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Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 24. Jan 2014, 22:01
von troll13
Daher auch mein Vergleich zum Weisstorf als "ideales Topfsubstrat" mit entsprechenden Beimischungen.Warum sollte Walderde dann grundsätzlich schädlich sein? Aber es kommt sicher auch, was du für eine ''Walderde" zur Verfügung hast. Siehe Tiarellos Beitrag.
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 24. Jan 2014, 22:11
von andreasNB
Ich will eben auf Walderde anstatt Torf "umsteigen"

.
Willst Du mit den Jahren den Wald nackisch machen ?

Nimm doch im Herbst deinen Nachbarn ihr Fallaub ab und/oder laß Dir von den örtlichen Pflegefirmen aus Parks, Friedhöfen & dergleichen das Laub ankarren. Setze jedes Jahr damit ne neue Kompostmiete auf und Du hast genügend "Walderde" ...
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 24. Jan 2014, 22:18
von hargrand
Das isz hier nicht so einfach...Und wir haben mehrere Hektar wald.. ich kratze immer nur ein paar Zentimeter erde weg und scharre dass unverrottete laub wieder drauf

Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 24. Jan 2014, 22:23
von andreasNB
Ok, bei der Ausgangslage.Wäre mir auf Dauer aber zu aufwendig
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 24. Jan 2014, 22:59
von oile
Ich hätte keine Bedenken, die Erde zu nehmen, scheint ja aus einem Mischwald zu stammen, da die oberste Schicht aus Laub besteht.Du könntest aber auch eine kleine Versuchsreihe starten mit verschiednen Erden und sehen, was dabei rauskommt.
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 24. Jan 2014, 23:11
von troll13
Ich glaube jedoch nicht, dass es ohne Messung des PH-Wertes und Nachdüngung das ideale Substrat ist.Er schrieb etwas von Nadelwald. Da fällt mir als Bodentyp
Podsol ein.So einfach ist "Walderde" nun einfach auch wieder nicht.
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 24. Jan 2014, 23:36
von Gartenplaner
Was soll denn in die Erde getopft werden?Bei Nadelwald-Erde kann der pH niedrig sein, das mögen Pflanzen nicht, die auf neutralen Böden wachsen.Pflanzen, die sauren Boden schätzen, würde da drin natürlich besonders gut wachsen.Das wird eben nicht ganz so einfach wie die vorgedüngte und vorgekalkte Blumenerde aus Torf, wie troll13 auch schreibt.Du wirst die Pflanzen ein bisschen genauer im Auge behalten müssen, vielleicht etwas aufkalken und düngen, aber ich finde die Idee grundsätzlich gut.Ich bewahre bei mir immer Gartenerde aus Pflanzlöchern auf, die übrig bleibt, wenn ich Kompost untermische, in die pflanze ich inzwischen die meisten meiner Topfkandidaten, ich mag auch keinen Torf mehr verbraten.
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 25. Jan 2014, 09:49
von hargrand
Hallo Gartenplaner, eigentlich will ich möglichst "alles" auf Walderde umstellen, vor allem Citrus, aber auch so Sachen wie Maracuja, oder Oleander und Olive die ja Kalk mögen? ???AAAAber wir haben hier ein paar Kalksteine rumliegen, die würde ich einfach relativ fein klopfen und unter die Erde mischen- Nur fehlt mir da noch eine Angabe wie viel Kalk man ca. braucht um einen PH-Wert zu erhöhen. Ich weiß der PH-Wert ist in dieser Erde ist sicher unterschiedlich, aber bei einer Messung hatte er 4,5 ca.Weiß jemand wo etwas dazu steht wieviel Kalk ich benötige?
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 25. Jan 2014, 10:00
von Mediterraneus
Ich würde für die meisten Topfpflanzen nur noch überwiegend mineralisches Substrat verwenden, allenfalls mit etwas Walderde reingemischt.Mit reinen Humussubstraten (Blumenerden) hab ich eher schlechtere Erfahrungen gemacht, gerade bei Kübelpflanzen wie Olive oder Oleander.
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 25. Jan 2014, 10:08
von hargrand
hm, ich hätte hier noch ein paar Kubikmeter gesamlte Maulwurfshaufen... 8)Aber im Falle von Citrus wär das doch ziemlich schlecht bezüglich "locker" und "luftig"..

Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 25. Jan 2014, 10:14
von oile
Locker und luftig wird Substrat mit Beimischung von Perlite (gibts im Baumarkt) und z.B. Lavagranulat.
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 25. Jan 2014, 10:15
von Mediterraneus
Nicht, wenn man lockeres Material mit einbringt, z.B. Lava oder Bims oder Perlite.Am Mittelmeer wächst Citrus ja auch nicht auf Walderde oder Humus. Meist ist das dort genau der Boden, auf welchem er eigentlich gar nicht wachsen dürfte: lehmig und wohl auch kalkig. Das verstehe wer will
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 25. Jan 2014, 10:16
von Mediterraneus
Oile war schneller
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 25. Jan 2014, 10:19
von Gartenplaner
Uh, pH 4,5 ist schon ziemlich sauer (da wäre meine Pseudolarix glücklich

)Wieviel Kalk es braucht ist wahrscheinlich genau so eine Rechnerei wie umgekehrt mit Schwefel Boden ansäuern, aber es gibt bestimmt auch dafür "Faustregeln"...Auf Anhieb hab ich ein sehr umfangreiches, aber auch kompliziertes Blatt der
Landwirtschaftskammer NRW gefunden....Die Kumquat steht bei mir in Gartenboden, der hat pH7 bei mir, allerdings hat erst eine Prise Schwefel ihr saftig grüne Blätter beschert, während sie vorher gelbe Blätter mit grünen Blattnerven hatte

Es gibt ja auch sauer reagierende Lehme, wahrscheinlich mögen Citrusgewächse sowas.Kohlensaurer Kalk wird übrigens als "sanfter" Kalk oft empfohlen.
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Verfasst: 25. Jan 2014, 10:38
von hargrand
In einem anderen Wald bei und ist die Erde lehmig- und genauso sauer! :DIch habe dieses Frühjahr einen Versuch mit Citrussämlingen gestartet, in alle möglichen erden/Substrate gepflanzt. Und die n der lehmigen Walderde sieht am besten aus-obwohl am wenigsten Substrat. ???Ich mach mal Bilder...