Mufflon, in unserer (Samstag mal wieder "auf Kopf" geschnittenen) Linde nisten nur Amseln. Ich bin auch nicht sicher ob ich gerne Bussarde in 2 m Entfernung zum Schlafzimmer hätte: Eine unserer beiden Pflegekatzen ist ein sehr zierliches Exemplar
Rocambole, bei uns (siehe unten) hält sich auch immer nur *ein* Rabenkrähen-Paar auf. Ich mag sie auch weil sie klug genug sind, sich an "Abmachungen" zu halten und sich als Greifvogel-Frühwarner und ggf. - Vertreiber betätigen: Die sollen natürlich auch leben aber wenn´s im Rest der Welt schon so brutal her geht sollen die Kleineren, Schutzlosen wenigstens hier ein friedliches "Vogel-Bullerbü" haben...
Hier gibt´s immer noch eine geschlossene Schneedecke obwohl es tagsüber leicht in den Plusbereich geht. Gestern und heute mit etwas Sonne. Frost ist noch bis zum Wochenende vorhergesagt, in den nächsten Nächten bis minus 8 Grad.
Goldammern sind inzwischen nur noch morgens viele da (um die 30), tagsüber aktuell meist maximal die Hälfte gleichzeitig. Vielleicht beziehen die Ersten schon ihre Nist- und Brutquartiere in den Knick-Hecken, zumindest sind da schon wieder ein paar zu sehen.
Vielleicht halten sich einige, zusammen mit dem Großteil der Spatzen, auch bei der Nachbarin auf, die vier Gärten weiter überwiegend Weizenkörner füttert.
Mehr geworden sind die Amseln, die fast ganztägig da sind (15 Stück im Verhältnis 7:8): In der Morgendämmerung immer die Ersten und am späteren Nachmittag die Letzten, die nach Futterresten suchen.
Leider nicht mehr dabei war heute das derangierte Männchen, dem der mittlere Teil der Schwanzfedern und auf einer Seite mindestens eine Schwungfeder fehlt. Gestern hat es noch, so tapfer wie überwiegend erfolgreich, erbeutete Apfelstücke jeweils gegen Konkurrenten verteidigt, wirkte also nicht unvital.
Ich hoffe daher, dass es sich einen Futterplatz mit weniger Konkurrenz gesucht hat. So wie die vereinzelten Männchen, die hier und da im Wald anzutreffen sind, wo sie die Laubschichten unter dichteren Bäumen und Sträuchern durchwühlen.
Hier sind die Amseln auch schlau genug, sich bei der Annäherung von Greifvögeln nicht in den Luftraum zu flüchten sondern Deckung in und unter Buchsen, Eiben und Koniferen zu suchen, wo zumindest ein Teil von ihnen in Letztgenannten auch übernachtet. Unter den Immergrünen ist am Boden hier ebenfalls das Unterste zuoberst gekehrt, irgendwas Freßbares scheint dort also zu finden zu sein.
Ein oder zwei Amselweibchen „tauchen“ auch regelmäßig in den Buchs, in den morgens immer ein Schwung getrocknete Mehlwürmer geschüttet wird. Vielleicht verstärken sie im Frühling dadurch das Team der Zünsler-vertilgenden Vögel? Das wäre sehr erfreulich.
Den Zilzalp, der seit zwei, drei Jahren ganzjährig diesen (daher zünslerfreien) Buchs bewohnt und für den die Mehlwürmer eigentlich bestimmt sind, habe ich seit Anfang Dezember nicht mehr gesehen. Hoffentlich hat er den diesmal längeren Winter vorher geahnt und ist ausnahmsweise in wärmere Gefilde ausgewichen.
Heute morgen war eine dritte Rabenkrähe da, allerdings nur sehr kurz. Die beiden anderen haben sie mit Geschrei bis außerhalb des Sichtbereichs vertrieben.
Ebenfalls vertrieben wurde mal wieder das zweite Rotkehlchen vom „ansässigen“, das sein Revier für sich alleine haben will.
Schon ganz früh saß ein Star auf dem vorderen „Futter“tisch und kam dann öfter wieder um Haferflocken und Körner zu fressen. Ab mittags war dann ein Zweiter dabei. - Hoffentlich auch Frühlingsboten wie der gestern gesehene Storch. Eine ganze Schar davon brauchen wir aber nicht nochmal für längere Zeit, so eine hat in einem Sommer vor ca. 3 Jahren nämlich alle anderen Singvögel vertrieben und die Kirschen schon vor der Reife komplett vertilgt.
Über dem hangabwärts gelegenen, noch zugefrorenen Dorfteich, eigentlich ein kleiner See, kreiste am Vormittag ein Schwarm größerer Vögel, die aus der Entfernung nicht zu identifizieren waren. Vielleicht Graugänse: In 15 km Entfernung wurden schon welche gesichtet.
Nach der Mittagsfütterung, bei der es immer auch nochmal Äpfel gibt (das Morgenfutter ist bis dahin komplett verputzt) kam dann nochmal eine der Wacholderdrosseln (nicht die „buntere“) um Apfelstücke zu fressen. Diesmal konnte ich sie fast nur von hinten sehen. Dabei fiel auf, dass sie unterhalb des Schwanzes aussieht, als ob sie eine hellgraue Plüsch-Unterhose anhätte. Nicht die schlechteste Idee bei diesem Wetter.
