... Pflanzliste ist einfach ein Kunstfehler. Sowas hat mit Gartengestaltung nichts zu tun. Das ist Kittelschürzengärtnern.
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Seinen Garten kann jeder so gestalten wie es ihm gefällt und Geschmäcker sind verschieden
Da gibt es auch kein richtig und falsch oder gut und böse!
Wenn hier in der Gegend Tag der offenen Gartentüre ist, öffnet immer auch ein ganzes Dorf. Dort sind es meist nicht die Gartenarchtitektengärten, die besonders positiv herausstechen, sondern eher die liebevoll gestalteten von Gärtnern mit Kittelschürzen
Von allen Gärten hier im Forum würde zB ich am liebsten den Garten von Danilo´s Oma(vermutlich ohne Gartenarchitekturstudium) sehen.
Ich vermute, die wenigsten hier sind ausgebildete Gärtner. Wie du schon sagst, eine einheitliche Aussage kann man nicht machen, da jeder Garten anders ist und jeder Geschmack auch.
Bauerngärten haben oft eine lange Tradition, bestimmte Pflanzen werden immer wieder verwendet und auch die Kombination hat sich bewährt. Wer kennt nicht Rittersporn neben Pfingstrosen, Goldlack und Tulpen, Madonnenlilie, Fetthenne und Astern. Diese Gemeinschaft wird allerdings auch mit etwas Aufwand erkauft, die Bäuerin hat gehackt, geteilt, mit Mist gedüngt, Sträuße geschnitten. Die Aster musste regelmäßig in Zaum gehalten werden, damit sie nicht die Fetthenne überwuchert. Der Rittersporn musste gestäbt werden, rechtzeitig zurückgeschnitten werden. Goldlack musste verpflanzt werden, ggf. jedes Jahr neu ausgesät. Farbliche Harmonie war da eher nicht. Trotzdem schön, finde ich.
Kpc geht es aber um ein Kiesbeet, vielleicht sollten wir uns eher daran orientieren.
In einem Kiesbeet sollten die Pflanzen nach meiner Meinung auch einige Zeit alleine wachsen, ohne dass man ständig eingreifen muss.
Darunter fällt auch, dass die Nachbarpflanzen einigermaßen gleichstark wachsen sollten. Damit nicht wie oben, die wuchernde Aster die zarte Pflanze nebenan überwächst und niedermacht.
Auch eine extrem niedrige Pflanze sollte nicht neben ein Monster gesetzt werden. Hauswurz unter Stachys "Big Ears" geht nur selten lange gut.
Als einzige Lösung, um gute Partnerstauden herauszufinden, bleibt eigentlich nur das Ausprobieren.
Oder das Abschauen von bereits funktionierenden Pflanzengemeinschaften. Wo auch immer
