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Re: Rosa Alba
Verfasst: 16. Jun 2026, 21:12
von Hyla
LadyinBlack hat geschrieben: ↑16. Jun 2026, 21:04
Da sie sich nicht leicht aussäen und auch nicht leicht kreuzen wie andere Rosenklassen, kennen wir heute nur noch recht wenige Sorten.
Hast du das ausprobiert?
Ich habe bisher nirgends gelesen, daß sie sich schlecht aussäen lassen. Meine haben jedes Jahr Hagebutten dran, darum ging ich von leichter Aussaat aus.

Re: Rosa Alba
Verfasst: 16. Jun 2026, 21:30
von Chica
@LiB
Ich hatte den verlinkten Wikipedia-Artikel gelesen und trotzdem nicht verstanden, was eine „Fund“-Rose ist. Der Begriff “Engelsblut“ hat sich dann beim zweiten Mal lesen erschlossen. Eine Rose die leicht rosa aufblüht und ganz weiß weiterblüht hat wohl „Engelsblut“. Wer sich nicht mit Rosen beschäftigt, außer mit Wildrosen wie ich, kann mit dem Begriff nichts anfangen. Ich verstehe den Begriff Rosenklassen auch nicht. Botanisch gibt es Arten und Sorten, darüber Familie, Gattung usw.. Ich spüre da nichts bei der menschlichen Rosenkultur, Du spürst ja auch nichts bei einer Knautien-Sandbiene auf
Knautia arvensis. Menschen sind verschieden

. Ich wollte aber trotzdem die Begriffe verstehen, weil ich sie noch nie gehört habe.
Re: Rosa Alba
Verfasst: 16. Jun 2026, 21:39
von Acontraluz
Stop, Chica,
woher willst Du denn wissen, was LiB beim Anblick einer Knautien-Sandbiene auf Knautia arvensis empfindet?
Der Begriff „Engelsblut“ ist auch neu für mich.
Re: Rosa Alba
Verfasst: 16. Jun 2026, 22:43
von martina 2
Chica, und ich verstehe den abfälligen Ton nicht, den du da hereinbringst, obwohl du zugibst, nichts davon zu verstehen - vermutlich schon gar nichts von der Aufregung, eine möglicherweise sehr alte Rose "gefunden" zu haben, sie wenn möglich zu identifizieren, vielleicht sogar einen Ausläufer in den eigenen Garten pflanzen zu können. So ist es jedenfalls mir gegangen, meine Fundalba stammt vom einem extrem entlegenen kleinen Bauernhaus im Waldviertel. Um das überhaupt richtig verstehen zu können, muß man wissen, daß es in dieser früher sehr armen Gegend außer Eßbarem kaum Gartenpflanzen gab, schon gar nicht Rosen, also - wie/wann ist sie hierher gekommen? Schlösser, Burgen, Klöster in der Umgebung, Angestellte, die einen Ausläufer nach Hause mitgenommen haben? Von meiner Fundfrankofurtana weiß ich, daß die Mutterrose des Ausläufers zumindest seit hundert Jahren an einem ebenfalls sehr alten Bauernhaus gestanden ist...
Re: Rosa Alba
Verfasst: 17. Jun 2026, 07:17
von Chica
Ist ja gut, bin schon weg

.
Re: Rosa Alba
Verfasst: 22. Jun 2026, 11:13
von Blush
Vielen Dank für den Link, Martina. Der Text hat zu meinem Verständnis beigetragen, ebenso wie Karin Schades Text in ihrem Blog:
https://rosenpark-reinhausen.de/2017/08 ... en-rose-2/
Ich habe noch eine Fundrose der Alba-Klasse, die ich für 'Suaveolens' gehalten hätte, das erscheint mir nun sehr ungewiss. Ich wusste nicht, dass Alba-Sämlinge als Unterlage verwendet wurden. Da scheint mir eine Zuordnung ohne sehr großen Aufwand nahezu unmöglich. Was mich nicht stört, schön sind sie allemal und das Thema interessant. Ich finde es klasse, dass es immer noch sehr passionierte Menschen wie sonnenschein gibt, die sich mit großem Aufwand des Themas annehmen.

Re: Rosa Alba
Verfasst: 22. Jun 2026, 11:40
von Hyla
Meine Frage ist wahrscheinlich untergegangen, sorry, darum nochmal:
Hyla hat geschrieben: ↑16. Jun 2026, 21:12
LadyinBlack hat geschrieben: ↑16. Jun 2026, 21:04
Da sie sich nicht leicht aussäen und auch nicht leicht kreuzen wie andere Rosenklassen, kennen wir heute nur noch recht wenige Sorten.
Hast du das ausprobiert?
Ich habe bisher nirgends gelesen, daß sie sich schlecht aussäen lassen. Meine haben jedes Jahr Hagebutten dran, darum ging ich von leichter Aussaat aus.
In einem Garten in der Nähe stehen drei verschiedene Albas. Die sind vorletztes Jahr bei einer Zaunsanierung bereits sehr reduziert worden und darum beschäftigt mich das. Ein anderes großes Exemplar woanders wurde bereits komplett entfernt.
Viele Alteigentümer sterben jetzt weg und mit dem Verkauf wird der Garten 'verschönert'.
Eine der Fundrosen von Christiane Frost an einem Bahnhof haben wir letztes Jahr gesucht, die Rose gibt's aber anscheinend nicht mehr. Der Bahnhof sah recht frisch saniert aus mit barrierefreiem Zugang und so, dabei wurde die Rose u.U. gerodet.
Re: Rosa Alba
Verfasst: 23. Jun 2026, 20:08
von LadyinBlack
Oh sorry, Hyla, hier ist aktuell Rosenrausch angesagt.

Unsere alten europäischen Gartenrosen geben hier jetzt alles, und da bin ich " in den Rosen" und nicht im Forum unterwegs.
Nein ich habe es nicht ausprobiert. Aber du kannst durchaus fast überall nachlesen, dass sich gerade die 3 " Ur-Albas" , also 'Semiplena ' als vermutlich erste Alba und dann die beiden Gartenformen ' Suaveolens' und dann 'Maxima' sehr ungern kreuzen und auch nicht sehr willig wirklich Frucht ansetzen. Sonst würde es doch auch deutlich mehr Sorten geben! Vor allem auch im Vergleich mit den Gallica-Rosen wird das deutlich. Mit Maiden' s Blush hingegen gibt es sogar moderne Alba-Hybriden.
Auch die vegetative Vermehrung ist bei den " alten weißen Albas" ziemlich anspruchsvoll bis erfolglos.Auch das habe ich nicht ausprobiert, sehe aber keinen Grund, diese Aussagen anzuzweifeln.
Probiere es doch einfach aus!
Re: Rosa Alba
Verfasst: 23. Jun 2026, 22:07
von Hyla
LadyinBlack hat geschrieben: ↑23. Jun 2026, 20:08
Auch die vegetative Vermehrung ist bei den " alten weißen Albas" ziemlich anspruchsvoll bis erfolglos.Auch das habe ich nicht ausprobiert, sehe aber keinen Grund, diese Aussagen anzuzweifeln.
Probiere es doch einfach aus!
Kein Problem. Rosenfieber kann ich absolut nachempfinden.
Mich wunderte das nur, weil sie immer Hagebutten ansetzen. Da bei mir aber auch ausgetriebene Unterlagen, wohl R. canina, rumstehen, ist mein Interesse an Kreuzungen damit eher nicht vorhanden. Noch mehr einmalblühende ungefüllte Rosen braucht die Welt wahrscheinlich nicht.
Ja, das mit den Stecklingen/Steckhölzern habe ich mitbekommen. Blöde Sache.