Ich bin mit meinen Garteneinblicken sehr hintendran, die letzten paar Wochen war ich auch beruflich und privat sehr eingespannt, im Februar war das Wetter fast durchgängig scheußlich, bis dann endlich Ende Februar/Anfang März das Wetter komplett umschaltete und innerhalb von einer Woche alles durchblühte, was zuvor wochenlang auf wärmere Temperaturen gewartet hat. Mittlerweile sind die Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse vollständig verblüht, ebenso die Zwiebeliris (abgesehen von ein paar im November gesteckten Nachzüglern von der Resterampe), auch die Leberblümchen lassen bereits teilweise schon ihre Blütenblätter fallen, dafür blühen nun immer mehr Primeln und Narzissen im Garten auf.
Ich habe natürlich trotzdem versucht, regelmäßig Fotos zu machen, zuerst hole ich einmal das nach, was in den letzten Wochen liegengeblieben ist. Meine
bisher gezeigten Fotos reichen nur bis Anfang Januar, dazu hatte ich die
Gruselbilder von Mitte Februar gezeigt. Zunächst kommt hier also eine Rückschau auf die schönen Einblicke von Ende Januar/Anfang Februar. Später komme ich dann auch noch zu den aktuellen Fotos aus dem März, aber der eine oder andere mag sich vielleicht noch an den Spätwinter-Impressionen erfreuen (und im Norden der Republik sind solche Eindrücke vielleicht noch aktuell

).
Ende Januar gab es ein paar trockene und sogar recht sonnige Tage, da wirkten die noch nicht zurückgeschnittenen Stauden sehr schön im Licht der tiefstehenden Wintersonne am späten Nachmittag. Viel Frost gab es diesen Winter ja nicht, hauptsächlich in den Tagen nach Weihnachten, Schnee war bis auf die erste Januarwoche auch keiner mehr gefallen, daher standen viele Stauden und Gräser zum Glück auch noch aufrecht. Der Rasen ist zu dieser Jahreszeit zwar etwas struppig, aber erstaunlich grün, und bildet so auch einen netten Kontrast zu den Brauntönen in den Staudenbeeten.
In meiner "Zaubernuss-Ecke" blühte nur Hamamelis 'Jelena' schon üppig seit Weihnachten, nun legten auch 'Twilight' und 'Feuerzauber' los. Auch die bunte Rinde der Hartriegel leuchtet schön zu dieser Jahreszeit, und schon seit dem Herbst machen vor allem die Silbertaler unter meiner Tanne viel Freude, bringen sie doch viel Struktur in diese dunkle, etwas trostlose Ecke.
Viele Blüten gibt es neben den Zaubernüssen zu dieser Jahreszeit nicht, hauptsächlich blühen die Christrosen, auch die Winterheckenkirsche hinterm Gartenhaus hat bereits einige Knospen geöffnet, und die ersten Winterlinge und Schneeglöckchen zeigten schon Farbe. Zusammen mit den Vorfrühlingsalpenveilchen und Krokussen kommt ihre große Stunde aber in der Regel erst im Februar.
Auch im Vorgarten sind es eher die Strukturen, welche im milden Sonnenlicht für schöne Konturen sorgen, dank der nicht ganz so heftigen Regenfälle letzten Sommer blieben die Fetthennen einigermaßen aufrecht, ansonsten wirkt vor allem das Gerippe der Bartblume samt dem herrlichen Miscanthus im Nachbargarten (hier wollen die Miscanthus leider nicht so, warum auch immer), nur die Blüten der Christrosen leiden immer sehr im Winterregen, wahrscheinlich muss ich denen wirklich mal ein Dach bauen, um sie besser genießen zu können...
Zwei Wochen später gab es dann den ersten Frühlingshauch, mit Temperaturen um die 10°C, und an einem einzigen Tag schien auch einmal die Sonne, leider war ich da nicht zu Hause und hatte die erste Blüte von Schneeglöckchen, Winterlingen und Krokussen hier im Garten verpasst. Aber immerhin, mein Schattenbeet unter der Kolkwitzie hielt dem Regen einigermaßen stand, und die ersten Schneeglöckchen-Sorten blühten oder zeigten zumindest dicke Knospen, wie 'Godfrey Owen', 'Lapwing', 'Kildare', 'Warei' und ein paar andere.
Im Vorgarten zeigte sich der erste Krokus (C. sieberi 'Firefly'), und auch Eranthis 'Schwefelglanz' im Schattenbeet hatte dicke Knospen, ein einziges Foto im Sonnenschein ist mir gelungen, bevor der Himmel wieder dicht war. Die sonnigen Momente im Februar waren wie gesagt ausgesprochen rar gesät, und mit knapp 100 Litern Regen kam etwa das Dreifache des üblichen Februar-Niederschlags herunter, und immer noch das Doppelte eines Monatsdurchschnitts.
Fortsetzung folgt...