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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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|12|8|Für Nichtlateiner: Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, die Gelegenheit flüchtig, die Erfahrung trügerisch, das Urteil schwierig. (Hippokrates)

Titel Wilde Wiesen
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Autor Thema: Gärten und Gärtner in der Literatur  (Gelesen 8127 mal)

max.

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #60 am: 31. Mai 2005, 19:54:50 »

...Wenn mit dem Tage die Wag' ausgleichet die Stunden des Schlafes
Und in der Mitte verteilet für Licht und Dunkel den Erdkreis,
Übt, o Männer, die Stiere sodann, streut Gerst' in die Eb'nen
Bis zum äußersten Regen des unwirtschaftlichen Winters.
Auch den Samen des Leins und den Mohn der Herrscherin Ceres
Eile zu decken mit Erd'; und sogleich nun dränge die Pflugschar,
Weil es der trockene Boden vergönnt, und die Wolken noch hängen.
Bohnen im Lenze gesät; dich, medischer Klee, auch empfängt
Dann die gelockerte Furch', und es kommt der Hirse Bestellung,
Wenn der schimmernde Stier das Jahr mit goldenen Hörnern
Öffnet, und weichend der Hund dem drohenden Sterne hinabsinkt....

vergil, vom landbau
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Pimpinella

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #61 am: 31. Mai 2005, 20:37:59 »

Goldenes Zeitalter! Sehr schön, der Vergil!

Der Garten ist eher implizit in diesem Gedicht, vielleicht ist es ja auch ein Park oder aber eine Landschaft - aber es gehört hier rein:

Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

Friedrich Hölderlin
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riesenweib

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #62 am: 31. Mai 2005, 20:40:26 »

seehr anrührend! danke Pimpinella

lg, brigitte
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will bitte jemand meine tippfehler? Verschenke sie in mengen. danke ;-)

callis

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #63 am: 31. Mai 2005, 20:46:27 »

sehr interessant, Sauzahn. Ich muss doch mal Vergil auf deutsch lesen ;D

Pimpinella, das Hölderlin-Gedicht kenne ich seit der Schulzeit. Damals habe ich es noch ohne tieferen Zugang auswendig gelernt (lernen müssen ;)) Jetzt kann ich es nicht mehr ganz auswendig, dafür aber besser verstehen :)
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max.

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #64 am: 31. Mai 2005, 20:49:42 »

und das hier vielleicht noch, vom größten aller dichter?


Vom Abgrund nemlich haben
Wir angefangen und gegangen
Dem Leuen gleich, in Zweifel und Ärgerniß,
Denn sinnlicher sind Menschen
In dem Brand
Der Wüste
Lichttrunken und der Thiergeist ruhet
Mit ihnen. Bald aber wird, wie ein Hund, umgehn
In der Hizze meine Stimme auf den Gassen und Gärten
In denen wohnen Menschen
In Frankreich
Der Schöpfer
Frankfurt aber, nach der Gestalt, die
Abdruk ist der Natur zu reden
Des Menschen nemlich, ist der Nabel

Dieser Erde, diese Zeit auch
Ist Zeit, und deutschen Schmelzes.
Ein wilder Hügel aber stehet über dem Abhang
Meiner Gärten. Kirschenbäume. Scharfer Othem aber wehet
Um die Löcher des Felses. Allda bin ich
Alles miteinander. Wunderbar
Aber über Quellen beuget schlank
Ein Nußbaum und sich. Beere, wie Korall
Hängen an dem Strauche über Röhren von Holz,
Aus denen
Ursprünglich aus Korn, nun aber zu gestehen, bevestigter Gesang von Blumen als
Neue Bildung aus der Stadt, wo
Bis zu Schmerzen aber der Nase steigt
Citronengeruch auf und das Öl, aus der Provence, und es haben diese
Dankbarkeit mir die Gasgognischen Lande
Gegeben. Gezähmet aber, noch zu sehen, und genährt hat mich
Die Rappieriust und des Festtags gebraten Fleisch
Der Tisch und braune Trauben, braune und mich leset o
Ihr Blüthen von Deutschland, o mein Herz wird
Untrügbarer Krystall an dem
Das Licht sich prüfet wenn Deutschland
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Hortulanus

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #65 am: 31. Mai 2005, 21:50:59 »

Auf der Waage

Sprich: Sevilla... Sag: Granada
Lausche! Lass die Schalen tanzen,
die – wie Sonn und Mond die Erde –
Tag und Nacht das Jahr umschweben.

Sprich: Sevilla, maravilla...
Sprich: Murillo und Alcázar,
Segel, Guadalquivir...
Und noch einmal sprich: Sevilla.

Sag: Granada...Sag: Alhambra...
Sage: Darro und – de Falla...
Zambra tanzt dir die Gitana.
Warte! Lausche...Sag: Granada...

In den Gärten von Sevilla
Welkte Iris, winken Astern.
Abends trieben Nebelbarken
Auf dem Guadalquivir.

Doch Granada war ein Garten.
In dem Garten sprangen Wasser.
Aus den Wassern der Nevada
Trank Granada Glanz und Kraft.

Und Sevilla schien mir Abschied.
Und Granada war wie Anfang,
Ahnung, Atem...und war grün!
„Verde, que te quiero, verde!“

Grün die Zweige, grün die Hänge,
grün das Wasser aus den Brunnen,
grün am Abend noch das Blau des
matten Himmels. Grün die Nacht.

Lange stand ich, lange sah ich,
schlug den Blick wie eine Peitsche
um die Stadt, und die Sierra
warf den Peitschenknall zurück.

Lange sah ich,
lange stand ich,
nahm Granada in die Augen,
eh die Nacht
Granada nahm.

Rudolf Hagelstange „Corazon“ – Gedichte aus Spanien
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Querkopf

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #66 am: 31. Mai 2005, 22:20:47 »

Wer Gedichte zerpflückt, sollte keine lesen.

"Zerpflücke eine Blume, und jedes Blatt ist schön." (Bertolt Brecht)

Schöne Grüße
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Querkopf

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #67 am: 31. Mai 2005, 22:30:22 »

Die eine Rose

Die eine Rose überwältigt alles,
Die aufgeblüht ist aus dem Traum.
Sie rettet uns vom Grund des Falles.
Schafft um uns einen reinen Raum,
In dem nur wir sind und die Rose.
Und das Gesetz, das sie erweckt.
Und Tage kommen, reuelose.
Vom Licht der Rose angesteckt.

  Eva Strittmatter
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Querkopf

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #68 am: 31. Mai 2005, 22:44:17 »

Ich muss zumindest für meine Person bekennen: Literatur, in denen der Garten oder der Gärtner eine Rolle spielen, zumindest eine wesentliche, das literarische Werk bestimmende, habe ich ... weder in meinem Kopf noch in meinen Bücherregalen finden können. ...

Du hast ja schon Eichendorff zitiert - blättere doch auch mal in seinem "Taugenichts". Der gärtnert nämlich geraume Zeit fröhlich vor sich hin, und das hat für die Entwicklung der Novelle großes Gewicht ;)...

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Hortulanus

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #69 am: 01. Juni 2005, 06:13:27 »

Den Taugenichts habe ich nicht in meinen Regalen. War ich selber.

Aber Novellen, in denen Gärten bzw. die das Leben bestimmenden Arbeiten auf dem Acker, in den Weinbergen, mit den Früchten eine zentrale Rolle spielen, gibt es zuhauf. Insbesondere die mediterrane Literatur kennt dieses Thema sehr gut ( Bocaccio, von dem der beherzigenswerte Satz stammen soll: "Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, daß man nie genossen hat" sowie Pirandello, Lampedusa). Obwohl bei uns die Erde allzu oft als "heilig" galt, bleibt der fröhlichere Umgang mit ihr wohl eher den Südländern vorbehalten. Der Sonne wegen?
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Thomas

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #70 am: 03. Juni 2005, 01:18:41 »

Hölderlin mag ich sehr.

Und Günther Eich - zumindest in unserem Garten ist der Eichelhäher so oft, dass dieses Gedicht für mich dazu gehört:

Die Häherfeder

Ich bin, wo der Eichelhäher
zwischen den Zweigen streicht,
einem Geheimnis näher,
das nicht ins Bewusstsein reicht.

Es presst mir Herz und Lunge
nimmt mir schier den Atem fort,
es liegt mir auf der Zunge,
doch gibt es dafür kein Wort.

Ich weiß nicht, welches der Dinge
oder ob es der Wind enthält
Das Rauschen der Vogelschwinge
begreift es den Sinn der Welt?

Der Häher warf seine blaue Feder in den Sand
sie liegt wie eine schlaue
Antwort in meiner Hand.

Günther Eich

Es gibt noch ein schönes Gedicht von Eich zu diesem Thema: Tage mit Hähern. Habe auf die Schnelle keinen Text davon im Internet gefunden ...


Häherfedergrüße
Thomas
« Letzte Änderung: 03. Juni 2005, 01:19:26 von Thomas »
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Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.

Querkopf

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #71 am: 03. Juni 2005, 23:41:02 »

Hallo, Hortu,

Den Taugenichts habe ich nicht in meinen Regalen. War ich selber. ...

lohnt sich trotzdem unbedingt, diesen Text (mal wieder?) zu lesen - Eichendorffs romantischer "Taugenichts" erschließt eine völlig andere Welt, als gegenwärtige, real existierende (Ex-)Taugenichtse sie kennen ;) ;D...

Aber jetzt mal ernsthaft: Es hat schon gute Gründe, dass in der Literatur seit der Frühromantik wenig gegärtnert wird. Denn das Grundgefühl der Moderne ist schmerzhaftes Fremdsein, heilloses & unheilbares Unbehaustsein in der Wirklichkeit. Zahllose prominente Kunst-Beispiele dafür lassen sich anführen: Schlegels/Tiecks erschreckende "Waldeinsamkeit", Brentanos Suche nach vermeintlich harmonischeren vergangenen Volkskunst-Sphären, E.T.A. Hoffmanns bizarre Horrorfantasien "à la Jacques Caillot", Caspar David Friedrichs zum Fürchten leere Ruinenlandschaften, Müllers/Schuberts "Winterreise", Heines bittere Exil-Perspektive, Jean Pauls Ironie... Von dort führt die Linie weiter zu den gescheiterten bürgerlichen Existenzen eines Raabe, Fontane oder Storm (in der englischen oder französischen Literatur gibt es parallele Tendenzen). Und wo Figuren wie der heimatlose "Wanderer", der unfreiwillig ruhelose Fliegende Holländer oder der rätselhafte Findling Kaspar Hauser Topoi sind, ist für Gärtner-Gestalten kein (literarischer) Raum. Sind Gärtner doch – von der Sache her – sesshaft, haben es zudem mit Kontinuität über Generationen oder doch wenigstens mit dem Glauben daran. Gärtner verkörpern eine vor-moderne Welt, die Industrialisierung & Urbanisierung aus den Angeln gehoben haben; und Literatur reagiert nun einmal seismografisch auf solche gesellschaftlichen Prozesse.
 
... Obwohl bei uns die Erde allzu oft als "heilig" galt, bleibt der fröhlichere Umgang mit ihr wohl eher den Südländern vorbehalten. Der Sonne wegen?
Wenn man genau hinsieht, ist das gar nicht so "fröhlich" bei Pirandello, Lampedusa, Pavese & Co.. Klar, in agrarisch geprägten Sozialstrukturen ist ländliches Leben auch literarisches Thema; aber auch da kann man die Bruch-Linien, Erosionen, Abgründe nicht übersehen. Die Novellen z. B. Bocaccios repräsentieren (noch) andere, gewissere Lebensweisen, sie sind ja auch Jahrhunderte älter...

(Fortsetzung)
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Querkopf

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #72 am: 03. Juni 2005, 23:52:37 »

Doch auch in jüngerer Literatur gibt es Ausnahme-Texte, in denen Harmonie aufscheint zwischen Mensch und Natur bzw. gärtnerischer Kultur-Natur. Einen der schönsten zitiere ich mal. Allerdings kommt seine Sprachmusik selbst in guten deutschen Übertragungen nicht zum Klingen (pardon, liebe Übersetzer und Dolmetscher hier im Forum, aber es ist so) – also muss das Original her. Und sage jetzt bloß keine/r "aha, Fronkreisch, la méditerranée", denn dieser Autor ist in der von Montanindustrie verhunzten Landschaft Lothringens aufgewachsen.

Ein wunderbares Gedicht, das vor allem Hütern großräumiger Gehölzgärten mit Teich zusagen müsste ;) ;D...

La lune blanche
Luit dans les bois;
De chaque branche
Part une voix
Sous la ramée...

O bien-aimée.

L’étang reflète,
Profond miroir,
La silhouette
Du saule noir
Où le vent pleure...

Rêvons, c’est l’heure.

Un vaste et tendre
Apaisement
Semble descendre
Du firmament
Que l’astre irise...

C’est l’heure exquise.

(Paul Verlaine)

Auf Deutsch, sehr ungefähr ;):

Das Mondlicht blinkt
mit weißem Glaste;
ein Flüstern sinkt
von jedem Aste
leis auf uns zu...

Geliebte du.

Den Teich erfüllt
wie sanfte Seide
das Spiegelbild
der dunklen Weide,
Wind weint in Bäumen...

Komm, lass uns träumen.

Auf weite Welt
scheint holdes Schweigen
vom Sternenzelt
herabzusteigen,
wo Leuchten wacht...

O süße Nacht.

(Übertragung: Hannelise Hinderberger)

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #73 am: 04. Juli 2005, 18:21:01 »

diesmal etwas sehr handfest-bäuerliches,
aber immerhin von vergil. ich habe leider nur die englische übersetzung finden können.

moretum
ALREADY had the night completed ten
Of winter's hours, and by his crowing had
The winged sentinel announced the day,
When Symilus the rustic husbandman
Of scanty farm, solicitous about
The coming day's unpleasant emptiness,
Doth slowly raise the limbs extended on
His pallet low, and doth with anxious hand
Explore the stilly darkness, groping for
The hearth which, being burnt, at length he finds.
I' th' burnt-out log a little wood remained,
And ashes hid the glow of embers which
They covered o'er; with lowered face to these
The tilted lamp he places close, and with
A pin the wick in want of moisture out
Doth draw, the feeble flame he rouses up
With frequent puffs of breath. At length, although
With difficulty, having got a light,
He draws away, and shields his light from draughts
With partially encircling hand, and with
A key the doors he opens of the part
Shut off to store his grain, which he surveys.
On th'earth a scanty heap of corn was spread:
From this he for himself doth take as much
As did his measure need to fill it up,
Which ran to close on twice eight pounds in weight
He goes away from here and posts himself
Besides his quern,' and on a little shelf
Which fixed to it for other uses did
The wall support, he puts his faithful light.
Then from his garment both his arms he frees;
Begirt was he with skin of hairy goat
And with the tail thereof he thoroughly
Doth brush the stones and hopper of the mill.
His hands he then doth summon to the work
And shares it out to each, to serving was
The left directed and the right to th' toil.
This turns about in tireless circles and
The surface round in rapid motion puts,
And from the rapid thrusting of the stones
The pounded grain is running down. At times
The left relieves its wearied fellow hand,
And interchanges with it turn about.
Thereafter country ditties doth he sing
And solaces his toil with rustic speech,
And meanwhile calls on Scybale to rise.
His solitary housekeeper was she,
Her nationality was African,
And all her figure proves her native land.
Her hair was curly, thick her lips, and dark
Her colour, wide was she across the chest
With hanging breasts, her belly more compressed,
With slender legs and large and spreading foot,
And chaps in lengthy fissures numbed her heels.
He summons her and bids her lay upon
The hearth some logs wherewith to feed the fire,
And boil some chilly water on the flame.
As soon as toil of turning has fulfilled
Its normal end, he with his hand transfers
The copious meal from there into a sieve,
And shakes it. On the grid the refuse stays,
The real corn refined doth sink and by
The holes is filtered. Then immediately
He piles it on a board that's smooth, and pours
Upon it tepid water, now he brought
Together flour and fluid intermixed,
With hardened hand he turns it o'er and o'er
And having worked the liquid in, the heap
He in the meantime strews with salt, and now
His kneaded work he lifts, and flattens it
With palms of hand to rounded cake, and it
With squares at equal distance pressed doth mark.
From there he takes it to the hearth (ere this
His Scybale had cleaned a fitting place),
And covers it with tiles and heaps the fire
Above. And while Vulcanus, Vesta too,
Perform their parts i' th' meantime, Symilus
Is not inactive in the vacant hour,
But other occupation finds himself;
And lest the corn alone may not be found
Acceptable to th' palate he prepares
Some food which he may add to it. For him
No frame for smoking meat was hung above
The hearth, and backs and sides of bacon cured
With salt were lacking, but a cheese transfixed
By rope of broom through mid-circumference
Was hanging there, an ancient bundle, too,
Of dill together tied. So provident
Our hero makes himself some other wealth.
A garden to the cabin was attached,
Some scanty osiers with the slender rush
And reed perennial defended this;
A scanty space it was, but fertile in
The divers kinds of herbs, and nought to him
Was wanting that a poor man's use requires;
Sometimes the well-to-do from him so poor
Requested many things. Nor was that work
A model of expense, but one of care:
If ever either rain or festal day
Detained him unemployed within his hut,
If toil of plough by any chance was stopped,
There always was that work of garden plot.
He knew the way to place the various plants,
And out of sight i' th' earth to set the seeds,
And how with fitting care to regulate
The neighbouring streams. And here was cabbage, here
Were beets, their foliage extending wide;
And fruitful sorrel, elecampane too
And mallows here were flourishing, and here
Was parsnip,' leeks indebted to their head
For name, and here as well the poppy cool
And hurtful to the head, and lettuce too,
The pleasing rest at end of noble foods.
[And there the radish sweet doth thrust its points
Well into th' earth] and there the heavy gourd
Has sunk to earth upon its belly wide.
But this was not the owner's crop (for who
Than he more straightened is?). The people's 'twas
And on the stated days a bundle did
He on his shoulder into th' city bear,
When home he used to come with shoulder light
But pocket heavy, scarcely ever did
He with him bring the city markets' meat.
The ruddy onion, and a bed of leek
-For cutting, hunger doth for him subdue-,
And cress which screws one's face with acrid bite,
And endive, and the colewort which recalls
The lagging wish for sexual delights.
On something of the kind reflecting had
He then the garden entered, first when there
With fingers having lightly dug the earth
Away, he garlic roots with fibres thick,
And four of them doth pull; he after that
Desires the parsley's graceful foliage,
And stiffness-causing rue,' and, trembling on
Their slender thread, the coriander seeds,
And when he has collected these he comes
And sits him down beside the cheerful fire
And loudly for the mortar asks his wench.
Then singly each o' th' garlic heads be strips
From knotty body, and of outer coats
Deprives them, these rejected doth he throw
Away and strews at random on the ground.
The bulb preserved from th' plant in water doth
He rinse, and throw it into th' hollow stone.
On these he sprinkles grains of salt, and cheese
Is added, hard from taking up the salt.
Th' aforesaid herbs he now doth introduce
And with his left hand 'neath his hairy groin
Supports his garment;' with his right he first
The reeking garlic with the pestle breaks,
Then everything he equally doth rub
I' th' mingled juice. His hand in circles move:
Till by degrees they one by one do lose
Their proper powers, and out of many comes
A single colour, not entirely green
Because the milky fragments this forbid,
Nor showing white as from the milk because
That colour's altered by so many herbs.
The vapour keen doth oft assail the man's
Uncovered nostrils, and with face and nose
Retracted doth he curse his early meal;
With back of hand his weeping eyes he oft
Doth wipe, and raging, heaps reviling on
The undeserving smoke. The work advanced:
No longer full of jottings as before,
But steadily the pestle circles smooth
Described. Some drops of olive oil he now
Instils, and pours upon its strength besides
A little of his scanty vinegar,
And mixes once again his handiwork,
And mixed withdraws it: then with fingers twain
Round all the mortar doth he go at last
And into one coherent ball doth bring
The diff'rent portions, that it may the name
And likeness of a finished salad fit.
And Scybale i' th' meantime busy too
He lifted out the bread; which, having wiped
His hands, he takes, and having now dispelled,
The fear of hunger, for the day secure,
With pair of leggings Symilus his legs
Encases, and with cap of skin on 's head
Beneath the thong-encircled yoke he puts
Th' obedient bullocks, and upon the fields
He drives, and puts the ploughshare in the ground.

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max.

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Re:Gärten und Gärtner in der Literatur
« Antwort #74 am: 06. Juli 2005, 15:11:19 »

@sauzahn,
interessantes gedicht, das! vielleicht kein großer poetischer
wurf, zumindest nicht in der bieder - gestelzten englischen übersetzung (offenbar 18. jahrhundert), aber spannend daran
 ist zu sehen, daß es um die zeit jesu christi wohl auch schon eine großstädtisch- müde sehnsucht nach dem einfachen landleben gab und die verklärung desselben.
das ist ja auch aus dem kurzen ausschnitt aus der "georgica"
deutlich geworden, die du neulich gepostet hast. vielleicht sollte mal ein wirklich gebildeter forumsteilnehmer sich dazu äußern. aber nett von dir, daß du den anstoß gegeben hast.
gruß
sauzahn
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