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Autor Thema: Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?  (Gelesen 92909 mal)

Gänselieschen

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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #510 am: 13. Januar 2015, 18:41:35 »

Und, würdest du so ein Weidenhochstämmchen, dass nicht so recht wachsen wollte, noch bissel beschneiden. Es ist jetzt sein 2. Winter (allerdings leider im gleichen Topf :-\)
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oile

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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #511 am: 13. Januar 2015, 18:44:41 »

Die Krone kannst Du beschneiden, aber erst nach der Blüte. Einkürzen kannst Du das Bäumchen auch, aber dann dürftest Du nur noch die Unterlage haben.
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*Falk*

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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #512 am: 13. Januar 2015, 19:13:55 »

Nein, alle selbst zusammengestoppelt, die meisten von Eggert. Ich habe noch einzelne Exemplare stehen. Irgendwie mag ich Weiden :D .


Was macht Deine Salix gracilistyla ' Melanostachys' ?
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Gänselieschen

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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #513 am: 13. Januar 2015, 19:32:04 »

Die Krone kannst Du beschneiden, aber erst nach der Blüte. Einkürzen kannst Du das Bäumchen auch, aber dann dürftest Du nur noch die Unterlage haben.

Ich glaube, das Bäumchen hat es im letzten Jahr nicht einmal zur Blüte gebracht :-\. Umpflanzen wäre jetzt auch noch zu früh, oder. Ich habe grad bissel Lust zum Buddeln :D
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lord waldemoor

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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #514 am: 13. Januar 2015, 19:57:41 »

wenn der boden nicht gefroren ist kannst die weide jz pflanzen
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Chica

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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #515 am: 13. Januar 2015, 20:36:01 »


Was macht Deine Salix gracilistyla ' Melanostachys' ?

Von der Schwarzkätzchenweide hatte ich beim Forumstreffen in Dresden einige Steckhölzer von Axel bekommen. Alle haben gewurzelt, eine ist an Ort und Stelle gepflanzt, zwei habe ich dmks im Herbst im Töpfchen zu treuen Händen gegeben. Ein Töpfchen mit bestimmt 5 Hölzern ist im Gemüsebeet eingesenkt. Sie hatten im letzten Frühling wunderbare Kätzchen, die bei den Betrachtern der Fotos zu ganz erstaunlichen Assoziationen, von radioaktiv verseucht bis wunderschön, geführt haben :D . Ich finde sie toll.

Neben der ausgepflanzten Schwarzkätzchenweide steht eine wunderbare gelbholzige auch von Axel. Außerdem habe ich eine rotholzige Weide aus unserem Tagebaugebiet gepflanzt.

AndreasNB hatte mir im letzten Jahr nach Berlin die tollsten Weiden mitgebracht: Salix daphnoides 'Oxford Violet' und Salix acutifolia 'Blue Streake' fallen mir jetzt so prompt ein. Die Zweite hat mit ihrem blauen Holz einen Solitärplatz in meiner Einfahrtbepflanzung ergattert.

Und dann noch meine geliebten Salweiden für die Wildtiere ::) ...

Ich glaube ich bin ein Weidenfreak :o .
« Letzte Änderung: 13. Januar 2015, 20:36:34 von Chica »
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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #516 am: 13. Januar 2015, 21:57:44 »

...
Was habt Ihr für Schnittvorschläge für die Zukunft meiner bunten Weidenpflanzung, im Moment sind nur die abgetrockneten Äste geschnitten? Am Ende können diese Weiden aber sehr groß werden.



Wenns Salix alba-Sorten sind können das wirklich sehr große Trumms werden.
Ungeschnitten wird deine Pflanzung zuerst ein dichtes Gebüsch, nach und nach eine Baumreihe mit niedrigem Kronansatz.

Nach Staudos Vorschlag geschnitten, oder auch tiefer, also wie im Link der RHS für coppicing beschrieben bei 10cm überm Boden, ergibt es eine fluffige Hecke von 2-3m im Sommer und ein, wie war das auf einer englischen Seite so schön umschrieben: twiggy 'bonfire' of colourful stems - ein Feuerwerk aus bunten Trieben im Winter.

Ich hab eine Reihe solcher Sträuchlein in gleichmäßigem Abstand gepflanzt mit der Idee, eine Kopfweidenreihe daraus zu formen und sie über mehrere Jahre einstämmig in die Höhe erzogen und ab der Wunschhöhe des zukünftigen "Kopfes" frei wachsen lassen.
Besser ist es, den Stamm bis unten beastet zu lassen, er gewinnt dadurch schneller an Stabilität und Dicke und erst nach und nach die unteren Seitenäste zu entfernen.
Meine Stämme waren lange Jahre sehr dünn und weich und konnten ohne stützenden Stab die sich entwickelnde Krone nicht tragen, das war eine mühselige Aufbindearbeit.
Aber jetzt haben sie eine ordentliche Dicke erreicht.
Ich werde sie wohl dieses Jahr zum ersten Mal "köpfen".
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Chica

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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #517 am: 14. Januar 2015, 17:37:53 »

Also "twiggy 'bonfire' of colourful stems" klingt schon mal super :D . Und dann mache ich ganz sicher einen Kurs zum Weide flechten :D , eine meiner Kolleginnen hat mir sogar von einem alten Mann hier in der Nähe erzählt, der dieses Handwerk noch beherrscht. Der wäre wahrscheinlich der perfekte Lehrmeister.

Kopfweiden hätte ich auch gern oder zumindest eine aber dafür reicht der Platz nun wirklich nicht.


Besser ist es, den Stamm bis unten beastet zu lassen, er gewinnt dadurch schneller an Stabilität und Dicke und erst nach und nach die unteren Seitenäste zu entfernen.
Meine Stämme waren lange Jahre sehr dünn und weich und konnten ohne stützenden Stab die sich entwickelnde Krone nicht tragen, das war eine mühselige Aufbindearbeit.


Dieses Prinzip hat mir dmks vor Jahren an Obstbäumen erklärt, zur Stärkung der Stammdicke lässt man auch da eine gute Zeit Seitenäste stehen, die später nicht mehr gebraucht werden. Ich wusste das vorher auch nicht.
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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #518 am: 15. Januar 2015, 16:38:46 »

Welche Sorten hast du da angepflanzt?
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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #519 am: 15. Januar 2015, 20:29:14 »

Es sind Salix neotricha; Salix alba 'Vitellina', die soll gelb sein, ist knallorange; Salix alba 'Britzensis', die soll rot sein, ist gelb. In den Einfahrtbeeten steht noch Salix x 'Flame'. Die leuchtete im letzten Jahr am meisten, deshalb musste sie nach vorn umziehen. Außerdem hatte ich noch Salix alba 'Yelverton' am Wickel, sie dann aber doch nicht bestellt, da kein Platz mehr war ;) .
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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #520 am: 15. Januar 2015, 20:59:43 »

Salix alba 'Britzensis' hab ich auch von Eggert, aus denen form ich meine Kopfweiden, die war vorletzten Winter auch wirklich rotorange, während sie letzten Winter ziemlich gelb färbte - ist anscheinend anhängig vom Wetterverlauf :)
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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #521 am: 15. Januar 2015, 21:09:14 »

Ich hatte letztens in einer Gartenzeitung gelesen, dass der Farbwechsel bei Pulmonaria- Blüten mit der Veränderung des PH- Wertes in den Blüten zu tun hat ??? . Ob die Färbung der Weidentriebe auch irgendwie mit dem PH- Wert zusammenhängt, mit dem Boden? Die Bildung von Chlorophyll bei mehr Lichteinfall im Frühjahr/Sommer lässt zumindest die Knallfarben des Winters verschwinden und alles grüner werden, oder? Ich beobachte schon verschiedene Farbintensitäten in den Jahren und je nach Jahreszeit bei der gleichen Pflanze, kann das aber nicht wirklich erklären. Würde mich irgendwie interessieren. Haben wir hier nicht ein paar Biologen, die das verstehen?
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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #522 am: 15. Januar 2015, 21:20:57 »

Ich glaube nicht so recht, dass die Färbung der Weidenjungtriebe mit dem Boden zu tun hat, der verändert sich normalerweise ja nicht so stark von Jahr zu Jahr.
Eher hat es wohl mit Kältereizen oder Sonnenschein zu tun, denk ich.
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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #523 am: 15. Januar 2015, 21:26:03 »

 :D Biologen schon, aber die Faktoren für die Rindenfärbung erschöpfend erklären zu können? Nö. ;D Das Problem taucht für Botaniker gar nicht so auf. Man kann allgemein Embryogenese und Entwicklungsphysiologie erklären. Aber jedes Phänomen und warum das eine Blatt gelappt ist und das andere gefiedert und das dritte ganzrandig, das ist eine müßige Frage. ;)

Rinde dient verschiedenen Zwecken und ist dafür ausgerüstet. Spezielle Spielarten sind Launen der Natur. Die Evolution bringt viele Zufälle hervor und blaue, weiße, schwarze, rote Rinden sind Ausdruck für die Vielfältigkeit des Lebens.
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Re:Gaerten im Winter- in die Tat umgesetzt?
« Antwort #524 am: 15. Januar 2015, 21:49:49 »

Ah danke pearl. Ich hatte nur die Vorstellung, die Bedingungen wie Boden, Feuchtigkeit usw. so beeinflussen zu können, dass möglichst intensive Rindenfarben entstehen. Der Mensch als Macher ::) .
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