Chardonnay gehört da aber nicht dazu. Und um hohe Zuckergehalte gehts schon lange nicht mehr bei den Winzern, es werden schon lange eher die leichten Weine gemacht. Siehe auch Diskussion um Aromatik.cydorian hat geschrieben: ↑9. Aug 2026, 13:17Schön, dass das Zeug weg ist. Sowohl Klone als auch viele der gepflanzen Rebsorten sind seit den späten 1960er Jahren massgeblich von den jeweiligen Weinbauschulen gewählt und gefördert, darunter ist unglaublich viel Schrott und Sackgassen, die tragen Mitverantwortung für die Misere jetzt. Zuckergehalt und Hocherträge, das waren die Hauptziele. Und was anderes als Wein existierte für die auch nicht mehr.
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Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen) (Gelesen 2736040 mal)
Moderator: cydorian
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Aber eben nicht zu der Zeit, als die gepflanzt wurden. Deshalb: Schön, dass das Zeug weg ist. Chardonnay?Das war eine reine Modesorte, beliebt weil zuverlässiger Massenträger und schliesslich so verhasst, dass er weltweit eine eigene Gruppe von Weintrinkern erzeugt hat: Die ABC-Trinker. "Everything but Chardonnay". Sowas hinterherzuhecheln hat im deutschen Weinbau noch nie funktioniert.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Das was mit ABC-Trinker gemeint ist verkennt die Situation in D. Das kommt aus Kalifornien und ist wie in Italien Lambrusco. Schwer, süß, will niemand, kein Thema. Schon lange klar.
Das was im Burgund verfolgt wurde, hat Chardonnay zum Weltklassewein gemacht. Und das ist auch das, was in der Pfalz seit über 20 Jahren gemacht wird/wurde: Spitzenweine, international ausgezeichnet. Deshalb auch Chardonnay pflanzen, weil der im Gegensatz zu Riesling besser mit Hitze klarkommt. Deshalb nicht schön, dass der weg ist, jetzt hatten die Reben ein Alter, wo sie die besten Weine hervorbringen können.
Das was im Burgund verfolgt wurde, hat Chardonnay zum Weltklassewein gemacht. Und das ist auch das, was in der Pfalz seit über 20 Jahren gemacht wird/wurde: Spitzenweine, international ausgezeichnet. Deshalb auch Chardonnay pflanzen, weil der im Gegensatz zu Riesling besser mit Hitze klarkommt. Deshalb nicht schön, dass der weg ist, jetzt hatten die Reben ein Alter, wo sie die besten Weine hervorbringen können.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Tatsächlich sind im gesamten deutschen Weinbau die Alkoholgehalte immer nur gestiegen, der Knick nach oben begann in den 1980ern und steht im Moment bei 12,5%, ausgehend von früher 10,5% (immer auf trockene Weine bezogen).
Mit dem Markt für Weine aus Burgund kann der Weinbau nicht konkurrieren, noch nie, jetzt nicht und in Zukunft nicht. Produktionskosten, Vermarktung, Image, Stil, Qualität. Daran ändern auch ein paar wenige hiesige Weingüter nichts, die noch gute Preise erzielen und deren Weine gelobt werden, die meisten gehen nur heftig rückwärts. Alleine in der Pfalz ein Drittel Betriebsaufgaben von 2010 bis 2020. Warum wurde wohl gerodet? Sicher nicht, weil sich der Schardonnäh so gut und teuer verkauft hat. Im Burgund selber sinken die Exportwerte ebenfalls.
Noch nie hat man etwas hinbekommen, indem man meinte, etwas nachzumachen. Wein lebt von Vielfalt und Eigenheit, nicht von "wir versuchen jetzt dasselbe". Nördlich von hier ist der kleine Rest des einstmals riesigen Anbaugebiets an der Tauber. Erfolgreichste Sorte, seit Jahren immer am schnellsten in allen Betrieben ausverkauft die ihn haben: Der Tauberschwarz. Einst vergessen, verlacht und von den Weinbauschulen abgeraten, im bayerntauberfränkischen Teil sogar erst jetzt zaghaft wieder in Kultur. Der ist eine stilistische Antithese zu den West- und Süd-Rotweinen, die man immer mit aller Gewalt nachmachen wollte.
Aber zu den Tafeltrauben: Noch nicht mal bei Winzern selber zu haben. Der Marktanteil von in Deutschland angebauten Tafeltrauben liegt bei gerade einmal 2 Prozent. Mittlerweile gibts schon in Polen eine kommerzielle Tafeltraubenproduktion, https://winogronakrzyzanowscy.pl
Wahrscheinlich gibts schneller Importe aus Polen wie Eigenanbau...
Mit dem Markt für Weine aus Burgund kann der Weinbau nicht konkurrieren, noch nie, jetzt nicht und in Zukunft nicht. Produktionskosten, Vermarktung, Image, Stil, Qualität. Daran ändern auch ein paar wenige hiesige Weingüter nichts, die noch gute Preise erzielen und deren Weine gelobt werden, die meisten gehen nur heftig rückwärts. Alleine in der Pfalz ein Drittel Betriebsaufgaben von 2010 bis 2020. Warum wurde wohl gerodet? Sicher nicht, weil sich der Schardonnäh so gut und teuer verkauft hat. Im Burgund selber sinken die Exportwerte ebenfalls.
Noch nie hat man etwas hinbekommen, indem man meinte, etwas nachzumachen. Wein lebt von Vielfalt und Eigenheit, nicht von "wir versuchen jetzt dasselbe". Nördlich von hier ist der kleine Rest des einstmals riesigen Anbaugebiets an der Tauber. Erfolgreichste Sorte, seit Jahren immer am schnellsten in allen Betrieben ausverkauft die ihn haben: Der Tauberschwarz. Einst vergessen, verlacht und von den Weinbauschulen abgeraten, im bayerntauberfränkischen Teil sogar erst jetzt zaghaft wieder in Kultur. Der ist eine stilistische Antithese zu den West- und Süd-Rotweinen, die man immer mit aller Gewalt nachmachen wollte.
Aber zu den Tafeltrauben: Noch nicht mal bei Winzern selber zu haben. Der Marktanteil von in Deutschland angebauten Tafeltrauben liegt bei gerade einmal 2 Prozent. Mittlerweile gibts schon in Polen eine kommerzielle Tafeltraubenproduktion, https://winogronakrzyzanowscy.pl
Wahrscheinlich gibts schneller Importe aus Polen wie Eigenanbau...
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Der Tauberschwarz wird auch sterben, Aperol Spritz lässt sich nicht unter diesen Bedienungen anbauen. 60 Cent der Liter reichen nicht, 1,20 zahlt keiner.
So ists auch mit den Tafeltrauben, wenn überhaupt Direktabsatz, mit Edeka und Co die Verhandlungen sind immer das gleiche, es ist kostendeckend nicht möglich, wenn die Auflagenflut nicht durch Importerschwernis aufgefangen wird.
In Polen, schau mal auf die Ausgaben für Lebensmittel dort plus Arbeitslohn. Vergleiche das mit D.
So ists auch mit den Tafeltrauben, wenn überhaupt Direktabsatz, mit Edeka und Co die Verhandlungen sind immer das gleiche, es ist kostendeckend nicht möglich, wenn die Auflagenflut nicht durch Importerschwernis aufgefangen wird.
In Polen, schau mal auf die Ausgaben für Lebensmittel dort plus Arbeitslohn. Vergleiche das mit D.
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
So wäre das nichts für mich!Der Buddler hat geschrieben: ↑9. Aug 2026, 12:31 Velez an der Ostwand sind schon ganz lecker, leicht muskatig und schön süß ohne Kerne.
Bleistiftstark und ein Dutzend Trauben = Überbehang, Spalier, Erziehung?
Oben reif, unten nicht, die Trauben reiben aneinander..............
Gruß Arthur
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Der Buddler
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Die ist natürlich überladen, hab es nicht übers Herz gebracht auszudünnen. Ziehe sie als langen Kordon an der Wand. Frühjahr Rückschnitt der Seitentriebe auf zwei Augen.