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Autor Thema: Eine Ode an die Quitte  (Gelesen 30846 mal)

Silvia

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #180 am: 21. Oktober 2004, 09:30:46 »

Meine Ernte betrug 15 Eimer.

Donnerwetter! :o
Danke für den Tipp mit der Bodenlockerung. Und 4 m hoch und breit nach 20 Jahren ist ein gutes Maß. :)
Ist es auch eine Apfelquitte?

LG Silvia
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Nina

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #181 am: 21. Oktober 2004, 09:36:42 »

Nur zur Info:
Meine portugisische Birnenquitte ist nach 3 Jahren schon 3m hoch.
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Iris

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #182 am: 21. Oktober 2004, 09:39:34 »

Meine Ernte betrug 15 Eimer. Die Hälfte davon wanderte gleich auf den Kompost: Fruchtfleisch verbräunt.
Das soll möglicherweise an verdichtetem Boden liegen. Silvia, Du kannst es noch richtig machen und den Boden gut lockern. Bei mir ist es wohl zu spät.

Nicht unbedingt. Sicher ist eine gute Vorarbeit Gold wert und der sinnvollste und schnellste Weg. Aber auch jetzt kannst du noch einiges machen. Machen lassen, um genau zu sein.
Ich hatte in Ansbach drei Jahre einen Garten mit völlig verdichtetem Lehm-/Tonboden. Und wie du einen älteren Baumbestand. Wichtig ist, dass du unordentlich wirst. Lasse Laub und dürre Ästlein vor allem um die Quitte herum liegen. Dann geht im Herbst/Winter/Frühjahr darunter die Post ab. Du wirst sehen, dass sich innerhalb weniger Jahre, wenn du regelmäßig nicht alles wegräumst, der Boden lockert und eine krümeligere, humosere Strucktur annimmt. Auch in etwas tieferen Schichten, wo du eigentlich nichts eingearbeitet hast. Das machen die Regenwürmer und was weiss ich für Viehcher für dich. Und wenn du magst, dann kannst du noch immer mal wieder etwas Sand auf die Erde um die Quitte streuen und eintragen lassen. Ich bin sicher, dass zumindest der Boden sich innerhalb von ca. 5 Jahren auf jeden Fall wesentlich gebessert haben wird. Ob sich dann das Fruchtfleisch auch bessert weiss ich nicht. Wusste nicht, dass das mit dem braunen Fruchtfleisch bei Quitten mit dem verdichteten Boden zusammenhängt. Aber jetzt wo du es sagst: das Problem hatte ich in Ansbach auch anfangs bei meiner Quitte. Die war aber sowieso etwas ungünstig gestanden: vollschattig und nicht gut geschnitten (viel zu sehr auf Fruchtansatz, hat daher viele viele kleine Früchte gemacht). Das ist im Laufe der drei Jahre etwas besser geworden, weil ich sie ausgelichtet und nicht mehr "beschnitten" habe.

Grüße
Iris
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bernhard

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #183 am: 21. Oktober 2004, 09:42:50 »

noch eine info:
Zitat
Fruchtfleisch verbräunt.
... dies ist bei quitten jedenfalls auch sortenabhängig!!
diesbezgl. zur konstantinopeler apfelquitte aus schirmer :
"fruchtfleisch hellgelb, zart, fein säuerlich, sehr selten auch grobzellig, gelegentlich fleischbräune"
erfahrung der autorin:
"fruchtfleisch feinkörnig, hellgelb, zt verhältnismäßig saftig, säuerlich, wenig steinzellen, sehr gut zu verarbeiten, mindestens bis dezember lagerfähig!!!!"

.... sag ich ja: nicht übel!
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2004, 09:43:09 von bernhard »
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Konstruktiven Gruß,
Bernhard

Silvia

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #184 am: 21. Oktober 2004, 09:50:27 »

Zum Schnitt nochmal: Irgendwo habe ich gestern im Internet noch gelesen, man soll besonders am Anfang schneiden und waagerechte Zweige ziehen, damit sich Fruchtholz bildet, später nicht mehr.

Ich will ja gar nicht so viele Früchte. Was passiert denn, wenn ich gar nicht groß schneide? Nur das, was stört?

LG Silvia
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Nina

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #185 am: 21. Oktober 2004, 13:05:38 »

Baumschuler Sepp hatte mir gesagt, daß der Wuchs am schönsten wäre ohne Schnitt. :)
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Wolfgang

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #186 am: 21. Oktober 2004, 13:23:50 »

Meine (Apfelquitte!) wuchs ohne Schnitt wunderbar bizarr (meine Vorbewohner, Diplomaten, wechselten so schnell, dass sie sich vermutlich nicht mal eine Schere kaufen konnten; nur einen in den Weg ragenden Trieb haben sie brutal versägt und ihm eine Pilzinfektion beschert) und trug reichlich. Mir war sie zu groß, weil ohne Sinn und Verstand zu nah am vormals wohl nie gebrauchten Sitzplatz gepflanzt, und dann auch zu verwachsen. Also schnitt ich vier DavidBeckhamWadendicke Triebe heraus und kürzte die übrigen ein. Seitdem muss ich fast jedes Jahr nachschneiden und auf die Wunden achten, aber sie blüht und trägt üppig, sieht jedoch winters nicht mehr so schön aus.
Wenn es geht, würde ich auf Schnitt verzichten.
Danke für den Tipp mit dem Boden. Mal sehen, was möglich ist; der Standort liegt, wie gesagt, neben dem Sitzplatz und, wie fast alles bei mir, am Hang.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2004, 13:29:12 von Wolfgang »
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Nina

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #187 am: 21. Oktober 2004, 13:32:10 »

Zitat
DavidBeckhamWadendicke Triebe

Köstlicher Ausdruck, Wolfgang! ;D
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bernhard

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #188 am: 21. Oktober 2004, 15:26:12 »

so, heute habe ich schnell mal "geerntet", da sie schon am baum geduftet hat und der flaum wirklich gaaanz leicht abging und sie schon quittegelb ist. vorher hab ich noch sicherungsfotos ;) am baum gemacht!

allerdings jetzt hier ein vergleichsbild der vranja und von lisl apfelquitten, damit man sich das besser vorstellen kann. ich will nochmal darauf hinweisen, dass lisl quitten lt. ihren angaben heuer besonders groß sind. meine vranja steht ja heuer erst das 1. jahr, daher blieb die einzige frucht auch relativ "klein" und bleibt mit 394 g deutlich hinter den möglichkeiten von 900 - 1000 g zurück.

das alles hat jetzt nichts mit der qualität oder dem geschmack der frucht zu tun. ich mache das hier nur, damit man sich das mal live vorstellen kann, welche unterschiede es da gibt.

lisl, deine quitten duften jetzt auf meinem monitor ..... :D
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Bernhard

Iris

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #189 am: 21. Oktober 2004, 18:33:22 »

Baumschuler Sepp hatte mir gesagt, daß der Wuchs am schönsten wäre ohne Schnitt. :)

Hat Sepp das wirklich prinzipiell und zu Quitten gemeint? :-\. Ich habe eine völlig ungeschnittene Birnenquitte gesehen und fand ihren Wuchs nicht gerade berauschend! Die Zweige wären mir zu dicht gewesen, das Ganze sah eher aus wie ein dichter, undurchdringlicher Busch (was ja auch - glaube ich - der Fall war). Auch die schöne Rinde kommt bei so einem Wuchs nicht zur Geltung. Ich würde bei meiner Quitte je nach Wuchsentwicklung schon auslichten und die ersten Jahre dafür sorgen, dass ein schönes Grundgerüst entsteht - wenn sie das von alleine täte um so besser.

Aber ich würde keine oder nur sehr wenige, auserlesene Zweige einkürzen (wie es im "klassischen" Obstbaumschnitt ja oft getan wird). Eine Quitte nicht schneiden, wie man es immer zu Äpfeln liest...

Einer von Anfang an völlig ungeschnittenen Quitte traue ich zu, eher dickichtartig zu wachsen, in Richtung Weissdorn und Schlehen (halt nur nicht ganz so "schlimm") und die Äste zu dicht anzulegen. Dementsprechend werden die Früchte nicht so viel Sonne abbekommen, werden nicht so schön gesehen, der Baum wirkt nicht so elegant und die Früchte schmecken auch nicht so gut.

Natürlich sollte man immer im Hinterkopf haben, dass jeder Schnitt auch wieder neues Wachstum hervorrufen kann und in der Regel auch tut - daher schonend schneiden und wie schon gesagt: nur die ersten zwei, drei Jahre und später nur im Notfall. Und deswegen würde ich auch nicht einkürzen, um nicht noch mehr Augen anzuregen. Nach dem Schnitt ist dem Baum Aufmerksamkeit in Hinsicht der Bildung von Wasserschossen zu schenken. Diese sollten dann so bald es geht immer wieder entfernt oder je nach Wunsch vereinzelt werden. Aber gerade in dem jungen Alter geht der Saft ja nicht in solche Wasserschosse, sondern in die Triebe, die noch bleiben und die die schöne Krone bilden sollen.

Zu Silvias Frage: am Anfang würde ich (s.o.) eventuell schneiden, um einen eleganten Baum (Bäumchen) zu bekommen. Zweige würde ich nur leicht waagerecht binden/stäben etc., wenn sie von sich aus zu steil nach oben wachsen (wie ich es auch bei Quittenheistern schon gesehen habe) und ich eine hübsche, eher schirmförmige Krone möchte. Aber bei Quitten würde ich nichts tun, um Fruchtholz zu bekommen ::). Zumindest nicht, wenn ich an dem Bäumchen viele Jahre Freude haben möchte und nicht auf eine Megaernte angewiesen bin.
Bei meiner ehemaligen Quitte (hihi: Ex-Quitte) in Ansbach wurde immer auf Fruchtholz geschnitten. Das finde ich bei Quitten eigentlich immer kontraproduktiv, egal in welchen Jahren ihres Lebens man das tut. Wenn das aber einmal praktiziert wurde, kommt man nur ganz schwer wieder ganz vom Schnitt weg. Denn wie Wolfgang schon sagt: gerade bei älteren Bäumen ist nach dem Schnitt noch mehr Schnitt erforderlich.

Dem Statement von Wolfgang widerspricht das Obige nicht. Wenn man so eine alte Quitte ansieht, sieht man natürlich nicht mehr, ob in den ersten drei Jahren da einige Äste zur Korrektur herausgenommen wurden und z.B. ein schöner Stamm rausgebildet wurde. Wie gesagt: schaut euch den Baum an, den ihr schneidet!

Wolfgang: wenn du Angst hast, dass das Laub etc. abrutscht, dann sind die Zweiglein zwischendrin um so wichtiger ;).

Hihi Bernhard: du sagst es ja selbst: das alles hat nichts mit Geschmack und Qualität und so zu tun. Vor etlichen Jahren habe ich mal eine Werbung zu irgendwas gesehen: Schwarz-Weiss-Bild einer hinreißenden M. Monroe, mit dem auffliegenden Rock wie wir es alle kennen. Untendrunter stand: "1,63 m groß - Es kommt nicht immer auf die Größe an" oder so ähnlich ;D.

Große Grüße
Iris

P.S: Habe noch einige Korrekturen vorgenommen, weil meine Text sonst etwas missverständlich war ::).

« Letzte Änderung: 21. Oktober 2004, 18:48:57 von Iris »
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Nina

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #190 am: 21. Oktober 2004, 18:36:35 »

Die Vranja kann wirklich 1Kg-Früchte produzieren? :o
Wie halten denn die Äste das aus? :-\
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Nina

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #191 am: 21. Oktober 2004, 18:42:21 »

Baumschuler Sepp hatte mir gesagt, daß der Wuchs am schönsten wäre ohne Schnitt. :)

Hat Sepp das wirklich prinzipiell und zu Quitten gemeint? :-\.

Ich hatte ihn gefragt, ob ich bei meiner Quitte etwas mit Schnitt machen müßte und er hat gesagt, daß sie sich am schönsten ohne Schnitt entwickeln würde. Ob das jetzt prinzipiell oder nur auf meine bezogen ist weiß ich nicht. :-\
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Iris

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #192 am: 21. Oktober 2004, 18:52:35 »

Ach so, deine war ja Baumschulware und schon etwas älter. Da war der Schnitt ja schon baumschulmäßig gelaufen und er hat sie gesehen. Ich glaube, bei deiner hat er Recht. Werde sie mir aber ja sowieso bei Gelegenheit noch mal ansehen ;).

Grüße
Iris
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bernhard

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #193 am: 21. Oktober 2004, 18:54:15 »

@ iris: größe und qualität ist natürlich noch besser *scherz* nein ... ich habe den scan nur reingestellt um die immense variationsbreite der quitten hinsichtlich der früchte zu zeigen. so unterschiedlich die formen der früchte (rein optisch), so unterschiedlich sind die eigenschaften und qualitäten der sorten (die natürlich nix mit der fruchtgröße zu tun haben). bei vranja sollen die eigenschaften s.oben aber trotzdem sehr positiv zein. das bild vermittelt mE sehr gut diesen vielfaltsaspekt.

@nina: kein problem. die frucht hängt total fest am ast, der sich - zumindest bei meiner 8) - in einer angemessenen stärke entwickelt. am letzten ende mit einer leichten verholzenden biegung. die 900 - 1000 kg gelten für die größten früchte an etablierten bäumen. nicht alle quitten werden so groß. lt. berichten aber doch einige!
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Bernhard

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #194 am: 21. Oktober 2004, 18:56:58 »

Die Vranja kann wirklich 1Kg-Früchte produzieren? :o
Wie halten denn die Äste das aus? :-\

Hihi, die aufmerksame Leserin Bernhards Schwärmerein ist klar im Vorteil ;D:
'vranja' ist jedenfalls züchtungsgeschichtlich (relativ alt (vorvoriges jahrhundert), aus serbien) interessant, als gehölz sehr gesund, lt. literatur soll die frucht ausgezeichnet im aroma sein, außerdem bringt sie die größten quittenfrüchte (bis 1000 g je frucht hervor). wenn gleich die größten früchte jeweils zur fleischbräune neigen, ist dann schon schluß mit negativem.
features laut schirmer (nebst der allg. schönheit des quittengehölzes):
groß, gut lagerfähig, selbstfruchtbar, starker wuchs, wenig empfindlich gegen witterungsunbill, stoß u. fäulnis. und besonders wichtig: fällt laut krüssmann auch bei wind nicht ab.

lt literatur soll sich bei ihr der filz bei reife verlieren.

Grüßle
Iris
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