Auf der Schwäbischen Alb kenne ich Stachelbeeren auch auf Felsen, dort aber nicht sehr beeindruckend, vegetativ und vom Ertrag her mickrig.
Im Heckengäu sind die im Unterholz von Feldgehölzen oder lichten Wäldern sind sie weit verbreitet, gerne an oder auf alten Steinriegeln oder Lesesteinhäufen. Im Wäldchen neben meiner Obstwiese gibts auch ein paar, die (vegetativ) beeindruckendsten sind auf einem Lesesteinhaufen unter einer Eiche: 1,5 m hoch und knapp 3 m Durchmesser, aber vielleicht 5 Beeren. Im Wäldchen selbst sind sie so maximal 0,5 x 0,5 m und lange nicht so dicht, ganz ohne Beeren. Da (über-)leben sie halt so und warten auf mehr Licht, denke ich.
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Stachelbeeren (Gelesen 299313 mal)
Moderator: cydorian
- cydorian
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Re: Stachelbeeren
Sie fruchten hier auch, aber nur auf Standorten mit viel Licht. Ich habe schon gesammelt, für Marmelade langts. Mühsam, Beeren nie >10mm, Stacheln. Farbe ist meistens gold, aber auch andere.
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Re: Stachelbeeren
Wir haben hier Wildvorkommen auf Felsen/Schiefer. Da findet man die wahrscheinlicher als in Hecken. Die Wildvorkommen scheinen auch weniger ein Problem mit Mehltau zu haben als Pflanzen im Garten.
Re: Stachelbeeren
An meinen Stachelbeerhochstämmen hatte ich noch nie Mehltau, eher Blattfallkrankheit.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
Re: Stachelbeeren
Letztes Jahr hatte ich Probleme mit dem am. Stachelbeermehltau an meiner Ironmonger. Aus Zeitgründen hatte ich sie dieses Jahr nicht ganz stringent zurückgeschnitten, auf einen Kommentar von Thuja, aber stärker gedüngt. Der Strauch ist nun auch besser eingewachsen.
Meines Erachtens hatte sie im letzten Jahr Trockenstress. Dieses Frühjahr ist erheblich trocken ausgefallen und sehr windig. Wir hatten laut Agrarmeteorologie 140 Sonnenstunden mehr als im langjährigen Mittel und an anderen Stellen im Garten musste ich dringend gießen. Beste Mehltau Bedingungen also.
Dieses Jahr habe ich mit frühzeitig dazu entschlossen, ca. alle drei Tage morgens kräftig zu gießen. Bislang sind alle Sträucher (Ironmonger, Careless, Hinnonmäki (rot), Wildform) sehr gesund. Nur dem geschenkten Hochstämmchen hat gestern der Sturm praktisch die gesamte Krone weggeblasen.
Hier werde ich ggfs. (wie bei der Ironmonger) mittels Steckholz auf Strauch "umsteigen" oder statt dessen ein paar schwarze Johannisbeeren pflanzen.
Meines Erachtens hatte sie im letzten Jahr Trockenstress. Dieses Frühjahr ist erheblich trocken ausgefallen und sehr windig. Wir hatten laut Agrarmeteorologie 140 Sonnenstunden mehr als im langjährigen Mittel und an anderen Stellen im Garten musste ich dringend gießen. Beste Mehltau Bedingungen also.
Dieses Jahr habe ich mit frühzeitig dazu entschlossen, ca. alle drei Tage morgens kräftig zu gießen. Bislang sind alle Sträucher (Ironmonger, Careless, Hinnonmäki (rot), Wildform) sehr gesund. Nur dem geschenkten Hochstämmchen hat gestern der Sturm praktisch die gesamte Krone weggeblasen.
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- cydorian
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Re: Stachelbeeren
Stachelbeeren sind extrem anpassungsfähig. Wachsen auf trockenem Boden ebenso wie an feuchten Stellen. Die Wildformen (oder halbwild, kann man nicht mehr nachvollziehen) hier bekommen auch Stachelbeermehltau, an den Extremstandorten wie auf grossen Steinriegeln, im reinen Schotter etwas weniger. Fruchtansätze auch dort gut, je mehr Sonne desto besser.
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Re: Stachelbeeren
Ich hatte letztes Jahr zum teil großen Mehltaubefall. Ich muss dieses Jahr streng schneiden damit ich wieder Hygiene da rein bekomme.
- cydorian
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Re: Stachelbeeren
Heute mal fotografiert, wie die im Garten wuchern. 30m entfernt von den Stachelbeerbüschen:
Ein paar hab ich rausgezogen. Die Stacheln sind anfangs weich und ähneln einer Behaarung, später nur noch mit Handschuhen jäten oder mit der Hacke. Solche Stellen gibts massenhaft im Garten, sie wachsen einfach überall. Ich vermute, Vogelfrass spielt eine Rolle, denn besonders gerne gehen die am Zaunrand auf. Oben sitzt ein Vogel, der Stachelbeeren gestohlen hat und scheisst die Kerne runter.
Besondere Hygiene, komplett abräumen, besonders schöne und leicht beerntbare Sträucher hätten dann gar keine Wirkung auf die permanente Versamung. Komplett Einnetzen hätte eine. Und wäre lustig, bei Stacheln, das Netz verhakt sich sofort.
Ein paar hab ich rausgezogen. Die Stacheln sind anfangs weich und ähneln einer Behaarung, später nur noch mit Handschuhen jäten oder mit der Hacke. Solche Stellen gibts massenhaft im Garten, sie wachsen einfach überall. Ich vermute, Vogelfrass spielt eine Rolle, denn besonders gerne gehen die am Zaunrand auf. Oben sitzt ein Vogel, der Stachelbeeren gestohlen hat und scheisst die Kerne runter.
Besondere Hygiene, komplett abräumen, besonders schöne und leicht beerntbare Sträucher hätten dann gar keine Wirkung auf die permanente Versamung. Komplett Einnetzen hätte eine. Und wäre lustig, bei Stacheln, das Netz verhakt sich sofort.