Re:Primeln 2008
Verfasst: 17. Apr 2008, 23:45
woraus schließt du das? Es sind unterschiedliche Farben der Primula x polyantha... man kann ganz gut erkennen, daß es alles Sämlinge mit unterschiedlichen Eltern sind.
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woraus schließt du das? Es sind unterschiedliche Farben der Primula x polyantha... man kann ganz gut erkennen, daß es alles Sämlinge mit unterschiedlichen Eltern sind.
Danke Pumpot, für die gute Daarstellung! So hatte ich es bisher auch verstanden. ;)LG., OliverDie Blüten der Wildform hängen immer auf einer Seite nach unten. Niemals stehen die allesamt aufrecht. Und das bei keiner der verschiedenen Unterarten, die zudem allesamt schwefelgelb blühen. Neuerdings wird P. amoena zu P. elatior gerechnet. Nur diese alpine P. elatior ssp. meyeri besitzt dunkelpurpurviolette Blüten und ist auf Dauer nahezu unkultivierbar. Kein Wunder bei ihren Standortansprüchen.Auch unsere heimische P. vulgaris ssp. vulgaris besitzt nur schwefelgelbe und in geringerem Prozentsatz cremeweiße Blüten. Die unterschiedlichen Fartöne im gärtnerischen Sortiment steuerten die anderen Unterarten von P. vulgaris bei. Nur sind diese von Griechenland entlang den Schwarzen Meeres bis in den Nordiran beheimatet. So liefert P. vulgaris ssp. sibthorpii rosapurpurne Farbtöne. Die P. vulgaris ssp. iberica überrascht mit rein weißen, über zartrosa zu dunkelroten Blüten und blau verdanken wir P. vulgaris ssp. heterochroma. Erst als diese in die Gartenkultur eingeführt wurden, begann die Primelzüchtung so richtig. Da P. elatior, P. veris und P. vulgaris in Kultur sehr leicht miteinander bastardieren, wird bei diesen nur noch von Polyantha-Hybriden gesprochen. Die Gold Laced werden deshalb auch zu den P. x polyantha gerechnet. Entstanden sind sie etwa Mitte des 18. Jahrhunderts aus P. elatior und P. vulgaris.
Aus deiner Antwort spricht sehr viel Unkenntnis über die Historie der Primelzüchtung und der Namensgebung.pumpot, abgesehen, dass es etwas unverschämt ist, dass du behauptest ich hätte noch nie einen Wildtyp von P.elatior gesehen muss ich dich in Bezug auf die P. x polyantha korrigieren. Wobei mir egal ist wie du deine Primeln nennst, aber im Sinne der Sache möchte ich doch sagen, dass die Engländer alle Primeln, die eine Dolde haben Polyanthas (Poly- = viele; anthos = Blumen) nennen. Dann dazu übergegangen sind auch die P.acaulis Syn. P.vulgaris so zu nennen. Die Kultivare der Polyantha-Hybriden und die der Primrose Hybriden unterscheiden sich nun allerdings darin, dass die einen eine Dolde haben, also Doldenprimeln sind, die anderen sind Kissenprimeln.Das Wort Hybride für die oben genannten Kultivare berücksichtigt nur Gärtnerische Notwendigkeiten aber unterscheidet nicht zwischen Auslesen und Kreuzungen. Leider.Die mit den nickenden Blüten war übrigens P.veris. In Post #51 und #52 auf Seite 4 zeige ich Bilder von P.veris 'Sunset Shades'. Die haben nickende Blüten. Die P.elatior in Post #53 lässt keinen Zweifel über ihren Namen aufkommen.P.elatior zeigen in Kultur gelbrote Blumen während bei P.veris selten auch bei wilden Pflanzen rote Blumen vorkommen. In Kultur treten bei P.veris bunte Blumen und kronenartige Kelche auftreten.Dass Unterarten an dem Farbenspiel beteiligt sein könnten, diese Idee hatte ich auch, daher hatte ich ja diese mir abstrus vorkommende Kulturanleitung, die für P. amoena (Syn. P. elatior subsp. amoena) gilt, beschrieben. Feuchter Torfboden bei gutem Wasserabzug.Ich halte es allerdings wie bei anderen Gattungen auch, für sehr unwahrscheinlich, dass Pflanzen, die erst sehr spät in Deutschland unter Botanikern bekannt geworden sind oder kultiviert wurden, an der Vielfalt unserer seit Jahrhunderten kultivierten und ausgelesenen Pflanzen beteiligt sind.
Du meinst zum Beispiel so eine wie auf dem angehängten Foto? Von solchen Sämlingen, bei denen die Mutter Primula veris zu sein scheint, deren Blüten und Habitus aber größer und vor allem rot sind, habe ich viele mit minimalen Abstufungen was die Größenverhältnisse und die Blütenfarbe angeht.Da vielfach bei den P. veris Auslesen in Kultur die Blüten vergrößert sind, ist eine Hybridisierung anzunehmen. Die Artmerkmale können dabei dominant bleiben.

ich halte es nicht für nötig, hier wieder persönlich zu werden.Aus deiner Antwort spricht sehr viel Unkenntnis über die Historie der Primelzüchtung und der Namensgebung.![]()
Die aktuelle Nomenklatur nach dem St. Louis Code von 2000 hat der Primel Primula amoena M.Bieb. Syn. P.elatior (L.) Hill subsp. meyeri (Rupr.) Valentine & Lamond Syn. P.elatior var. amoena (M. Bieb.) Duby, einen eigenen Artstatus gegeben.In deinen übrigen langen Ausführungen sehe ich nicht welche meiner Argumente du damit in Widerspruch siehst.Die Unterscheidung von Primrose und Polyantha Sortengruppen ist durch den ICNCP ebenfalls festgelegt.Seit ca. 10 Jahren wird P. amoena zu P. elatior gestellt und heißt gültig P. elatior ssp. meyeri.