Der Vergleich ist ohne das Klima wenig nützlich. Manche Sorten reifen ganz gut weiter, auch wenn es kühl wird, andere fallen dann in ein Qualitätsloch. Dottato würde ich bei Sonne und Wärme höher einschätzen, Madeleine des deux saisons auch, die wird wirklich Spitze wenn sie Energie hat, "Pfirsich" schmecke ich da ebenfalls. Ronde de Bordeaux ist die sichere Miete und gewinnt nur im wenig sonnigen Spätsommer, verliert aber den Vergleich bei Feigenwetter.
Geschmackssache ist auch wichtig. Es gibt Honigfeigen (möglichst vollsüss) und Beerenfeigen (fruchtig, saftig, nach diversen Beeren). Erstere sind auch super Trockenfrüchte.
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Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte (Gelesen 5204883 mal)
Moderator: cydorian
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Ich schließe mich da Röschen an. Ich lasse sie auch gerne noch etwas hängen, weil sie dadurch an Konzentration und geschmacklicher Tiefe gewinnen. Man sollte halt wissen, wann es zu spät ist, denn die Sorten die nicht am Baum trocknen können, "kippen" irgendwann und fangen an zu gären und werden etwas "weinig". Bei Pastilière etwa geht das ziemlich schnell.kaliz hat geschrieben: ↑30. Aug 2026, 15:05 Ehrlich gesagt, mag ich die gerade reif gewordenen Feigen ohnedies lieber. Mag sein, dass sie noch süßer werden, wenn man sie länger hängen lässt, aber sie verlieren dann auch den letzten Rest Säure, wodurch der Geschmack flacher wird. Außerdem hab ich genug Feigen, dass die Insekten auch ein paar abhaben können. Ist ja jetzt nicht so, dass ich gar nichts ernten kann. Ich muss nur schnell genug sein.
Bei Pastilière kamen wir mit dem Essen gar nicht nach, da waren mehrere nicht mehr optimal. Viele wurden ebenfalls von Wespen, Ameisen und anderen Tieren gefressen. So wie sie abgebildet sind, leicht schrumpelig, sind sie noch wirklich gut, aber extrem konzentriert.
Ich habe gestern eine LdA meines ehemaligen Strauchs, der bei mir nicht gut trug, gekostet. Er ist bei Bekannten, wo er deutlich ertragreicher ist. Die LdA war wirklich vollreif und es ist erstaunlich, was in dieser Sorte bei optimaler Reife geschmacklich steckt. Konzentriert, komplex, saftig und eine angenehm zarte Textur.
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Zuletzt geändert von philippus am 31. Aug 2026, 16:16, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
zB Negronne Brebas ab Juli für knapp 3 Wochen -> RdB / Pastilière / HC ab August für 3-4 oder 5 Wochen -> Negronne Herbstfeigen direkt anschließend oder ein wenig überlappend - und hier erstreckt sich die Negronne Reife bis weit in die zweite Oktoberhälfte, gute 5 Wochen lang.helga7 hat geschrieben: ↑31. Aug 2026, 11:34 Ich ernte im Moment viele RdB (ausgepflanzt), die Negronne und die Bayernfeige (welche auch immer das ist) liefern die ersten Herbstfeigen (Topf). Sucrette und Panachee sind noch nicht am Schwellen. Mein Ziel, Feigen von Mitte Juli bis Ende Oktober zu ernten, ist erreicht.![]()
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Der Buddler
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Wir hatten hier im Oberrheingebiet einen durch und durch mediterranen Sommer mit wirklich perfekten Bedingungen und die Ronde de Bordeaux hat in mehreren Verkostungen für uns die anderen klar übertroffen.cydorian hat geschrieben: ↑31. Aug 2026, 15:10 Der Vergleich ist ohne das Klima wenig nützlich. Manche Sorten reifen ganz gut weiter, auch wenn es kühl wird, andere fallen dann in ein Qualitätsloch. Dottato würde ich bei Sonne und Wärme höher einschätzen, Madeleine des deux saisons auch, die wird wirklich Spitze wenn sie Energie hat, "Pfirsich" schmecke ich da ebenfalls. Ronde de Bordeaux ist die sichere Miete und gewinnt nur im wenig sonnigen Spätsommer, verliert aber den Vergleich bei Feigenwetter.
Geschmackssache ist auch wichtig. Es gibt Honigfeigen (möglichst vollsüss) und Beerenfeigen (fruchtig, saftig, nach diversen Beeren). Erstere sind auch super Trockenfrüchte.
Wir haben alle Bäume auch schon über 10 Jahre und verschiedenste Witterungen durch.
Bleibt natürlich Geschmackssache, aber wir haben immerhin zu dritt getestet.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Gota de Miel
Etwas zu früh geerntet, aber da waren schon Ameisen , Schneckenfraß, die Ostiole war offen und riss auf. Die Feige wuchs direkt über dem Boden. Ein Wunder, dass sie bisher überlebt hat.
Auf dem Bild sieht sie grün aus, geht aber ins Gelbe. Ein Gelb, das Isi d'Oro bei mir nicht liefert.
Ca. 60g
Etwas zu früh geerntet, aber da waren schon Ameisen , Schneckenfraß, die Ostiole war offen und riss auf. Die Feige wuchs direkt über dem Boden. Ein Wunder, dass sie bisher überlebt hat.
Auf dem Bild sieht sie grün aus, geht aber ins Gelbe. Ein Gelb, das Isi d'Oro bei mir nicht liefert.
Ca. 60g
Isi d'Oro, Brown Turkey, Ronde de Bordeaux, "LdA/Peretta", Petrovača (Kempf), Sultane,Twotimer Early Blue, Gustis Hellas, Unbekannte aus Ungarn, Faruks Turca, Gota de Miel, "All Years Hector/BT",Amacord, Desert King, La Favière
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Meine stehen seit 15, tragen seit 12, essen tun sie zwei Erwachsene und meine vier Kinder. Das sehe ich aber keineswegs als gewichtiger oder fundierter an nur weil die Zahlen grösser sind, sondern Ausdruck unserer subjektiven Wertung. Subjektivität kennt kein Gewicht.Der Buddler hat geschrieben: ↑31. Aug 2026, 16:05 Wir haben alle Bäume auch schon über 10 Jahre und verschiedenste Witterungen durch.
Bleibt natürlich Geschmackssache, aber wir haben immerhin zu dritt getestet.
Nachdem nun zumindest hier in fast allen Gärten Feigen stehen, aber habe ich generell den Eindruck, dass man den beerigen Typ hierzulande höher einschätzt wie den Honigfeigentyp, was auch in deiner Wertung über Doree und Dottato (angeblich = Kadota, aber da gibts mehre) zum Ausdruck kommt.
In Italien ist das beispielsweise anders, dort dürfte der Honigfeigen-Typ etwas stärker verwurzelt und wirtschaftlich wichtiger sein als der beerige Typ. In Süditalien auf jeden Fall.
Definition Honigtyp: Dottato, Fico Bianco del Cilento, Brogiotto Bianco, helles bis bernsteinfarbenes Fruchtfleisch, sehr süß, honigartig, wenig Säure, hervorragend zum Trocknen.