Also ich merke immer mehr, dass hier die Welt wohl noch einigermaßen in Ordnung ist.
Es gibt hier auch die "übrig gebliebenen" Nischen, auf den Äckern gabs früher mehr Obstbäume z.b.
Andererseits, wenn ich mir alte Fotos anschaue, war die Landschaft früher viel offener als heute. Es gab kaum Hecken, jeder ebene Fleck wurde für Landwirtschaft genutzt, die Steillagen waren Wiese für Futter oder Streuobst. Selbst Lichtungen im Wald wurden als Wiese bewirtschaftet.
Jeder Aufwuchs wurde entfernt, Holz wurde zum Heizen gebraucht.
Heute wächst die Landschaft mangels Bewirtschaftung wieder zu, Hecken werden nicht mehr auf Stock gesetzt und werden zu hohen Baumreihen. Werden angrenzende Wiesen nicht mehr gemäht, werden sie von den Hecken eingenommen, erst wachsen Brombeeren in die Wiese rein, dann kommen Schlehen, Pappeln, die eingeschleppte Robinie an trockenen Stellen, dann die Eiche und schließlich die Buche.
Zum Glück gibt es keine allzuintensive Landwirtschaft, obwohl die meisten der kleinen Äcker an größere Bauern verpachtet sind, die selbstverständlich auch Mais anbauen. Gibt aber noch viele Kartoffeln, Weizen und Rüben.
Ich denke, es kommt auch noch viel auf die Region drauf an und die Menschen. Richtung Rhein-Main-Gebiet ist die Zersiedelung größer, die Ackerlandschaft wird zugebaut, die wenigen Wiesen, Streuobstbäume für Äppelwoi wachsen zu und verkommen. Es sind dort zwar mehr Menschen, aber halt "Städter", ohne Bezug zur Landschaft und ohne eigentliche Heimat.