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Re: Tomaten 2026
Verfasst: 17. Jun 2026, 15:15
von Rou Fu Rong
Danke für die Vorschläge.
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 17. Jun 2026, 15:20
von thuja thujon
Kalimagnesia und Schafwollpellets sind vollkommen ok. Die stehen im GH, nicht im Kübel. Da braucht es keine NPK, weil der Boden überversorgt ist.
Ich würde mal weiter beobachten. Wenn Kali da ist, wirds nicht zu mehr Mangel kommen. Bei Stresswetter mal Symptome ausgeprägt, die nicht zurückgehen, es gibt schlimmeres.
Bei dem warmem und Luftfeuchten Wetter auf Blütenendfäule achten, also heute Abend wäre ein guter Zeitpunkt für erste Calciumspritzungen auf die Frucht, wenn einem die Probleme mit der Blütenendfäule bekannt vorkommen. Schnelles Wachstum bei wenig Transpiration gilt immer noch als Hauptursache.
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 17. Jun 2026, 15:28
von Rou Fu Rong
Blütenendfäule hatte ich zum Glück im Beet noch nicht. Nur im Kübel ab und zu. Ich werde beobachten. Jetzt gibt es die nächsten Tage erstmal Hitzestress für die Pflanzen im Folientunnel.
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 17. Jun 2026, 16:58
von Glowworm
thuja thujon hat geschrieben: ↑17. Jun 2026, 15:20
...also heute Abend wäre ein guter Zeitpunkt für erste Calciumspritzungen auf die Frucht...
Obwohl ich noch keine BEF hatte, interessiert mich das Thema.
Würdest Du in dem Fall mit Wuxal spritzen...oder hast Du ein Hausmittelchen?
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 18. Jun 2026, 00:55
von thuja thujon
Wuxal ist ein Markenname wie Gabis Obstbaumdünger. Für mich nichts wert, weil nicht klar ist, was gemeint ist. Ob Calciumchlorid, Calciumnitrat oder andere Calciumsalze besser geeignet sind, entscheidet die jeweilige Luftfeuchtigkeit vor Ort in der aktuellen Situation.
Wenn du Geld sparen möchtest, kauf Luftentfeuchter Nachfüllpacks und löse sie in Wasser auf (Calciumchlorid = Gabis Obstbaumdünger = Wuxal).
Gestern Abend ist allerdings seit vorhin rum.
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 11:58
von lucullus_52
Nach vierwöchiger Abwesenheit habe ich unter meinen Tomaten (auch anderswo) einen "Urwald" aus Vogelmiere vorgefunden. Einen Teil habe ich erst mal entfernt, also runtergeschnitten/-rissen bis auf ca. 3-4 cm. Dabei habe ich allerdings bemerkt, daß in diesem bewachsenen Bereich die Erde feuchter geblieben war, als in "Unkraut"-freien Bereichen.
Wie sind Eure Erfahrungen mit solchen Bodenbedeckern unter Tomaten etc.? Ist es von Vorteil, sie wachsen zu lassen, oder sollten sie doch weitestgehend entfernt werden?
Die Tomatenpflanzen sehen dank automatisierter Bewässerung (Perlschlauch) für mein laienhaftes Auge sehr gut aus.
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 12:12
von adiclair
Vogelmiere und auch sonstiges wachsendes Kraut verbraucht nun aber auch Wasser (und Nährstoffe).
Wenn du den Boden unter z.B. den Tomaten beschatten willst, dann solltest du eher Rasenschnitt verwenden...
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 12:30
von thuja thujon
Rasenschnitt schließt allerdings keine Nährstoffe auf und verbessert nur bedingt den Boden, üblichen Gartenboden mit bereits hohen Humusgehalten jedenfalls nicht. Also Lebendmulch hat schon Vorteile.
Das mit dem Wasserverbrauch wird immer wieder behauptet, Fakt ist aber dass es erst ab einer gewissen Pflanzenhöhe zu mehr Wasserverlust im Vergleich zu mehr Wasser halten und Boden Wasserhaltfähiger machen kommt.
Solange die Pflanzen noch niedrig sind, spart man also Wasser.
Flach abschneiden oder grob Grubbern ist das häufigste Vorgehen um die Begrünung stören. Abtöten oder entfernen macht keinen Sinn.
Nachteil bei Vogelmiere ist, dass man sich mit den tausenden Samen das Beet versaut. Man sollte Arten auswählen, die nicht so schnell Samen bilden. Dann kann das was werden.
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 12:39
von Apfelbaeuerin
thuja thujon hat geschrieben: ↑19. Jun 2026, 12:30
Nachteil bei Vogelmiere ist, dass man sich mit den tausenden Samen das Beet versaut.
Ja, das würde mir auch zu denken geben...
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 12:47
von adiclair
Es geht ja aber nun mal um das Beschatten, das die Erde länger feucht ist.
Ja, statt Vogelmiere lieber Zimbelkraut (anstatt Rasenschnitt).
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 13:07
von Roeschen1
Ich schlage mal Lavagranulat vor, kann man nach Abräumen ja sammeln und wieder verwenden.
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 13:07
von Hyla
Vielleicht wäre niedrige Tagetes noch besser, weil garantiert nicht winterhart. Wenn Frost, dann tot.
Aber die Vogelmiere ist essbar und schmeckt gar nicht so schlecht. Falls du sie magst, paßt sie auch kleingeschnippelt in einen Salat. Lange nicht so grausam im Aroma wie Giersch.

Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 13:21
von thuja thujon
Man könnte auch langsam über Feldsalat unter Tomaten nachdenken. Wenn die Temperaturen irgendwann passen, wird er keimen und meist besser schmecken als Vogelmiere. Jedenfalls wenn man nicht zu den gefiederten Dinos gehört.
Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 13:26
von Tempel-Hof-Gärtner
thuja thujon hat geschrieben: ↑19. Jun 2026, 12:30
...Lebendmulch hat schon Vorteile.
Das mit dem Wasserverbrauch wird immer wieder behauptet, Fakt ist aber dass es erst ab einer gewissen Pflanzenhöhe zu mehr Wasserverlust im Vergleich zu mehr Wasser halten und Boden Wasserhaltfähiger machen kommt.
Solange die Pflanzen noch niedrig sind, spart man also Wasser.
(...) Man sollte Arten auswählen, die nicht so schnell Samen bilden.
Ist jedenfalls ne spannende Frage! Aber WENN es dazu schon Daten & Fakten gibt: Welches ist denn die "gewisse Höhe", bis zu der die Rechnung mit dem Wassersparen aufgeht?
In Sachen Arten, die nicht so schnell Samen bilden, fallen mir Neuseeländer Spinat, Kapuzinerkresse und Eiskraut ein. Ideal wäre aber vermutlich ne Leguminose (Klee?), für die man notfalls mal den Friseur abgeben muss, wenn sie die gewisse Höhe reißt...

Re: Tomaten 2026
Verfasst: 19. Jun 2026, 13:28
von thuja thujon
Die Schwelle ist meist irgendwo zwischen 10 und 15cm.
Lesenswert:
Untersaaten in Fruchtgemüse unter Glas - Oregano und Klee unter Cocktailtomaten
https://www.hortigate.de/publikation/97 ... iltomaten/