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Autor Thema: Eine Ode an die Quitte  (Gelesen 29862 mal)

bernhard

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #240 am: 17. November 2004, 01:53:16 »

Zitat
Noch eine Sortenfrage: Kennt jemand 'Wudonia' und 'Radonia'? Es sind wohl Sorten aus der DDR.

Söcknick-Scholz spart sie aus. Doch das wunderbare schirmerbuch weiß bescheid:

Radonia:
Birnenquitte
auslese aus radebeul ->name: RAdebeul und CyDONIA, seit 1980 im handel
wuchs stark, kompakt, strauchartig, stark verzeweit, attratktiver busch
guter ertrag bei reife bis mitte X
340 g - 750 g schwere früchte, guter duft, goldgelb, braun berosteter stielansatz, breibauchig, größte breite in fruchtmitte, zum kelch wenig schmäler werdend, kelch kaum eingesent, ......
fruchtfleisch ist gelblich-weiß, feinkörnig, zt etwas hart. einige steinzellen, gelegentlich fleischbräune, haltbarkeit 4-6 wochen, gut für saft
teilweise selbstfruchtbar, oft mit 'rea's mammoth' verglichen

Wudonia:
Apfelquitte
Auslese in Wurzen -> Name: WUrzen und CyDONIA), seit 1970 im Handel
mittelstarker wuchs, holz relativ frosthart
hoher regelmäßiger ertrag
Reife anfang bis mitte X, 6-8 wochen lagerfähig
160 g - 370 g schwere früchte, flachkugelig, mit kurzem grünen od. braunen, erhabenen halsstumpf. gelgentl. mit fünf deutlichen furchen, die vom kelch zum stiel verlaufen. stumpfer stielansatz auch bei reife lange grün bleibend ...... farbe: hellgoldgelb, besonnte früchte: orangebraune deckfarbe, filzig behaart
fruchtfleisch gelb, fest, aromatisch, um d. kernhaus herum etwas steinzellig, gut lagerfähig, teilw. bis Februar (!!!!!!)
transportfest, gut zu pflücken, gut f. saft. gutes aroma, etwas trockenheitsemmpfindlich, daher bei trockenheit unbedingt wässern, eventuell generativ aus konstantinopeler enstanden.

beide sorten sind im schirmer buch auch mit halbseitigem foto abgebildet!

.... es bestätigt sich wieder mal:
die sorten könnten unterschiedlicher nicht sein, .... faszinierend. :D
das buch könnte besser nicht sein, .... anregend. 8)

« Letzte Änderung: 17. November 2004, 01:54:53 von bernhard »
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Bernhard

bernhard

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #241 am: 17. November 2004, 16:36:39 »

robert .... bringt dich das weiter?

verlieren eure cydonias schon das laub? bei mir ist bisher nur die apfelquitte von angers gelb geworden. vranja und konsorten sind grün ...... ohne anzeichen einer verfärbung!
« Letzte Änderung: 17. November 2004, 16:38:36 von bernhard »
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Bernhard

Re-Mark

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #242 am: 17. November 2004, 16:53:07 »

Ja, das ist doch schonmal eine Information. Danke, Bernhard!

Wenn es nicht zu unverschämt ist... Könntest du bei Gelegenheit auch die entsprechenden Passagen für die Portugieser, die Konstantinopler und evtl. Vranja posten? Dann könnte man die Sorten direkt vergleichen. Wenn ich mir die Angaben z.B. zur Portugieser aus anderen Quellen suche, weiß ich nicht, wie vergleichbar sie sind.
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brennnessel

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #243 am: 17. November 2004, 17:15:00 »

Meine Quitte hat mit dem Schnee der letzten Woche einen Großteil ihres goldenen Laubes fallen lassen! Dafür sah ich heute bei einer Wanderung 2 Wildkirschenbäume, die ihr noch total grünes Laub dran haben! Ist wohl auch nicht normal ..... ???
LG Lisl
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bernhard

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #244 am: 18. November 2004, 18:11:31 »

du glückliche, lisl. bei mir sind sie noch so richtig sommergrün (mit ausnahme der apfelquitte von angers). auch die minus 4 grad von vorgestern (die zb meine männliche maclura pomifera entlaubten) haben nichts erkennbares bewirkt. und sie sagen ab samstag schneefall an .... da muss ich wohl auf der hut sein.

zu roberts wünschen:

hier mal die infos zu 'Vranja' :

Birnenquitte
auch unter Vrania oder Riesenquitte von Vranja bekannt
entstand im vorigen vorvorigen jahrhundert (1898). serbien. durch züchter nenadovic in der stadt vranja
wächst stark und aufrecht
meist hoher ertrag, ob früh oder spät einsetztend, darüber ist sich die literatur nicht einig, jedenfalls überdurchschnittlicher ertrag
reife: anfang bis mitte X
fürchte zwischen 250 - 570 g, auch bis 1000 g. (das gewicht meiner ersten frucht ist weiter vorne einzusehen), stielansatz kann braun berostet sein (war bei meiner der fall), unregelmäßig geformt, meist rund kegelförmig gestumpft, kelchbauchig u. gelegentlich glockenförmig od. konisch zulaufend zum stielansatz.
kelcheinsenkung mitteltief, unregelmäßig, großwarzig, mit engen, unregelmäßigen rippen. schale glatt, aber auch wulstig uneben, goldgelb. der starke filz verliert sich bei der reife.
fruchtfleisch: hellgelb, hart, geinkörnig. mittlere steinzellen, vor allem um das kernhaus.
große früchte neigen gerne zur fleischbräune, sonst gut lergerfähig, guter duft, gut geeignet zum brennen, selbstfruchtbar, etwas frostempfindlich
wei verbreitet vom balkan bis D,

weiters steht die behauptung im raume, sie sei mit berecki und lescovac identisch. dies trifft nicht zu. sie wächst stärker als lescovac, ist wenig empfindlich gegen witterungsunbilden, stoß und fäulnis, fällt auch nicht bei wind ab (krüssmann)

das die nicht abfällt kann ich bestätigen. die hält wie angeschweißt. zur druck- bzw. stoßempfindlichkeit: bei stoß bildet sich schnell ein brauner fleck. dieser wird aber bald durch eine art barrierezone kompartimentiert und fault nicht weiter. siehe bild unten!

wie immer aus dem wunderbaren und empfehlenswerten buch Die Quitte - Eine fast vergessene Obstart von monika schirmer! Quittenfans, die dieses Werk noch nicht haben, sollten es sich zu Weihnachten wünschen .....
« Letzte Änderung: 19. November 2004, 08:10:34 von bernhard »
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Bernhard

brennnessel

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #245 am: 18. November 2004, 18:53:06 »

Muss da nach dem heutigen Gartenbesuch ein wenig was korrigieren:
Mein Quittenbaum hat noch mehrere beblätterte junge Triebspitzen . Die wuchsen irgendwann mal im Sommer, es gab sogar Nachblüten , die noch kleine, aber unreife Früchte bildeten. Die kamen erst jetzt nach dem Hauptblattfall (mit dem letztwöchigen Schnee!) richtig zum Vorschein! Diese jungen Blätter sind viel kleiner und noch graugrün. Sie färbten nicht mit den anderen um ..... Ist das normal?
Ich habe auch etliche Zweige mit Astansatz als Vermehrungsversuch eingegraben ;)!
LG Lisl
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Re-Mark

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Re:Eine Ode an die Quitte
« Antwort #246 am: 18. November 2004, 20:48:36 »

Danke für die Vranja-Passagen!
Dann soll also Radonia noch größer sein als Vranja, die ja, wenn ich mich recht erinnere, auch schon größer ist als die Portugieser. Bei Fleischbräune und Steinzellen scheinen beide ähnlich.

Übrigens: Unsere Quitte (wahrscheinlich doch Portugieser) hat ihr Laub weder verfärbt noch Blätter abgeworfen. Allerdings ist nach meiner letzten Sägeaktion auch nicht viel Laub übrig...

Lisl, gerade neulich habe ich irgendwo im Netz etwas von Quittenvermehrung per Steckholz, wie bei Johannisbeeren, gelesen. Sauerkirschen übrigens auch. Das muß ich nächstes Jahr mal probieren, jetzt habe ich gerade keine brauchbaren Reiser.
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