Ich wußte, daß euch was einfällt, danke!
Ich fang mal von hinten an: Commelina tuberosa bekam ich im Herbst geschenkt und bin sehr froh, endlich wieder eine zu haben. Bei den hiesigen Bedingungen (etwas erhöhte Feldrandlage Richtung Osten, wo Winterwind quasi "direkt aus Sibirien" reinhaut) leider nur als Kübelpflanze überlebensfähig (und auch schon eingeräumt).
Dasselbe gilt für Agapanthus: Ein Versuch mit einem relativ winterharten an relativ geschütztem Platz ging vor vielen Jahren schief.
Gentiana asclepiadea ist ein Traum, den ich aus Vernunftgründen aufgegeben habe: Zwei oder drei Versuche der Vergangenheit an verschiedenen Standorten waren bereits erfolglos und eine weitere dieser wunderschönen Pflanzen will ich nicht zum Tode verurteilen.
Geranium magnificum "Rosemoor" ist auch sehr schön und von mir immer in einem Pflegegarten bewundert. Für die vorhandene, kleine Fläche hier (zweimal je ein knapper Quadratmeter) wird es aber zu breit.
Das gilt auch für Staudenclematis, die ich an anderen Stellen auch sehr mag.
Isodon longitubus kannte ich gar nicht und gefällt mir sehr gut. Wenn´s die in einem Drittel der Höhe gäbe (angegeben sind 120 cm) wäre sie perfekt, so aber leider zu hoch. Werde sie aber im Hinterkopf behalten falls sich ein geeigneterer Standort findet.
Adenophora Àmethyst`wäre in weniger als 60-80 cm Höhe auch sehr passend. Kommt ebenfalls auf die Liste für die Suche nach höhen-mäßig adäquatem Standort.
Jakobsleiter/Polemonium caearulaeum wächst schon im Hintergrund der betreffenden Stelle/n und macht sich sehr gut, wird für den Bereich weiter vorne allerdings zu hoch (in Vollblüte hier mindestens 90 cm)
Liriope ist eine sehr gute Idee! Wenn ich nur wüßte, wie ich die zum Blühen kriege: Hier wachsen an ähnlichen wie dem beschriebenen Standort drei (oder vier) Pflanzen (die Sortenschilder sind weg, es sollten aber dunkelblaue sein) seit mindestens vier Jahren vor sich hin: Zugelegt haben sie ganz ordentlich, machen aber immer noch keine Anstalten zu blühen.
Im Pflegegarten blüht seit vielen Wochen eine wunderschöne, dunkelblaue Liriope unter ähnlichen Bodenbedingungen an einem wesentlich schattigeren Platz, nur bei mir wollen sie nicht. Was gibt es da für Tricks?
Auch sehr interessant ist die Veronica spicata, die sogar noch im Oktober nachblüht. Welche Sorte könnte das wohl sein?
Die Hiesigen sind eher hell- bis mittelblau und blühen relativ kurz im Frühsommer. Von Veronica longifolia hätte ich viele schöne Sämlinge in tiefem Dunkelblau, die aber schon bei nicht ganz vollsonnigen Standorten zum Rumlungern neigen und sich auch durch mehrfaches Zurückschneiden nicht auf 50 cm oder weniger halten lassen.
Verbessert hatte ich den lehmigen Boden früher schon durch Mulchen mit Mist. Seitdem immer wieder gewaschenen Sand, Splitt und Kompost aufgebracht, eingemischt und teilweise untergegraben aber der ursprüngliche Lehm frißt tatsächlich alles und es ist die zweitnasseste Ecke des Gartens.
Drei Meter weiter war die nasseste Stelle, die anfangs jeden Winter unter Wasser stand. Ein kleiner, ca. 1 m tief gegrabener Schacht mit Füllung von Ton-, Ziegelscherben und kleineren Feldsteinen hat dann an der Stelle das Problem behoben.
Die jetzt neu zu bepflanzenden Plätze und ihr Umfeld wurden aber jahrzehntelang als Friedhof für Katzen, Kaninchen und andere kleinere Haustiere benutzt, deshalb möchte ich da nicht gerne die Totenruhe durch Drainage-Schächte stören
In der Hoffnung auf zukünftige Blüten (wenn ihr mir eure Tricks dazu verratet) werde ich erstmal eine der Liriopen versetzen (oder besser im Frühling?) und, auf der Suche nach der Sorte von Roeschens Exemplar, bei den Staudenanbietern alle verfügbaren Veronica spicata durchschauen.
Damit wären dann zwei von insgesamt (je nach späterem Staudenumfang) vier, sechs oder mehr potenziellen Pflanzplätzen vergeben, hurra und danke!
Bevor ich den Rest davon mit den "neon"-blauen Corydalis flexuosa besetze, die hier schon an (zu) vielen Stellen rumwuchern, habt ihr vielleicht noch zusätzliche Ideen. Jedenfalls bleibt der Rest ansonsten noch frei.