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Autor Thema: Wölfe in der Lüneburger Heide  (Gelesen 20788 mal)

maigrün

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #150 am: 14. Januar 2014, 20:10:59 »

Eisbären greifen Menschen an, das ist bekannt und passiert immer wieder, doch keiner ist für die Auslöschung der Eisbären im norwegischen Svalbard, Spitzbergen.

hier nicht, nein. ;D hier sind wir ganz knut-schie mit dem raubtier.
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wenn das forum ein garten ist, dann sind die nicht nötigen zitate der giersch.

lerchenzorn

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #151 am: 14. Januar 2014, 20:13:05 »

 ;D

Nicht umsonst wurden die einst ausgerottet. Nur aus Spass passierte das nicht.

Vielleicht nicht aus Spaß, wohl aber aus "höheren" herrschaftlichen Neidgründen, die mit den Alltagssorgen der einfachen Leute, wie es scheint, nicht viel zu tun hatten.

1899 hat B. Seiffert Quellen zur Wolfsjagd im 17. und 18. Jahrhundert im Raum östlich von Berlin aufgearbeitet. Er stellte fest, dass damals die Lust der Bevölkerung, ihre tägliche Arbeit für die zwangsweise Teilnahme an herrschaftlichen Wolfsjagden liegen zu lassen, sehr gering war. Der Normalbürger hatte reichlich Anderes zu besorgen.

"Keine Verpflichtung mag der Bürgerschaft des 17. und 18. Jahrhunderts unerträglicher geworden sein, als die, im Winter bei frischem Schneefall ... zur Wolfsjagd, oder sonst bei grösseren Hetz- und Parforcejagden des Landesfürsten als Treiber mitziehen zu müssen. Tagelang vom Hause, von der Familie fern, ohne regelrechte Beköstigung, ausser was sich ein jeder an Mundvorrat mitnehmen konnte; in dem Erwerb durch Handwerk oder Ackerbau beeinträchtigt; ausser den Unbilden der Winterzeit noch mancherlei Strapazen und selbst roher Behandlung ausgesetzt sein zu müssen - in der That wäre das nach unsern heutigen Begriffen mit der Würde eines Bürgers nicht vereinbar."
« Letzte Änderung: 14. Januar 2014, 20:13:56 von lerchenzorn »
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Aku.Ankka

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #152 am: 14. Januar 2014, 20:14:09 »

Super :-)

151 Beiträge in 24 Stunden bei einer "Zwangpause = Schlaf" von etwa 4,5 Stunden - nicht schlecht.

Also etwa alle 8 Minuten ein Beitrag.
« Letzte Änderung: 14. Januar 2014, 20:19:07 von Aku.Ankka »
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partisanengärtner

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #153 am: 14. Januar 2014, 20:14:47 »

Man muß nicht unbedingt das Jägerdeutsch zur Norm machen. Jeder versteht was gemeint ist.
Solche "Fachsprachen" dienen vor allem der Abqualifizierung unkundiger.
Es ist aber gut wenn man die Ausdrücke kennt.
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Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

Axel

Irisfool

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #154 am: 14. Januar 2014, 20:18:04 »

Solche Beitragsflut ist nur durch Tomaten zu übertreffen und zu seiner Zeit durch Iris ( duck und ganz schnellweg) ;D ;D ;D ;D
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martins9

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #155 am: 14. Januar 2014, 20:26:02 »

Eigentlich gibt es doch nur das Problem, dass gelegentlich Nutztiere gerissen werden, oder? Sollte man dann nicht besser darüber reden, wie die Belastung der Betroffenen gemindert werden kann?

Gibt es ja, wenn natürlich auch mit den üblichen bürokratischen Hürden.
RBB, etwas detaillierter über den gleichen Fall Berlin



Nach dem Bericht von RBB wurden 2012 in Brandenburg 50 Schafe durch Wölfe getötet. Nehmen wir mal an, diese Zahl stimmt, und es waren tatsächlich immer Wölfe die Angreifer.

90 Wölfe wurden 2012 in Brandenburg geschätzt
.
Mit anderen Worten: die gerissenen Schafe decken gerade mal 6 % des Fleischbedarfs der dort lebenden Wölfe. (In etwa gleicher Prozentsatz wie in der Lausitz festgestellt), auch in Brandenburg sind also weitgehend andere Tiere die Nahrungsquelle.


"Der dort lebenden Wölfe" trifft es ganz gut? "Dort" ist weit weg? Selbst wenn es nicht so ist, kann ich dir nur schreiben, dass ich als Naturinteressierter (Waldbewirtschaftender, Pilzsammler, Wanderer, auf der Waldwiese Liegender usw.) hier die Auswirkungen des Wolfes verfolgen kann. Du magst das Alles als nicht so schlimm empfinden, mich betrifft es in dem o.g.Sinne auch nicht. Aber ich begreife zumindest, dass der Wolf mit seiner Ansiedlung Veränderung bedeutet, das Gefühl hab ich bei dir nicht! Und das stört mich an der Diskussion, dieses "Dann ist er halt da, war ja auch früher so". Nein: Früher war anders, und heute sowieso!
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celli

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #156 am: 14. Januar 2014, 20:28:52 »

... mich betrifft es in dem o.g.Sinne auch nicht. Aber ich begreife zumindest, dass der Wolf mit seiner Ansiedlung Veränderung bedeutet,....

Dann werde doch mal konkret, was für Veränderungen?
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Janis

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #157 am: 14. Januar 2014, 20:31:10 »

hier ist ein Artikel in theguardian

OT: “But there’s no money in killing whales any more and the industry is dying out.”
Deshalb verarbeitet die Walindustrie wohl auch schon in letzter Verzweiflung Walprodukte bei der Bierherstellung und erhofft sich so insbesondere bei Touristen eine neue Einnahmequelle.
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LG Janis

martins9

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #158 am: 14. Januar 2014, 20:43:33 »

Man muß nicht unbedingt das Jägerdeutsch zur Norm machen. Jeder versteht was gemeint ist.
Solche "Fachsprachen" dienen vor allem der Abqualifizierung unkundiger.
Es ist aber gut wenn man die Ausdrücke kennt.

Mir ging es v.a. darum , dass ein "Sprung" in meiner Gegend halt 2-6... Rehe bedeutet, nicht viel mehr. Meine Gegend ist dünn besiedelt, das Wild wird aber immer sichtbarer und auch gefährlicher, z.B. für Autofahrer. Das ist ja an sich kein Problem,man kann sich darauf einstellen. Warum ist das aber so? Weil der Wolf da ist, ich selbst habe ihn schon zwei mal gesehen! Und dann versteh ich halt keine Diskussionen a ´la "Der war früher schon da, da ging es auch gut." Einige tun so, als gäbe es durch die Ansiedlung des Wolfes keinerlei Veränderung, als lebten sie schon immer mit dem Wolf. Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen,dass sich durch die Anwesenheit des Wolfes doch einiges ändert.
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Janis

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #159 am: 14. Januar 2014, 20:46:27 »


"Der dort lebenden Wölfe" trifft es ganz gut? "Dort" ist weit weg? Selbst wenn es nicht so ist, kann ich dir nur schreiben, dass ich als Naturinteressierter (Waldbewirtschaftender, Pilzsammler, Wanderer, auf der Waldwiese Liegender usw.) hier die Auswirkungen des Wolfes verfolgen kann. Du magst das Alles als nicht so schlimm empfinden, mich betrifft es in dem o.g.Sinne auch nicht. Aber ich begreife zumindest, dass der Wolf mit seiner Ansiedlung Veränderung bedeutet, das Gefühl hab ich bei dir nicht! Und das stört mich an der Diskussion, dieses "Dann ist er halt da, war ja auch früher so". Nein: Früher war anders, und heute sowieso!

Ich kann mich wohl schwerlich dafür entschuldigen, dass ich in Meeresnähe lebe, wo Wölfe höchst selten gesichtet werden. ;D

Mit Natur haben wir ZUM GLÜCK alle zu tun, sei es nun durch die Tatsache, dass die Wölfe nach Deutschland zurück gekehrt sind oder durch andere Ereignisse, die wesentlich elementarer sein können.
NOCH hat sich der Mensch auf die Natur einzustellen und nicht umgekehrt!
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lerchenzorn

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #160 am: 14. Januar 2014, 20:53:35 »

Uiiih. Die Natur stellt sich schon ganz munter auf den Menschen ein. MRSA, H5N1, H1N1 ...

@martins:
Schließt Du alle anderen Ursachen für die stärkere Gruppenbildung der Rehe aus? In Acker-Landschaften sind so große Gruppen im Winter gewöhnlich.
« Letzte Änderung: 14. Januar 2014, 20:56:10 von lerchenzorn »
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maigrün

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #161 am: 14. Januar 2014, 20:54:23 »

NOCH hat sich der Mensch auf die Natur einzustellen und nicht umgekehrt!

bisher ist das hier doch ganz gut gelungen, mit welchen konsequenzen auch immer:

"Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht."

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Eva

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #162 am: 14. Januar 2014, 20:56:03 »

Dann werde doch mal konkret, was für Veränderungen?

Ich könnte mir vorstellen, dass Hundehalter eher zweimal drüber nachdenken, ihren Hund unkontrolliert im Wald rumstöbern zu lassen (das halte ich nicht für einen negativen Effekt, was manche Leut mit ihren Hunden veranstalten ist zum Fremdschämen). Für Jäger wird das Wild weniger sichtbar/vorhersagbar und damit auch eine Bejagung schwieriger. Es wird wohl nicht unbedingt weniger Wild, weil das ja auch vom Nahrungsangebot abhängt, wie viele Kitze durchkommen. Es wird für alle Nutztierhalter eine Sorge mehr geben, gegen die man seine Tiere schützen muss, wer Entschädigungen von der Behörde bei Wolfschäden will, muss bestimmte Richtlinien einhalten, was wohl aufwendig ist. Allerdings habe ich von Hühnerhaltern gehört, dass sie bei freilaufenden Hühnern in Spazierweg-Nähe regelmäßig Verluste durch spazierende, unkontrollierte Hunde haben, auch gerissene Schafe, in Panik davongaloppierende Pferde mit fiesen Verletzungen und Verluste bei Kälbern, alles verursacht duch außer Kontrolle geratene Hunde sind regelmäßig in der Zeitung. Natürlich wird einem auch mulmig, wenn man draußen zeltet und ein paar Tage danach wird gleich daneben ein Schaf gerissen - obwohl Wölfe wohl sehr genau einschätzen können, dass Menschen gefährlicher sind als Schafe.

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Janis

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #163 am: 14. Januar 2014, 21:04:29 »

mit welchen konsequenzen auch immer


eben....
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martins9

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Re:Wölfe in der Lüneburger Heide
« Antwort #164 am: 14. Januar 2014, 21:25:58 »

Nachdem ein längerer Beitrag durch schnelle Tastenkombination weg war, hier nun noch mal eine kurze, versönhliche Antwort für heute Abend: Ich bin Mitglied in einem Verein, der sich auf Pferdezucht, Kutschtradition u.v.a.auf Erhaltung alter "deutscher" (bitte, bitte nicht falsch verstehen) Nutztierrassen eingeschworen hat. Dazu gehören auch Schafe, die Beweidung sollte auf kostenfrei gepachteten Wiesen unserer Gemeinde erfolgen. Davon haben beide bzw. auch die Schafe ihre Vorteile. Leider sind die Weideflächen unweit der Stelle (ca.500m), wo im Juni/Juli zwei Schafe durch den Wolf gerissen wurden. Durch diese Aktion ist der Tausch von Wollschweinen gegen Schafe ausgefallen, eine Bereicherung unseres Bauernhofes weniger. Warum? Wer kann sich die nötigen Schutzmaßnahmen leisten? Hilfe kommt nur, wenn vorher die nötigen kostenintensiven Schutzmaßnahmen eingeleitet wurden. Ziel unseres Vereins ist es, Kinder und Jugendliche v.a. aus städtischer Umgebung an alte bäuerliche Gegebenheiten heranzuführen. In unserem Nachbarort gibt es ein Landschulheim, alles wäre perfekt! Wir wurden also konkrekt beeinträchtigt! Viel Arbeit für eine mMn gute Sache! Wir als Verein(12 Mitglieder) haben das Geld für weitere Weidezäune nicht!Konkret genug?
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