Ich bin da neugierig geworden. Auch wenn ich Nachkommen ukrainischer Juden bin, kenne ich nur den leckersten aber ungesäuerten Borsch. Die Säuere kommt da von Tomaten (

) und bei mir ein Wenig aus Zitronen(so bleibt die Rote Bete schön sattrot).
Deswegen habe ich mich auf die Suche in russischsprachigen Seiten gemacht. Ergebnisse klingen verlockend:
Rote Bete milchsauer, Flüssigkeit kann auch als Unterlage für Borsch verwendet werden:
1. Ein altes Rezept. Rote Bete gut waschen, in einen Holzfass legen, mit Kümmel bestreuen und mit dem Kwas (Brottrunk) übergießen so dass Kwas Bedeckt voll die Bete, aber kommt noch nicht an Rand des Fasses. Drauf ein rundes Holztafel (ein fingerbreit unterhalb des Randes), mit Leinen bedecken so dass die Luft nicht darauf kommt auf eine warme Stelle zum gären stellen.
2. Zum gären sind die dunkelfleischige Sorten besser geeignet. Frische gesunde Knollen in jegliche Form schneiden und kleine Knollen (bis 3-5 cm in Durchmesser) ganz in Fass oder Glas legen. Drauf komm Sud (auf 10 L Wasser 400-500 Gr. Salz) bis ca. 3-5 cm höher als die Bete. Darauf Holz und Gewicht. Sud braucht man ca. 50% von Gesamtgewicht der Bete.
Gärung dauert ca. 10 Tage bei Zimmertemperatur. In erste Tage aufkommender Schaum sollte entfernt werden. Man sollte auch Holzscheibe und Gewicht mit sauberem Wasser regelmäßig abspülen. Nach der Beendung des Gärens sollten Fässer oder die Gläser in Eiskeller oder ein anderes Ort mit niedriger Temperatur gestellt werden. Solche Rote Bete wird für Borsch genommen werden. Rote Bete Kwas - die Flüssigkeit aus dem Fass verdünnen mit der gleichen Wassermenge, 5-6% Zucker dazu, für 2-3 Tage stehen lassen. (So einen Kwas habe ich aber noch nie getrunken, nur den in Russland sehr beliebten Brottrunk).
Außer dem kann dieser Sud für Sauce und für geriebenen Meerrettich genommen erden.
Da gibt es noch viel, aber ich bin noch nach Sa-So zweitägigen Weiterbildung platt, muss Bissschen regenerieren.