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Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 6. Feb 2008, 10:31
von Staudo
radiomutanten nannte man das, glaube ich
Ach, ich dachte die Schützlinge vom Bohlendieter würden so genannt.
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 6. Feb 2008, 10:36
von rorobonn †
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 6. Feb 2008, 10:51
von freiburgbalkon
gab es nicht schon mal eine zeit, wo rosen mit gammastrahlen betrahlt wurden um neue mutationen zu erhalten????? bei mir liegt das nur irgendwo als halbverdaute info im gedächtnisgerümpel herum...radiomutanten nannte man das, glaube ich
In der DDR hat man das gemacht, was aber nicht heißen soll, daß man es anderswo nicht gemacht hat...
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 6. Feb 2008, 11:11
von invivo
Das es einen Markt für blaue Rosen gibt, steht doch wohl ziemlich außer Zweifel.Was wird passieren? Die Leute werden sie sich kaufen. (Zuerst im Ausland, aber sie wird auf Umwegen auch den Weg nach Deutschland finden.) So mancher Rosist wird sich die Schnittrose bewurzeln. Man beginnt im privaten zu züchten. Die Rosenzüchter werden illegal zu züchten beginnen, ohne die Ergebnisse zu veröffentlichen. Irgendwann ist der Verkauf in der ganzen EU erlaubt und das Patent abgelaufen. Oh Wunder, wir haben blaue Rosen in den Katalogen.

Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 6. Feb 2008, 13:39
von Rob
gab es nicht schon mal eine zeit, wo rosen mit gammastrahlen betrahlt wurden um neue mutationen zu erhalten?????
Das ist aber keine Gentechnik, sondern gehört zur klassischen Züchtung - Mutationszüchtung eben. Blaue Rosen könnte man damit nicht erzeugen. Zumindest schätze ich die Wahrscheinlichkeit dafür so klein, dass sie gegen 0 geht.
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 6. Feb 2008, 13:47
von kaieric
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 6. Feb 2008, 13:59
von rorobonn †
gab es nicht schon mal eine zeit, wo rosen mit gammastrahlen betrahlt wurden um neue mutationen zu erhalten?????
Das ist aber keine Gentechnik, sondern gehört zur klassischen Züchtung - Mutationszüchtung eben. Blaue Rosen könnte man damit nicht erzeugen. Zumindest schätze ich die Wahrscheinlichkeit dafür so klein, dass sie gegen 0 geht.
klar, aber darum ging es mir nicht: wollte nur aufzeigen, dass es kein schritt von liebevoller handzüchtung zu böser gentechnik gibt

Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 6. Feb 2008, 14:26
von andreasNB
@gartenjockelIch schmeiß mich weg ;DBin ja nu kein "Rosist" und nur über den Titel "Gentechnik ..." reingestolpert.Selbst wenn es mal blau blühende Rosen geben sollte - wenn es kränkelnde, mickrige Blümchen sind, verschwinden sie auch wieder vom Markt ... Gentechnik halt ::)Für mich sind Rosen rot,rosa,weiß - in all ihren Schattierungen. Rittersporn ist blau, Goldregen gelb, Maiglöckchen weiß ... Alle anderen Farben sind nettes Beiwerk, was man sammeln kann, aber meist nicht wirklich im Garten braucht/verwendet.Zum Thema Gentechnik:Erstmal ist sie grundlegend nicht abzulehnen. Wenn sie z.B. ein schon vorhandenes Gen in der Pflanze deaktiviert oder von einer Sorte der Art bzw. ähnlichen Art zufügt. UND wenn das Ergebnis ausgiebig im GWH getestet wird. UND wenn entsprechend öffentlich publiziert wird.Nur diese Geheimskrämerei, die "Kreuzung" verschiedener Arten - ich sage nur Maiglöckchen-Gene in Kartoffeln - und noch einiges mehr, kann einem so manches Mal die Fassung verlieren lassen ...VGAndreas
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 6. Feb 2008, 14:42
von Feder
Ist doch völlig harmlos, das Genröschen.Es wird nicht gegessen.Es wird nicht verfüttert.Es wird sich kaum in Wildrosen einkreuzen.Es wird vermutlich nicht mehr Chemie und Energie im Anbau benötigen als andere Rosen, und wenn, dann kann man das über den Preis korrigieren.Es wird herkömmlich gezüchtete Rosen nicht vom Markt verdrängen.Es wird den Markt nicht soweit erobern, dass Gefahr besteht, dass Kinder nicht mehr wissen, wie Rosen eigentlich ausschauen.Also, wo liegt das Problem?
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 14. Feb 2008, 15:12
von Preston
Hallo Leute. Nach meinen Informationen sind die hier genannten Petunien (Surfinia etc.) über herkömmliche Züchtung entstanden. In Deutschland sind Gen-Zierpflanzen derzeit noch nicht am Markt. Die Fa. Suntory hat allerdings bereits eine entsprechende Nelke hervorgebracht. Diese gibt es offenbar in Holland zu kaufen. Ein "Renner" ist sie aber nie geworden.
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 14. Feb 2008, 20:58
von sub_rosa
radiomutanten nannte man das, glaube ich
Ach, ich dachte die Schützlinge vom Bohlendieter würden so genannt.
Herrlich.Ein göttlicher kommentar.Ansonsten stimme ich mit den meisten Meinungen hier insofern überein:Genfood ist dramatischer, als Genrosen.Dennoch: so eine Neuerung wie die mit dem Delphinidin Pathway zeigt uns, dass die Zeiten für romantisierende Abschottung mittels eines scheinbar "altmodischen Themas" endgültig vorbei sind.Gentechnik an Rosen ist so etwas wie die Brechstange an der Illusion dass schon alles irgendwie gut wird, wenn man sich nur konsequent an alt bewährtem orientiert ... .Anders gefragt: Wie will man hier sicher stellen, dass die Gentechnik aussen vor bleibt?Angesichts der Übertragbarkeit von Genen in offenen Bestäubungen?Und viele weitere Fragen schliessen sich da an ... . Sie werden auch denen langfristig nicht erspart bleiben, die alte Rosen und die Kreuzungen aus diesen alten Rosen am meisten schätzen. Die genetische Übertragbarkeit & Kreuzbarkeit der Hybriden ist einfach zu hoch ... .Gruß!sub_rosa
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 21. Feb 2008, 19:07
von Preston
Ich fürchte bei diesem Thema, dass sich das bald von selbst erledigt. Durch den weltweiten Handel wird es langfristig gar keine Handelsschwellen mehr geben. Der Verbraucher schaut in die Röhre. Aber warscheinlich wird sich irgendwann herausstellen, dass es ohnehin gar keine Produkte ohne den Einfluss von Gentechnik mehr gibt. Die Grenzen sind halt nun mal offen. Das haben wir alle gewollt.Ich sehe hier insbesondere auch beim Verbraucherverhalten einen wesentlichen Grund. Die Masse möchte so billig wie möglich kaufen. Es ist völlig unwichtig, wie die Produktion stattfindet. Diese läuft ohnehin meist anonym ab. Die Masse entscheidet nun mal in der Demokratie. Und die ist unkritisch.
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 21. Feb 2008, 22:14
von spatenpauli
Hallo Ihr Blauäugigen,Der Versuch Pflanzen über mutagene Behandlungen zu verändern ist ja nicht neu (das Internet ist voll von Anleitungen, bitte nicht ausprobieren, kann äusserst gesundheitsschädlich sein). Weiß eigendlich jemand genau wie die R. Kordesii entstanden ist? Zufall oder provoziert?Im einfachsten Fall solle ja eine gründliche Gerfrier-Behandlung der Samen ausreichen um Mutanten zu fördern.Bei den alten Verfahren war so ziemlich alles dem Zufall überlassen. Heute werden gezielt ausgesuchte DNA Sequenzen substituiert.Im Prinzip hat sich also nicht viel verändert, nur daß man Heute gezielter vorgeht.Entscheidend für die Akzeptanz ist dann letzlich wie der entstandene "Hybrid" sich in die Umwelt einfügt (beinhaltet sehr viel Aspekte) und in dem speziellen Fall der "blauen Rose" auch, ob sie überhaupt gefällt. ???Für die blauen Akzente in Garten nehmen wir (me and GG) z.B lieber Rittersporn.mit skeptischem GrußSP
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 22. Feb 2008, 10:35
von Raphaela
auch wenn ich Pollenflug von genmanipulierten Pflanzen nicht verhindern kann: Eine reinblaue Rose kommt mir niemals in meinen (blauen) Garten!
Re:Gentechnik im Rosengarten
Verfasst: 22. Feb 2008, 10:41
von Viridiflora
Sonderlich schön stelle ich mir das sowieso nicht vor.

Wenn ich an die ultramarinblauen Stoffrosen denke, die ich neulich in einem Geschäft gesehen habe *schüttel*
