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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 11302 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
- hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Wie schon geschrieben Oile, laurifolius geht, wenn auch mühsam. Und wie auch schon ein paarmal geschrieben, kenne ich Standorte in Berlin, wo auch andere Cistus gehen: die haben Lehm und ringsherum Schutz. Allerdings sind diesen Winter dort auch fast alle außer laurifolis und lensis? wieder erfroren.
Berlin, 7b, Sand
- oile
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Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin Brandenburg, zwei Gärten: Nähe Schönefeld und Nähe Fürstenwalde.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Lehm habe ich nicht, aber Schutz: nach Osten das Haus, nach Westen die Kiefer und mittlerweile ziemlich hohe und dichte Gehölze, nach Norden die Einfahrt und wieder Gehölze, darunter eine Eiche. Nur nach Süden bzwm Südwesten ist es offener, aber da steht dann die Kastanie. Azf dem Präsentierteller hinterm Haus wurde C.laurifolius sicher nicht gedeihen. Er ist übrigens ein Sämling von RosaRot.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
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- Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Im Mecklenburger Garten wuchsen mit dem Haus im Rücken, vollsonnig auf schuttigem Sand Cistus x zyprius und salicifolius zu stattlichen Büschen heran. C. salviifolis krepelte etwas. Phlomis fruticosa, ein Sämling von RosaRot, gedieh prächtig, ebenso Salvia microphylla ( glaube ich, der Johannisbeersalbei) sowie verschiedene Sorten 'Hot Lips', 'Amethyst Lips', und noch eine cremefarbene.
"Der andere könnte recht haben."
Frei nach Frank Elster
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- Krokosmian
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Cistus laurifolius wird hier am heimatlichen Weinbergsfuß im mittleren Neckartal regelmäßig alle paar Jahre lethal verblasen, wenns nach einem warmen Frühling imitierenden Januar auf Ende Februar/Anfang März nochmal knackig kalt wird. Auch ohne Arctic Outbreak, nur mit herrkömmlichem Spätfrost, allgemein eine zunehmende Problematik. Auf Arbeit, wo es insgesamt etwas rauer ist als zuhause, wurden jüngst mehrere C.l. in eine Garrigue-Pflanzung zwischen zwei Gebäude an winterschattiger Stelle gepflanzt. Da sie dort sicherlich länger in Ruhe bleiben, traue ich denen mehr zu.
Zuletzt geändert von Krokosmian am 16. Aug 2026, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.
- hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Wir sind halt nicht Korsika und werden es auch nicht werden. Trotzdem gedeiht hier Phlomis fruticosa ganz wunderbar, nur gelegentlich verliere ich einen im Winter. Ist aber nicht so dramatisch, da der erheblich fixer wächst als Cistus. Der ist bei mir geschützt, warm, sonnig nach vier Jahren eintriebig vielleicht 35cm groß...allerdings sehe ich den woanders schon stattlicher in Berlin, die sind dann aber auch Jahrzehnte alt.
Berlin, 7b, Sand
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ich habe hier im Fläming geschätzte 21 Sorten&Arten Cistus ausgepflanzt. Einer ist diesen Winter eingegangen. Mehrere Phlomis und Santolinas. Cistus fühlt sich absolut wohl im Sand, braucht auf etwas Zeit zum wurzeln und loslegen.
Phlomis braucht bei mir anscheinend etwas mehr Nahrung und ebenso Zeit zum Wurzeln. Ein paar Phlomis sind oberirdisch eingegangen aber aus dem Bodenbereich wieder gekommen.
Phlomis braucht bei mir anscheinend etwas mehr Nahrung und ebenso Zeit zum Wurzeln. Ein paar Phlomis sind oberirdisch eingegangen aber aus dem Bodenbereich wieder gekommen.
- Krokosmian
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ich glaube durchaus, dass deine Gegend für "solche Sachen" besser geeignet ist als viele Ecken der hiesigen südwestdeutschen Gunstlagen. Durch die immer wärmeren Winter geht hier vieles verfrüht in den Austrieb und wird dadurch selbst für kleinere nachfolgende Frostereignisse äußerst anfällig. Bis hin zum kompletten Erfrieren. Während dieselben Pflanzen im kontinentaler geprägten Osten länger in Ruhe bleiben dürften und so auch einem ggf. nochmal kalten Spät-/Nachwinter weniger ins Messer laufen.
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Dieser Aspekt des Wandels findet hier noch wenig Beachtung, daher für mich ideal: Chimonanthus praecox! Nicht nur weil es eine Lieblingspflanze ist, sondern auch weil sie ab Weihnachten blüht (und vor allem duftet), wenn es dann auf Februar frostet, ist sie eh durch. Dürreheld ist es halt keiner, aber ein bisschen was wird ausgehalten.
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Dieser Aspekt des Wandels findet hier noch wenig Beachtung, daher für mich ideal: Chimonanthus praecox! Nicht nur weil es eine Lieblingspflanze ist, sondern auch weil sie ab Weihnachten blüht (und vor allem duftet), wenn es dann auf Februar frostet, ist sie eh durch. Dürreheld ist es halt keiner, aber ein bisschen was wird ausgehalten.
- thuja thujon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Herbstaster steht hier auf Lehm auch noch relativ gut da. Fuchsie dahinter auch, alles zwar nicht üppig, aber passabel.
Auf sandigem Lehm und morgens Schatten überrascht dieses Jahr Sida positiv.
Wenig überraschend vital, dabei aber meist erst im Mai austreibend ist Amorphophallus. Steht auch Halbschattig.
Auf sandigem Lehm und morgens Schatten überrascht dieses Jahr Sida positiv.
Wenig überraschend vital, dabei aber meist erst im Mai austreibend ist Amorphophallus. Steht auch Halbschattig.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- thuja thujon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Die Disteln können aber mehr.
Feldmannstreu überzeugt immer, auch in der Sonne. Hier auf sandigem Lehm unter den Trauben, Geht im Eisenbahnschotter aber genauso.
Kugeldistel, keine Ahnung wie die heißt, steht halbschattig, damit kommt sie klar, sonnig aber auch kein Problem.
Artischocke dagegen, die steht halbschattig, das heißt verschwenderischer Austrieb, große Blätter, schlecht gehaushaltet, deshalb vertrocknet. Vollsonnig hat sie bei Trockenheit mehr Chancen, wenn sie von Spätfrösten nicht erwischt wird.
Feldmannstreu überzeugt immer, auch in der Sonne. Hier auf sandigem Lehm unter den Trauben, Geht im Eisenbahnschotter aber genauso.
Kugeldistel, keine Ahnung wie die heißt, steht halbschattig, damit kommt sie klar, sonnig aber auch kein Problem.
Artischocke dagegen, die steht halbschattig, das heißt verschwenderischer Austrieb, große Blätter, schlecht gehaushaltet, deshalb vertrocknet. Vollsonnig hat sie bei Trockenheit mehr Chancen, wenn sie von Spätfrösten nicht erwischt wird.
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- Starking007
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-
Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Cistus laurifolius ist hier Unkraut, in Nordost-Bayern. Samt aus,
Kälte sehe ich gar nicht als Problem, sondern die Holzausreife.
Hier steht er auf Stein-Schotter mit wenig Erde, teils unter Dach!
In der Natur kenne ich Cistus in rotem Lehm, oberflächlich furztrocken, unten irgendwo Feuchte.
Lavendel kann bei uns verdursten, auf Malle besiedelt er blanken Fels in praller Sonne, aber mit Spalten und Rissen.
Kälte sehe ich gar nicht als Problem, sondern die Holzausreife.
Hier steht er auf Stein-Schotter mit wenig Erde, teils unter Dach!
In der Natur kenne ich Cistus in rotem Lehm, oberflächlich furztrocken, unten irgendwo Feuchte.
Lavendel kann bei uns verdursten, auf Malle besiedelt er blanken Fels in praller Sonne, aber mit Spalten und Rissen.
Gruß Arthur
- hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Es hängt von zu viel Bedingungen ab, als das man einfachr Rezepte ausstellen könnte, dass die oder das mit den Veränderungen klarkommt. Und bevor man Empfehlungen ausspricht, wäre es sinnvoll zehn Jahre Erfahrung mit einer Pflanze zu haben, hilfreich auch genaue Standortangaben im Profil, damit der Leser einen Vergleich zur eigenen Situation haben. Wenn einer Lehm und sonniger Hang hat, bilde ich mir nicht ein, das Cistus bei mir genauso gut wachsen würde, wie ihr/ihm. Aber schon die längere Saison im Süden könnte eine Rolle spielen, wie Starking sagt: Holzreife. Angeblich ist es eine oder zwei Wochen Differenz. Wahrscheinlich irgendein Durchschnittswert - ich hab die letzten Jahre oft den Eindruck das es eher zwei bis vier Wochen sind. Inklusive des Spätfrostnachteils im Süden natürlich.
Berlin, 7b, Sand
-
Hans-Herbert
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Der Oleander ist bei mir schon immer pflegeleicht und hitzeresisten.
- hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Nur blüht er nicht mehr wenn der draußen bleibt, selbst wenn der den Winter überlebt. Jedenfalls hier.
Berlin, 7b, Sand
- Mediterraneus
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Viele mediterrane Pflanzen werden auch künftig hier nur für geschützte Stellen verwendet werden können. Ein Cistus mitten im Garten auf normalem Gartenboden wird auch künftig nicht auf Dauer funktioniern.
Man muss bei mediterranen Pflanzen auch beachten, dass die für gewöhnlich im Winter wachsen. Das funktioniert in Mitteleuropa eher nicht, da wir halt auch Frostperioden haben. Sie ziehen sich dort in heißen Sommern zurück, werfen Laub ab, um dann im Winter wieder aufzuholen.
Das heißt, es gibt bei uns dann 2 Perioden, wo nix geht: Sommer mit Dürre und Winter mit Frost.
Pflanzen, die das abkönnen, gilt es herauszufinden.
Man muss bei mediterranen Pflanzen auch beachten, dass die für gewöhnlich im Winter wachsen. Das funktioniert in Mitteleuropa eher nicht, da wir halt auch Frostperioden haben. Sie ziehen sich dort in heißen Sommern zurück, werfen Laub ab, um dann im Winter wieder aufzuholen.
Das heißt, es gibt bei uns dann 2 Perioden, wo nix geht: Sommer mit Dürre und Winter mit Frost.
Pflanzen, die das abkönnen, gilt es herauszufinden.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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- semicolon
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- Wohnort: Koblenz
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- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ich fände das kaum praktikabel, eventuell statistisch repräsentativ aber partikulär nicht aussagekräftig und sogar fatal für dieses Hobby. Einerseits werden viele Arten von Natur aus gar nicht so alt, gerade die erwähnten mediterranen Halbsträucher neigen zum Vergreisen. Lavendel, Cistus und viele andere werden einfach unansehnlich. Gewürzsalbei z.B. ist hier nach ca. 6-7 Jahren überfällig oder entstellt und kommt nach Radikalverjüngung entweder schlecht oder "erfriert" im nächsten Winter. Von Lavendel ist das Spielchen ebenfalls jedem bekannt. Manche Zuchstsorten sind noch kurzlebiger. Dann gibt es immer und immer häufiger Extrem-Ereignisse (wie z.B. dieser Sommer) oder ein sehr kalter Winter, extremer Regen, you name it.hobab hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 07:13 Es hängt von zu viel Bedingungen ab, als das man einfachr Rezepte ausstellen könnte, dass die oder das mit den Veränderungen klarkommt. Und bevor man Empfehlungen ausspricht, wäre es sinnvoll zehn Jahre Erfahrung mit einer Pflanze zu haben, hilfreich auch genaue Standortangaben im Profil, damit der Leser einen Vergleich zur eigenen Situation haben. Wenn einer Lehm und sonniger Hang hat, bilde ich mir nicht ein, das Cistus bei mir genauso gut wachsen würde, wie ihr/ihm. Aber schon die längere Saison im Süden könnte eine Rolle spielen, wie Starking sagt: Holzreife. Angeblich ist es eine oder zwei Wochen Differenz. Wahrscheinlich irgendein Durchschnittswert - ich hab die letzten Jahre oft den Eindruck das es eher zwei bis vier Wochen sind. Inklusive des Spätfrostnachteils im Süden natürlich.
Daraus auf eine generelle Eignung oder eben Nicht-Eignung zu schließen würde einerseits die Vielfalt extrem einschränken und Fortschritt stoppen, andererseits wäre die Schlussfolgerung einfach falsch. Weil Fakt ist doch: Empfehlungen und Informationen sind keine Garantien für Erfolg. Mir z.B. ist es wichtiger, Erfahrungen zu sammeln als einfach nur die Fläche für die nächsten Jahrzehnte zu begrünen, sonst könnte ich bei einem Feld aus Giersch und Gundermann im Schatten des Holunderbusches bleiben.
Pflanzen leben nunmal und reagieren auf unterschiedliche Umweltfaktoren, das kann 20m weiter völlig anders sein, Beweise dafür gibt genug und wurden hier zig-fach gebracht. Die Frage nach "Woran hats jelege?" mit einer allgemeingültigen Antwort zu beantworten, wäre schlichtweg falsch.
Mir ist jedenfalls nach Jahren noch kein Cistus gestorben. Auch nach -11° im nassen Lehm nicht. Und meine Cistus haben sich nicht über Winterhärte informiert ;-)