesanzeiger
Zitat: Experten versuchen, das Phänomen folgendermassen zu erklären: Viele Wiesen und Weiden weisen minimale Spuren von dioxinähnlichen Stoffen auf. Die Stoffe kommen dort in sehr geringen Konzentrationen vor. Das Problem aber: Sie bauen sich wegen ihrer Fettlöslichkeit nach der Nahrungsaufnahme im Körper der Tiere nicht ab. Die Schadstoffe werden bei naturnaher Produktion von der Mutterkuh zum Kalb über die Milch weitergegeben, was zu einer höheren Konzentration im Fleisch der Jungtiere führt. Diesen Konzentrationseffekt gibt es bei der konventionellen Aufzucht nicht. Bei der Mutterkuhhaltung gibt es einen

zweiten negativen Effekt: Auf der Weide aufgezogene Kühe nehmen bis zur Schlachtung viel mehr Futter auf als Kühe aus konventioneller Zucht, die mit Kraftfutter möglichst effizient gemästet werden. Deshalb kann bei grundsätzlich gleicher Dioxinbelastung des Futters mehr Gift im Körper der Tiere «hängen bleiben. Zitat Ende

klar, Gras ist schädlich für die Kühe
optimal für Kühe ist die Ernährung mit Kraftfutter (BSE?)
dadurch werden Flächen frei für Energiepflanzen
man kann nachdenken für wen so eine Studie ist günstig ist


Cui Bono
Kamelie

« Letzte Änderung: 20. Dezember 2013, 07:35:49 von Kamelie »
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Staudo

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #617 am: 20. Dezember 2013, 07:55:32 »

Hinter diesen Untersuchungsergebnissen steckt garantiert kein böser Wille. ::)
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Mediterraneus

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #618 am: 23. Dezember 2013, 17:28:20 »

Mal zwei Bilder.

Einmal typisch deutscher Wald in einem der größten Wälder Deutschland, dem Spessart.
Als Kulturlandschaft. Dieser Wald wird seit Jahrhunderten bewirtschaftet. In diesem Fall ist vielleicht etwas viel Holz rausgeholt, aber Naturverjüngung findet statt.

Es gibt Wege, man kann schön wandern gehen. Vor uns ist so ein Weg.
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Amur

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #619 am: 23. Dezember 2013, 17:33:27 »

Das Altholz in dem Alter muß so aufgelichtet werden, damit die Verjüngung Licht bekommt um aufzuwachsen. Gut, bei Buchen könnte es noch dichter stehen, aber das kommt auf den jeweiligen Förster und auch auf den Boden an. Wenn die Gefahr besteht dass viel Gras oder gar Himbeeren oder Brombeeren kommen, müssen sie es dunkler halten, weil die sonst die Sämlinge erdrücken.
« Letzte Änderung: 23. Dezember 2013, 17:33:50 von Amur »
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #620 am: 23. Dezember 2013, 17:34:37 »

Hier ein "naturbelassener Wald" ohne Bewirtschaftung. Keine Kulturlandschaft.

Am Boden ist es im Sommer stockfinster, keine Vegetation. Es gibt kaum ein Durchkommen. Hier verstecken sich die Wildschweine und mehren sich.

Es war diesen Sonntag windig und überall flogen Brocken runter.
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enigma

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #621 am: 23. Dezember 2013, 17:37:18 »

Hier ein "naturbelassener Wald" ohne Bewirtschaftung. Keine Kulturlandschaft.

Das ist eher ein (ehemaliger) Forst, dessen Bewirtschaftung aufgegeben oder zumindest seit langer Zeit vernachlässigt wurde.
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hargrand

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #622 am: 23. Dezember 2013, 17:40:15 »

Eine von menschen angelegter Wald ist grundsätzlich nichts schlechtes wenn er gepflegt wird, wird er das nicht siehe Medis Foto (Hier gibt es auch so einen Wald, nur viel schlimmer)
Wälder die sich selbst "angelegt haben benötigen keine Pflege durch den Menschen dort gibt es auch so eine reichliche Vegetation.
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Amur

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #623 am: 23. Dezember 2013, 17:46:03 »

Hier ein "naturbelassener Wald" ohne Bewirtschaftung. Keine Kulturlandschaft.

Das ist eher ein (ehemaliger) Forst, dessen Bewirtschaftung aufgegeben oder zumindest seit langer Zeit vernachlässigt wurde.

Ob nun vernachlässigt oder es sich einfach nicht lohnt wegen den paar Stengelchen eine Durchforstung zu machen, ist eher eine ästhetische Frage. Es gibt halt eine Menge Totholz und man kann nicht schön durchlaufen. Dem Wald ist diese Unordnung völlig wurscht und für Althölzer gibt es Programme um Totholz zu erhalten.
Selbstreinigung. Man muß nur aufpassen dass die Sache nicht instabil wird und bei schwerem Schnee dann nicht der ganze Bestand zusammenbricht. Ist aber bei Laubholz mit nur wenig Nadelholz meist weniger das Problem.
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Eva

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #624 am: 23. Dezember 2013, 17:47:12 »

Und wie lange würdet ihr einem "ehemaligen Forst" Zeit geben, bis ihr das Ganze als naturnahen Wald bezeichnet?
Üblicherweise werden solche Naturschutz-Zonen in Waldbereichen ja nicht mit einem Kahlschlag gestartet??
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enigma

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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #625 am: 23. Dezember 2013, 18:11:12 »

Sehr lange. Jahrzehnte reichen da nicht.

In den Neuenglandstaaten, wo ich diesen Herbst war, wurde die Bewirtschaftung des Landes im 19. Jahrhundert aufgegeben, als die Farmer weiter westwärts zogen. Die von denen entwaldeten Flächen haben sich nach und nach wieder bewaldet, aber man kann vielerorts heute noch sehen, wo damals Felder waren.

In anderen Gebieten wurde der ursprünglich vorherrschende Nadelwald (v.a. Picea glauca) durch die Nutzung oder durch - gelegte - Feuer zurückgedrängt. Dort breitete sich dann zunächst Laubwald aus. Ganz allmählich kehren die Fichten zurück. Aber auch auf Flächen, die vor vielen Jahrezehnten abbrannten, dominiert noch der Laubwald.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #626 am: 23. Dezember 2013, 18:26:31 »

Man erkennt es schlecht, ein absterbender Wildapfel (Holzapfel).

Ihm bekommt die Natur nicht, andere Bäume sind schneller und überwachsen ihn.

In der Waldwirtschaft werden solche Bäume freigestellt, damit sie sich entwickeln können. Solche Kandidaten werden im Urwald aussterben. Zumindest hier.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #627 am: 23. Dezember 2013, 18:30:03 »

Zeugnisse jahrhundertelanger Kultur von Wald. Ein Brunnen inmitten des Waldes. Hier haben Waldarbeiter und und früher die Bauern ihren Durst (und den der Zugtiere) gestillt.

Die Brunnen werden von wenigen Freiwilligen erhalten, nur die wissen wo sie sind.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #628 am: 23. Dezember 2013, 18:33:41 »

Zinnoberschwamm im Wirtschaftswald auf Totholz.
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Re:Wieviel naturnah ist menschenfern?
« Antwort #629 am: 23. Dezember 2013, 18:36:13 »

Das Problem in unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft (und die ist bei mir nicht soooo dichtbesiedelt ;) ):

Wald und Wild trifft auf den Menschen mit seinen Wiesen und Streuobstwiesen.
Das Schwarzwild kuschelt sich im Dickicht und pflügt nachts ganze Wiesen um. Das muss im Frühjahr alles wieder glattgeharkt werden.
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
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