Hallo aus dem Tomatenwald :-) Ich hatte dieses Jahr leider noch weniger Zeit zum schreiben, es gab Anfang Juni ein Todesfall unter Mitarbeitern, ein ganz lieber Mensch, und die anderen 2 sind seine Ehefrau und deren beste Freundin. Somit war dieses Sommer hart, danach aber auch schöne Erfahrungen. Natürlich beschreibe ich Erfahrungen bei uns, woanders könnte es auch anders sein. Das ist ein Jahr der säuerlichen Tomaten. Bei der Hauptreife fehlte die Sonne, größte Verlierer waren dabei richtig süße wie z.B. die Stierherz, apricot Brandywine, Purple Russian, Early wonder etc. Die wurden richtig lasch. Bei der Führungen war letztes Jahr apricot Brandywine ein Highlight, dieses Jahr habe ich sie nicht mal probieren gegeben. Gewonnen haben viele milde Sorten, die wurden interessanter, sogar halbreif, wie z.B Wolgogradskij, Große Lisse, Kosovo. Würzigen wie z.B. Venusbrüstchen, Russian Persimon, Ananas Noire wurden mit ein wenig mehr an Säuere ein richtiger Kracher und die fruchtigen wie weißes Ochsenherz, Bläck cherry sogar noch interessanter. Allerdings ist deutlich weniger Fruchtansatz, besonders unter Folie zu vermerken. Ich vermute, liegt an der Hitze und deutlich weniger Hummeln in diesem Jahr. Ich liebe die Hummel, schade! Lustig war z.B. dass manche mehlige Tomaten waren saftig und manche saftige mehlig. Z.B. etliche Pastasorten wie San-Marzano oder Ropreco paste waren saftiger und würziger, als es für diese milden und mehligen Sorten typisch ist. In Moment freu ich mich sogar, dass es weniger an der Ernte ist, so werden wir früher fertig.