Vier Fensteröffner sind sicher genug, in dem Fall bin ich gar nciht sicher ob die 40°C dann sehr real sind, oder ob das Thermometer sich in der Sonne nur so stark aufgeheizt hat....
Die 40°C sind sehr real, wenn man rein geht ist es wie in den Tropen, feucht und heiß, da rinnt einem der Schweiß herunter. Was ich eher interessant finde ist, dass die Nachttemperaturen immer ein zwei Grad unter denen liegen die ich vor dem Gewächshaus messe. Ich hätte es eher umgekehrt erwartet.
Die offene Fensterfläche ist halt im Vergleich zur Gesamtgröße des Gewächshauses doch sehr klein. Aber die Pflanzen lieben es. Die Tomaten haben innerhalb kürzester Zeit Bleistiftdicke Stengel bekommen und sehen so gesund und glücklich aus wie Tomaten nur aussehen können.
Was die Sorten betrifft bin ich noch in der Ausprobierphase. Es interessiert mich wie groß die Unterschiede wirklich sind. Ich schätze Mal mit der Zeit werden sich einige Favoriten herauskristallisieren, ein paar habe ich auch schon. Zum Beispiel eine kleine gelbe Coctailtomate die sehr braunfäuleresistent ist und im Herbst wenn die anderen Tomaten schon längst aufgegeben haben erst so richtig loslegt. Vom Geschmack her ist sie eher säuerlich und richtig schön tomatig, anders als die meisten anderen gelben Tomaten die ich bis jetzt kenne. Auch für Tomatensauce gibt sie einen sehr guten Geschmack und wertet durch Beimischung andere Tomatensorten auf. Sie wächst mehrtriebig, sehr buschig, wird mehrere Meter lang und ist kaum in Zaum zu halten. Bekommen habe ich die Samen in einer Mischung, deshalb weiß ich nicht wie sie heißt, tippe aber darauf, dass es eine gelbe Wildtomate ist. Die Früchte sind aber größer als die von Johannisbeertomaten.
Am liebsten würde ich ja gerne mal alle Tomatensorten kosten die es nur gibt (überhaupt sämtliche Obst und Gemüsesorten), aber so viel Platz die alle anzubauen habe ich definitiv nicht.