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Obst(baum) aus Kernen (Gelesen 4228 mal)
Moderator: cydorian
- Rib-2BW
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Für Minikiwi gildet das selbe analog was ich zu den Kiwis schrieb. Aber minikiwis sollten deutlich früher fruchten als Kiwis. Ich schätze ab dem 6 Standjahr kann man mit den ersten Blüten rechnen.
Bei Felsenbirnen kann man auch, wie bei all den anderen Gehölzen, ein paar Jahre warten. Sie sollen selbstbefruchtend sein.
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- thuja thujon
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Mal eine doofe Frage, spricht etwas gegen Stecklingsvermehrte Obstgehölze und muss es wirklich Samenvermehrt sein? Man kann doch noch viel mehr spielen als nur Samen in die Erde zu drücken.
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- Anne Rosmarin
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Wir haben eine Sämlingspflanze Stachelbeere(hat sich selbst ausgesät in eine Ritze) die sind ziemlich lecker, hat aber paar Jahre bis zur Ernte gedauert. Dann noch einen Kernechten vom Vorgebirge Pfirsich(Sämling) da brauchts auch einige Jahre bis zur Ernte. Sind aber beides sehr gesunde Pflanzen
Liebe Grüße, Anne
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Re: Obst(baum) aus Kernen
thuja hat geschrieben: ↑1. Jun 2021, 23:51
Mal eine doofe Frage, spricht etwas gegen Stecklingsvermehrte Obstgehölze und muss es wirklich Samenvermehrt sein? Man kann doch noch viel mehr spielen als nur Samen in die Erde zu drücken.
Nein, da spricht natürlich nichts dagegen. Ist ein anderes Experiment aber das gefällt sicher auch.
- Rib-2BW
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Man kann immer mal Glück haben, wenn man irgendwelche Samen in die Erde steckt. z.b diese rötliche Birne, die ich zum Vergleich neben normale Birnen stellte.
Re: Obst(baum) aus Kernen
Pithaya / Drachenfrucht
Lassen sich super im Topf vermehren.
Trägt ziemlich sicher keine Frucht und wird nicht riesig, gibt aber hübsche Kakteen
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Für Kinder zum spielen nett und kein 6m Baum
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- JörgHSK
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Die Vermehrung bei den gängigen Obstgehölzen ist fast unmöglich. Apfel und Birne lassen sich fast nicht durch Stecklinge vermehren. Möglicherweise wäre niederlegen eines Triebes und anwurzeln eine Option.
Bei den Pflaumenartigen hat man eine relativ hohe Gewähr durch Aussaat annähernd wieder das zu bekommen was man ausgesät hat. Pflaumensorten sind in der Vergangenheit nebe der Veredelung immer Wurzelecht vermehrt worden.
Bei den Pflaumenartigen hat man eine relativ hohe Gewähr durch Aussaat annähernd wieder das zu bekommen was man ausgesät hat. Pflaumensorten sind in der Vergangenheit nebe der Veredelung immer Wurzelecht vermehrt worden.
- Rib-2BW
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Apfel und Birne per Stecklinge zu vermehren ist i.d.R. einfacher als bei Steinobst. Dennoch ist eine kontrollierte Umgebung mit Hormonen immer von Vorteil. Dabei ist die Erfolgsquote auch sehr von der Sorte abhängig. Ich stimme aber zu, Abmoosung und ähnliche Methoden sind erfolgversprechender.
Allemals bei den asiatischen, diploiden, selbstfertilen japanischen Pflaumen P. salicina, sicher nicht bei der hier üblichen, hexaploiden europäischen Pflaume P. domestica, auch wenn man selbstfertile Sorten nehmen würde. Vielleicht wäre auch die diploide Kirschpflaume (Prunus cerasifera) denkbar aber davon gibt es einerseits sehr wenige Kulturformen, noch habe ich sie als selbstfertil in Erinnerung.
Bei der europäischen Pflaume kann man durch Selbstbefruchtung grob in der Fruchtklasse bleiben. Mirabelle aus Mirabelle, Zwetschge aus Zwetschge, Reneklode aus Reneklode. Ist aber durch die hexaploidität kein sicheres Spiel.
J hat geschrieben: ↑5. Jun 2021, 19:17
Bei den Pflaumenartigen hat man eine relativ hohe Gewähr durch Aussaat annähernd wieder das zu bekommen was man ausgesät hat.
Allemals bei den asiatischen, diploiden, selbstfertilen japanischen Pflaumen P. salicina, sicher nicht bei der hier üblichen, hexaploiden europäischen Pflaume P. domestica, auch wenn man selbstfertile Sorten nehmen würde. Vielleicht wäre auch die diploide Kirschpflaume (Prunus cerasifera) denkbar aber davon gibt es einerseits sehr wenige Kulturformen, noch habe ich sie als selbstfertil in Erinnerung.
Bei der europäischen Pflaume kann man durch Selbstbefruchtung grob in der Fruchtklasse bleiben. Mirabelle aus Mirabelle, Zwetschge aus Zwetschge, Reneklode aus Reneklode. Ist aber durch die hexaploidität kein sicheres Spiel.
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Rib hat geschrieben: ↑5. Jun 2021, 20:34
Apfel und Birne per Stecklinge zu vermehren ist i.d.R. einfacher als bei Steinobst. Dennoch ist eine kontrollierte Umgebung mit Hormonen immer von Vorteil. Dabei ist die Erfolgsquote auch sehr von der Sorte abhängig. Ich stimme aber zu, Abmoosung und ähnliche Methoden sind erfolgversprechender.J hat geschrieben: ↑5. Jun 2021, 19:17
Bei den Pflaumenartigen hat man eine relativ hohe Gewähr durch Aussaat annähernd wieder das zu bekommen was man ausgesät hat.
Allemals bei den asiatischen, diploiden, selbstfertilen japanischen Pflaumen P. salicina, sicher nicht bei der hier üblichen, hexaploiden europäischen Pflaume P. domestica, auch wenn man selbstfertile Sorten nehmen würde. Vielleicht wäre auch die diploide Kirschpflaume (Prunus cerasifera) denkbar aber davon gibt es einerseits sehr wenige Kulturformen, noch habe ich sie als selbstfertil in Erinnerung.
Bei der europäischen Pflaume kann man durch Selbstbefruchtung grob in der Fruchtklasse bleiben. Mirabelle aus Mirabelle, Zwetschge aus Zwetschge, Reneklode aus Reneklode. Ist aber durch die hexaploidität kein sicheres Spiel.
Da muss ich aber wiedersprechen, ich finde das die Bewurzelung von Steinobst besser klappt als bei Kernobst. Es soll wohl einige Apfelsorten geben die das eher machen, "Kleine graue Renette" Fa. Ahornblatt. Ich kenne die Versuche eine Professors an der Uni Hannover der unter für einen Laien schwierigen Bedingungen Kernobststecklinge zum wurzeln gebracht hat. Krautige Langstecklinge bewurzelt im Treibhaus mit Benebelung bei 30 Grad.
Ich habe selber schon ein paar mal Steinobst bewurzelt, habe meist Reiser im Winter geschnitten und diese in der Tüte im Kühlschrank überlagert, irgendwann bildet sich Kallus.
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Re: Obst(baum) aus Kernen
prem hat geschrieben: ↑5. Jun 2021, 18:36
Pithaya / Drachenfrucht
Lassen sich super im Topf vermehren.
Trägt ziemlich sicher keine Frucht und wird nicht riesig, gibt aber hübsche Kakteen
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Echt? Die hatte ich als riesigen Kaktus in Raumhöhe mit Stützgerüsten in Erinnerung, zumindest die die Früchte tragen (sollen). Sonst hätte ich das schon lange probiert ;) ich mag Drachenfrucht echt gerne.
Wir werden wohl mal aus Spaß Kiwis probieren, für Ranker haben wir wie gesagt aus Sichtschutzgründen Platz, wenn da ein paar darunter sind die spät oder nicht fruchten oder zu viele Männchen, etc., dann macht es auch nichts. Außerdem dürfen die Apfelbäume erstmal bleiben und werden später veredelt (dafür konnte sich der Sohn jetzt mal begeistern, Tesafilm liegt schon bereit ;D - habe ihm erklärt dass er da wohl noch länger warten muss) und vielleicht probieren wir dann nochmal eine Pflaume, werde da allerdings auf die Sorte achten bevor ich ihn was einbuddeln lasse.
Die Tochter will jetzt auch so ein Projekt, na super ;D So groß ist unser Garten nun auch wieder nicht.
Danke jedenfalls schon mal für eure vielen Antworten, Ideen und Infos!
Re: Obst(baum) aus Kernen
Wenn es nur um den Spaß geht und um ein spannendes Projekt, dann ist für Kinder auch immer der "Klassiker" Avocado nicht schlecht. Unser Bäumchen (eher Busch) wächst seit ca. 7 Jahren. Nach dem Winter gibt's immer einen radikalen Rückschnitt und in welch kurzer Zeit es dann wieder zu einem schönem Busch austreibt ist wirklich jedes mal beeindruckend. Und durch den Rückschnitt verzweigt sich die Avocado auch gut und wird nicht so ein langer trostloser Stängel mit 3 Blättern dran. Klar, Früchte wirst Du nie bekommen. Bei der Avocado ist eher der Keimprozess interessant. Zum erklären für die Kiddies am besten die Zahnstocher im Glas Methode, für den besseren Erfolg gleich in die Erde.
- Bergligarten
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Aus einem weggeworfenen Kern ist bei uns eine Aprikose gewachsen - natürlich haben wir es nicht übers Herz gebracht, diese zu entfernen :-)
Nun wächst der Baum extrem fleissig, allein der diesjährige Zuwachs beträgt über 50 cm. Eigentlich war die Idee, die Aprikose so wachsen zu lassen wie sie will, und nur das Nötigste zu schneiden.
Kann mir jemand sagen, wie gross so ein Sämling wird?
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- thuja thujon
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Größer als 10m sollten sie nicht werden. So weit muss es aber erstmal kommen. Ohne Schnitt, welcher prinzipiell die Gesundheit des Gehölzes fördern soll (deshalb schneidet man Obtgehölze, nicht um sie zu verstümmeln), stelle ich mir schwierig vor. Schnitt gehört zur Pflege, etwa wie giessen.
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Bergligarten hat geschrieben: ↑3. Jul 2021, 11:53
Aus einem weggeworfenen Kern ist bei uns eine Aprikose gewachsen - natürlich haben wir es nicht übers Herz gebracht, diese zu entfernen :-)
Nun wächst der Baum extrem fleissig, allein der diesjährige Zuwachs beträgt über 50 cm. Eigentlich war die Idee, die Aprikose so wachsen zu lassen wie sie will, und nur das Nötigste zu schneiden.
Kann mir jemand sagen, wie gross so ein Sämling wird?
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Ich experimentiere seit vielen Jahren mit Sämlingen.
Sie wachsen extrem kreuz und quer, deshalb würde ich ein Gerüst schneiden.
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- Bergligarten
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Re: Obst(baum) aus Kernen
Danke für eure Antworten. Dann werde ich wohl doch schneiden - schneide grundsätzlich die Obstgehölze schon, bei dem Sämling hätte ich es einfach spannend gefunden zu sehen, wie er von sich aus wachsen würde. 10 m sind mir aber definitiv zu hoch... :-[