Dann werf ich mal ein paar Kombinationsansätze in die Runde, die mir in den letzten Jahren gut gefallen haben:
'Der König und sein Hofstaat' - im großen Landschaftsgarten eines Freundes sehr schön umgesetzt:
Gestaltet werden immer kleine Bereiche, die man, wenn man direkt vor dem Beet steht, als Ganzes wahrnimmt. Zwischen den Bereichen gibt es 'neutrale' Übergangszonen durch farblich Blattschmuckstauden oder Gräser. Man wählt eine auffällige Solitärpflanze - im o.a. Beispiel eine poppige bunte Tagliliensorte, kombiniere dazu farblich harmonische schlichte Taglilien mit anderer Blütenform, -größe und Stängelhöhe; bei kleinen Sorten kann man durchaus auch mehrere Pflanzen gruppieren. Dann wählt man dazu farblich passende gleichzeitig blühende Stauden mit anderen Blütenformen und Wuchshöhen und Blattschmuckstauden bzw. Gräser, um das Arrangement aufzulockern.
Angeordnet wird nach Gefühl - ungefähr so, als würde man eine Obstschale befüllen oder ein Blumengesteck machen.
- und als zweites Beispiel -
'Landschaften aus Farbe' - in einigen modern gestalteten Gärten gesehen, die Wirkung ist erstaunlich:
Man stelle sich eine vielfältige Landschaft vor mit Hügeln, Senken und z. B. einer Wasserfläche und verkleinere dieses Profil auf Beetgröße. Dann heißt es überlegen, welche Pflanzen die hügeligen Strukturen liefern können, welche 'Wälder' und welche Wasserläufe, Seen etc. Oft macht es Sinn, auch kleine Gehölze zu integrieren. Ein Teich aus blauen niedrigen Dauerblühern in mehreren Blautönen und darin 'Schilfrohr'-Inseln aus Gräsern hat mich besonders beeindruckt.
Nach diesem Konzept könnte man auch Farbverläufe oder Blütenwogen entlang eines Weges gestalten, für mutige ist auch ein 'loderndes' Feuer denkbar.
Selbstverständlich macht es auch bei diesen Kombinationsideen Sinn, die Bedürfnisse der gewählten Pflanzen so gut wie möglich abzudecken - das ist allerdings nicht der einzige oder Hauptgrund für die ausgewählten Pflanzengesellschaften.
LG