Ich habe mir für ein kleines Teichprojekt einige in Frage kommende Wasser-/Teichrandpflanzen ausgesucht und wollte Euch insbesondere auf den Wucheraspekt befragen. Es handelt sich um:
Filipendula ulmaria
Iris ensata alba
Iris laevigata var.
Lychnis flos-cuculi
Lysichiton camtschatcense - Edit: schon raus
Noch auf der Auswahlliste ist Menyanthes trifoliata, den kann ich selbst beurteilen. Der käme mMn in Betracht.
Alle davon werde ich ohnehin nicht verwenden, nur das Mädesüß ist Fixstarter. Was meint Ihr zu der Liste?
Danke im voraus für Infos!
Martina
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nicht wuchernde Wasserpflanzen (Gelesen 5166 mal)
Moderator: Nina
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- Zwiebeltom
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Re: nicht wuchernde Wasserpflanzen
Lysichiton kann wuchern; die Pflanze gilt gebietsweise als invasiver Neophyt.
Die Kuckucks-Lichtnelke ist so zart, dass sie meiner Meinung nach nicht mal zum Problem wird, wenn sie üppig wächst.
Die Kuckucks-Lichtnelke ist so zart, dass sie meiner Meinung nach nicht mal zum Problem wird, wenn sie üppig wächst.
Das Leben ist kein Ponyschlecken.
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Re: nicht wuchernde Wasserpflanzen
Dann streich ich den, Zwiebeltom, danke. Die Blüte ist mir eigentlich ohnehin zu plump.
- Sarracenie
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Re: nicht wuchernde Wasserpflanzen
Zwiebeltom hat geschrieben: ↑30. Mai 2017, 09:06
Lysichiton kann wuchern; die Pflanze gilt gebietsweise als invasiver Neophyt.
Hi,
auch wenns schon was her ist ;D
Lysichiton americanus ist deswegen ja auch in der gesamten EU seit 03.08.16 zusammen mit 37 weiteren Arten von Tieren und Pflanzen mit einem absolutem Vermehrungs-, Verkaufs-, Einfuhr-, Transport- und Haltungsverbot belegt. Nur wer vor dem Stichtag 03.08.16 schon welche hatte darf sie noch behalten, aber auch nur wenn er denn jedliche Vermehrung (egal ob geschlechtlich oder ungeschlechtlich) zu 100% unterbinden kann. Ansonsten müssen sämtliche der betroffenen Pflanzen/Tiere vernichtet werden
Re: nicht wuchernde Wasserpflanzen
Filipendula ulmaria sieht wirklich schön aus. Sie wuchert auch nicht, aber sie samt aus und das reichlich. Auf unserem Uferwall waren überall kleine Mädesüß-Pflanzen. Es war schwierig, sie zu reduzieren, weil sie sich in der Ufermatte vermehrten. Wenn die alle hätten groß werden dürfen, dann hätten wir 50 m Uferzone nur mit diesen Pflanzen gehabt.
Also Vorsicht mit Filipendula ulmaria!
Also Vorsicht mit Filipendula ulmaria!
Re: nicht wuchernde Wasserpflanzen
Sarracenie hat geschrieben: ↑4. Dez 2017, 12:02Zwiebeltom hat geschrieben: ↑30. Mai 2017, 09:06
Lysichiton kann wuchern; die Pflanze gilt gebietsweise als invasiver Neophyt.
Hi,
auch wenns schon was her ist ;D
Lysichiton americanus ist deswegen ja auch in der gesamten EU seit 03.08.16 zusammen mit 37 weiteren Arten von Tieren und Pflanzen mit einem absolutem Vermehrungs-, Verkaufs-, Einfuhr-, Transport- und Haltungsverbot belegt. Nur wer vor dem Stichtag 03.08.16 schon welche hatte darf sie noch behalten, aber auch nur wenn er denn jedliche Vermehrung (egal ob geschlechtlich oder ungeschlechtlich) zu 100% unterbinden kann. Ansonsten müssen sämtliche der betroffenen Pflanzen/Tiere vernichtet werden
Dazu bin ich letzte Woche auf diese Infos gestoßen: Gebietsfremde Pflanzen im westlichen Ruhrgebiet von der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet.
Zitat:
"Die Bestände der Amerikanische Scheinkalla (Lysichiton americanus) im westlichen Ruhrgebiet, die im Jahr 2002 von Renate Fuchs (Univ. Bochum) entdeckt wurden, sind seit dem stabil.
Regelmäßige Kontrollen haben innerhalb der letzten Jahre keine nennenswerten Bestandsveränderungen gezeigt. Damit hat sich das Konzept der BSWR bestätigt, nicht in vorschnellem „Aktionismus“ die vermeintlich invasive Art zu bekämpfen, sondern vielmehr das Verhalten zu beobachten, um bei (aus naturschutzfachlicher Sicht) negativen Auswirkungen einschreiten zu können."
- Sarracenie
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Re: nicht wuchernde Wasserpflanzen
HI,
das aktuelleste was da zu dem Fundort im Ruhrgebiet steht ist leider ja schon fast 10 Jahre alt. Der Bestand sollte mittlerweile, wie ja auch der ehemalige hessische Bestand im Taunus, nicht mehr existieren. Der hessische wurde vor ein paar Jahren von Naturschutzbehörden eliminiert. Sämtlich Standorte in Deutschland gehen übrigens wohl auf mutwillige, illegale Ansiedlungen zurück
in Irland und dem milden südlichen Großbritannien scheint Lysichiton americanus dagegen wohl doch sehr invasiv auftretend und in Feuchtgebieten mittlerweile fast überall zu finden zu sein. Liegt wohl am für diese amerikanische Ostküstenart dort "besonders günstigerem Klima" zur geschlechtlichen Vermehrung. In Mitteleuropa hab ich noch noch nirgendwo Samen an gelben Scheinkallas gesehen - selbst hier im Boga Marburg blieben sie "steril" obwohl mehrere Pflanzen vorhanden sind
von den EU-Verbot ist übrigens nur die gelbe (amerikanische) Scheincalla betroffen, die weiße (asiatische) Lysichiton camtschatcensis ist weiterhin erlaubt und im Handel
das aktuelleste was da zu dem Fundort im Ruhrgebiet steht ist leider ja schon fast 10 Jahre alt. Der Bestand sollte mittlerweile, wie ja auch der ehemalige hessische Bestand im Taunus, nicht mehr existieren. Der hessische wurde vor ein paar Jahren von Naturschutzbehörden eliminiert. Sämtlich Standorte in Deutschland gehen übrigens wohl auf mutwillige, illegale Ansiedlungen zurück
in Irland und dem milden südlichen Großbritannien scheint Lysichiton americanus dagegen wohl doch sehr invasiv auftretend und in Feuchtgebieten mittlerweile fast überall zu finden zu sein. Liegt wohl am für diese amerikanische Ostküstenart dort "besonders günstigerem Klima" zur geschlechtlichen Vermehrung. In Mitteleuropa hab ich noch noch nirgendwo Samen an gelben Scheinkallas gesehen - selbst hier im Boga Marburg blieben sie "steril" obwohl mehrere Pflanzen vorhanden sind
von den EU-Verbot ist übrigens nur die gelbe (amerikanische) Scheincalla betroffen, die weiße (asiatische) Lysichiton camtschatcensis ist weiterhin erlaubt und im Handel