Also, mein Trifolium repens "Green Ice" hat bereits zwei Winter hier in Hamburg ohne Probleme und ohne weitere Schutzmaßnahmen gut überstanden. Er sieht am Anfang des Jahres dann zwar leicht reduziert und gammelig aus, treibt aber bald wieder durch und macht eine wirklich schöne grünlich-silbrige Fläche. Die Blüten sind natürlich nicht besonders auffällig, stören aber m.E. auch nicht.
Trifolium rubens habe ich auf unserem Wochenendgrundstück an der Flensburger Förde schon seit einigen Jahren; er steht an einem kleinen Hang, dort aber mitten im hohen Gras und wurde nur in ein schnell gekuhltes Loch eingegraben. Er blüht jedes Jahr recht hübsch, wäre aber m.E. in freier Lage nicht sehr standfest, da er schon im Gras (oder vielleicht gerade deswegen) leicht umkippt mit seinen dicken Blütenköpfen. Zumindest hat er dort aber auch die Winter überlebt ohne besonders verpiepelt worden zu sein. Ich persönlich finde ihn eigentlich in der Wiese am schönsten, da er trotz seiner vergleichsweise auffälligen Blüten eher etwas "Wildes" hat, aber das ist sicher Geschmackssache.
In einem Beet hier in Hamburg habe ich auch seit einigen Jahren einen Trifolium ochroleuca, den ich sehr schön finde zusammen mit anderen "bescheideneren" Stauden, wie Geranium phaeum "Samobor" und dunkelblättrigen Euphorbien, oder auch Tellima grandiflora "Rubrifolia".
Um aber zu meiner Anfrage zurückzukommen: Ich würde es einfach wahnsinnig gerne mal mit den anderen Sorten von T. repens, besonders den dunkelblättrigen und denen mit aparten Flecken, versuchen als Bodendecker. Seit ich sie in Sissinghurst selbst gesehen habe, bin ich hinter ihnen her, und ich wäre auch bereit, winterliche "Rückschläge" dafür einzustecken. Vielleicht könnte man ja auch Stecklinge im Herbst abnehmen und kühl überwintern, wer weiß. Dafür müsste ich sie aber erst mal bekommen!! Also, falls Euch noch was einfällt (na, Elfriede?), nur her damit!
Liebe Grüße voller Hoffnung Barbara