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News: Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.  (Ludwig Marcuse)
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Autor Thema: Saatgut-Normal oder Bio  (Gelesen 4045 mal)

fisalis

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #15 am: 19. Januar 2006, 21:25:37 »

Abstände von Gentechkulturen zu Nichtgentechkulturen. Die Abstände müssten sehr gross sein, um eine Kontamination zu verhindern. Pollen fliegt bekanntlich je nach Wind sehr weit.
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max.

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #16 am: 19. Januar 2006, 21:28:10 »

meinte ich doch.deshalb wäre doch im zweifelsfall der nötige abstand so groß, daß man nur einige non-gen-maisfelder alle paar km bräuchte, um den genmais unberechenbar teuer zu machen-oder nicht?
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fisalis

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #17 am: 19. Januar 2006, 21:38:39 »

Gute Idee. Oder auch nicht. Wie gesagt, die Kontamination wird ohnehin stattfinden, bereits mit der ersten Gentechpflanzung. Es genügen wenige m2. Das sind, wie bei der Kernenergie, Schäden, die mit Geld nicht auszugleichen sind. Nur ein striktes Verbot, wie es in der schweiz nun für 5 weitere Jahre gilt, ist wirksam.
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netrag

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #18 am: 20. Januar 2006, 16:18:43 »

Hallo,
@ fisalis, glaubst Du wirklich,daß Du mit der Verwendung von Biosaatgut eine deinen Gegebenheiten angepaßte Pflanze erhältst? Das wurde voraussetzen,daß die entsprechende Sorte über Generationen in Deiner näheren Umgebung angebaut und vermehrt worden ist. Das ist doch auch bei Biosaatgut unwahrscheinlich. In der Angelegenheit mit der chemischen Behandlung von Saatgut hast Du sicher recht, daß man das Nachweisen kann. Es stellt sich mir allerdings die Frage, welcher Nachteil dem Kleingärtner entstehen soll,wenn er solches Saatgut benutzt. Ich finde Deinen Link ja schön und gut, aber es ist halt eine kommerzelle Seite und die Leute wollen auch leben. Beser kann ich mich der Auffassung von Aelia anschließen.

Zur Frage mit den genmanipulierten Saatgut kann ich nur sagen, sollte es zum großflächigem Anbau kommen, hat sich der Bioanbau weitestgehend erledigt. Ich sehe hier eine weit größere Gefahr als bei wenigen tausendstel Gramm Pflanzenschutzmittel an einem Samenkorn.
Im Übrigen meine ich mich erinnern zu können, gelesen zu haben, daß auf der Saatgutverpackung angegeben werden muß, wenn das Saatgut gebeizt oder anderweitig behandelt worden ist.
Herzl.Gruß
netrag1
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netrag

Kartoffel

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #19 am: 20. Januar 2006, 16:27:45 »

Im Übrigen meine ich mich erinnern zu können, gelesen zu haben, daß auf der Saatgutverpackung angegeben werden muß, wenn das Saatgut gebeizt oder anderweitig behandelt worden ist.
Herzl.Gruß
netrag1

Hallo netrag1

Ja da hast vollkommen recht. Jede Behandlung muss auf der Packung vermerkt sein.
Wollt das nur bestätigen... ;) ;)

Gruss Kartoffel :)
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"Am Ende werden diejenigen über die Welt regieren, welche sich die Macht über unser Saatgut angeeignet haben."
Zitat Gerhard Bohl

fisalis

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #20 am: 20. Januar 2006, 16:44:41 »

hallo netrag
Klar, man sollte im Idealfall eine Firma in der Nähe finden. Da hab ich mit Zollinger Glück. Aber wie pocoloco zu Recht festgehalten hat, sind Biopflanzen schon deshalb kräftiger, weil "Schwächlinge" nicht mit chemischen Hilfsmitteln durchgepäppelt werden. Das ist schon mal ein Argument für Biosaatgut und den höheren Preis von solchem.

Ein direkter Nachteil chemischer Behandlung der absamenden Mutterpflanzen mag im Saatgut nicht direkt nachweisbar sein; hier gehts mir aber um mehr: Ich will kein Produkt, das unter umweltschädlichen Bedingungen hergestellt worden ist. Ausserdem zahle ich gerne einen ja nur leicht höheren Preis, um umweltverträgliche Anbauformen zu fördern, gleich wie beim Bioapfel, der ja auch nicht unbedingt besser schmeckt als der konventionelle. Zollinger ist eine seit Jahrzehnten biologisch produzierende Samengärtnerei, eigentlich die Kapazität in der Schweiz.

Die Gefahr der gentech Kontamination räumst du ein. Umso mehr solltest du auf Biosaatgut setzen.

Dass das Beizen deklariert werden muss, ändert nichts, dass Biosaatgut grundsätzlich nicht gebeizt wird, ein weiterer Grund für diese Qualität.

Alles in allem wundere ich mich, wie Gärtner wegen wenigen Cents das konventionelle Saatgut wählen. Bezeichnenderweise hast du das Argument, den Bioanbau zu unterstützen, nicht erwähnt. Da werden Tausende Euro in BMW-Heckspoiler investiert und dann wegen dem geringen Preisunterschied von Biosaatgut ein Büro aufgemacht. Find ich - frank raus - mehr als bedenklich.

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Kartoffel

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #21 am: 20. Januar 2006, 17:05:08 »

Dass das Beizen deklariert werden muss, ändert nichts, dass Biosaatgut grundsätzlich nicht gebeizt wird, ein weiterer Grund für diese Qualität.

Hallo fisalis

Ob Biosaatgut oder konventionelles, ich denk da muss jeder für sich selbst entscheiden... ;) ;)

Ob gebeizt oder ungebeizt, sagt aber leider nix über die Qualität des Saatgutes aus.
Gebeizt wird, um Pilzkrankheiten, die während der Anzucht auftreten können, gar nicht erst zuzulassen.
Und Pilzkrankheiten können immer und überall auftreten. Da ist weder bio, noch integriert noch konventionell, noch hobbygärtner 100%tig dagegen immun... ;) ;) ;)

Gruss Kartoffel :)

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fisalis

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #22 am: 20. Januar 2006, 17:12:07 »

Da bin ich anderer Meinung: Ob Biosaatgut oder nicht, diese Entscheidung betrifft nicht nur den Käufer, sondern uns alle. Damit hängen zu viele Faktoren zusammen, die unsere Lebensqualität beeinflussen. Jede schwer abbaubare Chemikalie, also auch die beim Beizen eingesetzten Fungizide, zerstören unsere Lebensgrundlagen in Raten, mehr oder weniger. Hier kostet eine Portion Feldsalatsamen konventionell umgerechnet 1.40 Euro, in Bioqualität 2 Euro. Unterschied: lausige 60 Cent. Ist doch keiner Diskussion wert, oder?
« Letzte Änderung: 20. Januar 2006, 17:13:05 von fisalis »
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Kartoffel

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #23 am: 20. Januar 2006, 17:30:05 »

Hi fisalis

Na da gibt es aber noch vieles mehr, was unser aller Gesundheit oder Umwelt beeinträchtigt.... und doch jeder entscheidet sich für oder gegen das "Gute"...

...find ich aber trotzdem toll dass du so hinter deiner Meinung stehst und auch vertritts.... ;) ;)

Gruss Kartoffel :)
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lonesome

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #24 am: 20. Januar 2006, 17:37:10 »

ich glaube, die diskussion eben von zwei gleichgesinnten kann uns nicht entzweien in dem glauben, dass

natur-pur

der wahre grund ist, dass wir uns hier treffen.

klaus-peter
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Kartoffel

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #25 am: 20. Januar 2006, 17:52:32 »

ich glaube, die diskussion eben von zwei gleichgesinnten kann uns nicht entzweien in dem glauben, dass

natur-pur

der wahre grund ist, dass wir uns hier treffen.

klaus-peter

Hi lonesome

... wie wahr wie wahr... ;) ;)


Gruss Kartoffel :)
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netrag

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #26 am: 21. Januar 2006, 17:12:01 »

Hallo,
ich habe vor einiger Zeit an das Bundesamt für Züchtungsforschung eine Frage gestellt,die mit Antwort hier zu lesen ist.
http://www.bafz.de/baz99_d/baz_allg/forum/forum.php?aktion=antwort&PHPSESSID=bf514dd29f6983e2e1a4d1748a779741&satz=469
Dies nur als Beispiel von der Gegenseite. Abstrahiert würde die Antwort bedeuten ich darf auch keine Milch gegen Mehltau einsetzen oder mit Wasser die Blattläuse von den Pflanzen spritzen.
Ich denke mit Extremismus ist in keinem Fall etwas gewonnen. So könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, daß eine genveränderte Kartoffel, die keine Phytophtora bekommt, für die Umwelt relativ ungefährlich sein könnte, da eine Pollenverbreitung über weite Wege hier ziemlich unwahrscheinlich ist, anders als z.B. bei Windbestäubern.
Herzl.Gruß
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netrag

pocoloco

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #27 am: 21. Januar 2006, 18:01:35 »

...glaubst Du wirklich,daß Du mit der Verwendung von Biosaatgut eine deinen Gegebenheiten angepaßte Pflanze erhältst? Das wurde voraussetzen,daß die entsprechende Sorte über Generationen in Deiner näheren Umgebung angebaut und vermehrt worden ist. .....
Wenn dem nicht so wäre, dann wäre ja die Entstehung von sog. Haussorten nicht möglich. Und ob dieses nun "Generationen" dauern muß, sei dahingestellt. Wie wirksam dieser Anpassungsprozess ist, zeigt sich in der Arbeit von Genbanken, die, wenn sie nach 5-10 Jahren invitro-Kulturen wieder ins Freiland bringen, am Anfang erhebliche Probleme haben, eben weil dieser Anpassungsprozess ausgesetzt war.
Und bei den mittlerweile horrenden Preisen für Standard-Saatgut ist der Unterschied meist recht unerheblich. Und man unterstützt eher dezentralere Strukturen, was auch der Vielfalt gut täte. Aber wenn ich eine bestimmte Sorte eben nur normal bekomme, werd ich ´nen Teufel tun, deswegen auf sie zu verzichten.
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Wer Rechtschreibefehler findet, darf sie gerne behalten.

netrag

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #28 am: 22. Januar 2006, 15:33:27 »

Hallo pocoloco,
um Mißverständnissen vorzubeugen, mit Generationen meinte ich natürlich Pflanzengenerationen.
Genau die von Dir erwähnten Haussorten sind an die engere Umwelt angepaßten Sorten. Leider dürfte das weder für gekauftes Biosaatgut noch für normales Saatgut zutreffen. Ich versuche deshalb möglichst eigenes Saatgut zu verwenden.
Herzl.Gruß
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Laura

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Re:Saatgut-Normal oder Bio
« Antwort #29 am: 22. Januar 2006, 15:54:21 »

Einen Link zu der Diskussion findest du hier: Speakers Corner / Gartenmenschen / Gentechnikfreie Zone im Forum. Leider weiss ich noch nicht, wie ich Links einbauen kann, lerne ich bestimmt noch. Wenn ich es richtig verstanden habe, führen die Organisatoren dann die Klagen, wenn du deinen nachweislich durch Gentechnik verunreinigten Mais einsendest.
Liebe Grüße, Laura
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