Vielleicht hilft das folgende die Verwirrung etwas zu entwirren :-)
Die Angaben für Dioscorea nipponica bei google stammen hauptsächlich von pharmazeutischen Betrieben oder Labors. Wahrscheinlicher handelt es sich dabei um Dioscorea japonica, wobei dann Dioscorea nipponica nur ein Synonym ist (falls das überhaupt ein gültiger lat. Name sein sollte, darüber habe ich leider keine eindeutigen Infos gefunden). Dioscorea japonica ist jedenfalls vollkommen winterhart in Zentraleuropa (ab USDA Zone 7) und bildet normalerweise keine Bulbillen.
Dioscorea albanica ist wohl ebenfalls keine gültige Bezeichnung, sondern (wenn überhaupt) nur ein Synonym zu Dioscorea balcanica, der einzigen in Südosteuropa heimischen Art. Diese bildet in den Achseln einige kleine Bulbillen, die leicht zu Pflanzen heranzuziehen sind. Auch diese Art ist in Zentraleuropa winterhart (ab USDA Zone 7).
Dioscorea villosa ist das nordamerikanische Gegenstück zur vorderasiatischen Dioscorea caucasica und von dieser nur sehr schwer zu unterscheiden, wenn man nicht die genaue Herkunft des Saatgutes oder der Mutterpflanze kennt. Dioscorea caucascia hat breitere Blätter als Dioscorea villosa, deren Blätter eher schmal herzförmig sind. Beide Arten bilden keine Brutknollen in den Blattachseln, dafür setzen sie aber frei ausgepflanzt zahreiche Samenkapseln an. Beide sind ebenfalls vollkommen winterhart in Zentraleuropa (ab USDA Zone 6).
Dioscorea batatas wird in den Tropen weit verbreitet wegen der stärkreichen Wurzelknollen angebaut und bildet kleine Bulbillen in den Achseln. Sie ist von Natur aus nicht ausreichend winterhart, kann aber normale und nicht strenge Winter mit einer ausreichend dicken Mulchdecke als zusätzlichen Schutz im Garten überstehen. Sie braucht aber einen sehr tiefgründigen, humosen und gut wasserduchlässigen Boden, da die Knollen 50cm und mehr an Länge erreichen können.
Dioscorea bulbifera ist eine rein tropische Art, die am besten im Wintergarten oder Gewächshaus in einem Kübel gezogen wird. Sie bildet sehr große Bubillen in den Achseln (bis zu 500g und mehr), die wie Kartofelln Verwendung finden, daher auch der Name "Luftkartoffel" . Diese Art bildet eine eher runde Wurzelknolle, die am Naturstandort halb aus der Erde ragen kann.
Die Unterscheidung der einzelnen Arten dieser großen Gattung ist aber immens schwierig, wenn wie gesagt nicht die genaue Herkunft der Mutterpflanzen oder des Naturstandortes von wild gesammelten Saatgut bekannt ist. Jedenfalls sind die winterharten Arten sehr schöne, raschwüchsige Ranker für den Garten, die keinen Hang zur unkontrollierten Vermehrung haben, wie dies bei den meisten (sub)tropischen Arten der Fall ist, die wie z.B. auf Hawaii Dioscorea bulbifera und Dioscorea batatas ganze Wälder binnen weniger Jahre eingenommen und schwer geschädigt haben.