Noch ein Nachtrag zur Linzer Torte: Hier in Baden ist sie der typische Kuchen der Weihnachtszeit, wird aber oft jetzt schon gebacken und in Alufolie verpackt kühlgestellt, dann ist sie zur Weihnachtszeit wunderbar zart.
Auch schenkt man sich auf dem Dorf gerne selbstgebackene Linzertorten. Man bekommt sie natürlich auch gerne, denn sie hält sich lange und man hat auch nach Weihnachten noch was leckeres.
Übrigens hat jede Hausfrau ihr eigenes Rezept und vor allem ihr eigenes kunstvolles Muster. Als Kinder freuten wir uns immer auf die allfällige Linzer Torte von dieser oder jener Nachbarin weil man wußte das die besonders gut war. Die Beste war natürlich die von meiner Mama:
Hier ihr Rezept:
Auf einem großen Backbrett werden Mehl und kalte Butter zusammengehackt - das heißt mit einem Messer zerteilt was letztlich zu vielen Mehl-umhüllten Butterkörnchen führt. Dann gibt man die restliche Zutaten dazu knetet schnell einen Teig daraus.
Tortenboden und -rand formen, dick mit Himbeermarmelade bestreichen und die Torte dann noch mit dunnen Teigstreifen oder schmalen Teigovalen (mit einem Glas zweimal ausstechen) ein Muster drauflegen.
Bei ca. 190°C etwa 45 min backen.
Die Zutaten:
200 g Butter
300 g Mehl
3 Eier
250 g Zucker
250 g geriebene Mandeln (aber ungeschält - ganz wichtig sonst wird's irgenwie zu teigig)
Zimt und Nelken (gemahlen) nach Geschmack (nicht zu wenig - nicht zu viel)
1 Eßlöffel Kakao (sehr wichtig)
Himbeermarmelade (andere schmecken nach Meinung der Familie nicht so gut)
Nach dem backen am besten in etwas Alufolie verpacken und 1 Woche (oder länger) kühl und nicht zu trocken lagern, dann genießen, immer nur ein kleines Stückchen...