wunderbar!
Das Thema hat mich angeregt nach den Pflanzenspuren zu suchen, die ich verlinkt hatte und die habe ich ausgeliehen, wie ich merkte. Schnell habe ich mir ein neues Exemplar bestellt, heute war es da.
PflanzenSpuren Archäobotanik im Rheinland: Agrarlandschaft und Nutzpflanzen im Wandle der Zeiten.
Für unsere user, die im Vorgebirge gärtnern, sicher ein sehr interessants und preiswertes Vergnügen, denn die Bilder von den einzelnen Stadien sind aufschlussreich.
Die Archäobotanische Methode wird flugs erklärt und man kommt gleich zu den Pollendiagrammen.
12.000 Jahre BP = before present gab es einen überwältgenden Anteil Birkenpollen
10.000 Jahre BP war die Kiefer über einen Zeitraum von 3.000 Jahren dominierend
10.000 Jahre BP bis heute ist die Hasel mehr oder weniger präsent
8.000 Jahre lang rückt die Eiche immer mehr vor bis sie in den letzten Jahrhunderten einer starken Schwankung unterliegt
9.000 bis 4.000 BP ist die Ulme stark
8.000 BP bis 3.000 BP die Linde, die die jungsteinzeitlichen Ackerbauern antrafen, als sie über den Weg
Fruchtbarer Halbmond - Anatolien - Griechenland - Balkan - Ungarn - Donau
zum Rhein vorstießen und die fruchtbaren Täler der großen Flüsse besiedelten. Zu dieser Zeit kaum Nicht-Gehölz-Pollen. Vor allem Adlerfarn und Spitzwegerich.
Erst in der Eisenzeit treten größere Mengen an Getreidepollen auf und die Baumpollen sind auf 2/3 reduziert. Holz für Kohlenmeiler wird geschlagen.
Hohe Getreidepollenanteile treten in römischer Zeit auf.
In nachrömischer Zeit rückte die Buche vor, die
Villae rusticae verfielen.
Im 10. und 11. Jahrhundert besiedeln Klostergemeinschaften Deutschland. Die
Benediktiner dehnen die Landwirtschaft über die flussnahen Niederlassungen hinaus bis in die Gebirgstäler aus und schaffen Siedlungsraum auch im Bergland.
Im Mittelalter schrumpft der Baumpollenanteil auf nur noch 1/3.
Ab 1400 sinken die Getreidewerte wieder und Eichen, Hasel und Birken besiedeln die ausgelaugten Böden der Wüstungen. Überbevölkerung ist ein Problem.