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Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 11:41
von Staudo
Das Problem wetterabhängiger Heizungen ist, dass sie vom Wetter abhängig sind. Ich würde den Gewächshausfußboden keinesfalls nach unten dämmen, wenn man nicht gerade ein Tropenhaus hat. Der Boden funktioniert auch so als kleiner Wärmespeicher und reagiert träge.
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 11:59
von Hyla
Absolut deiner Meinung.

Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 12:00
von thuja thujon
In den Jungpflanzenanzuchtgewächshäusern nehmen sie weiße 3/4" Wasserrohre die vom Abstand genau zwischen die Kisten mit den Pflanzen passen. Durch die Rohre fließt etwa handwarmes Wasser, also etwas wärmer, fühlt sich wohlig warm an, vielleicht 39°C oder so. Die Rohre kann man runterlassen oder an die Decke hochziehen. Wärme kommt oft von einer Biogasanlage. Hier gabs auch mal die Idee mit der Abwärme eines Komposters zu arbeiten.
Jedenfalls wärmen die Rohre mild von unten, dass die Wurzeln warm sind und nicht das Laub.
Ohne Strom bietet sich Pferdemist an, oder allgemein Rottewärme. Das kann auch Gärung sein. Zucker mit Wasser und Hefe.
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 12:06
von celli
Bei mir war es jetzt das erste Jahr, wo ich versucht habe, das Gewächshaus Frostfrei zu halten. Dieses Jahr steht hauptsächlich die Verringerung der Wärmeverluste auf der Agenda und dann gucken wir mal weiter. Wärmespeicherung mittels Schweineschmalz fällt aber auf jeden Fall aus. Der kommt aufs Brot.

Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 12:14
von celli
thuja thujon hat geschrieben: ↑19. Jan 2026, 12:00
In den Jungpflanzenanzuchtgewächshäusern nehmen sie weiße 3/4" Wasserrohre die vom Abstand genau zwischen die Kisten mit den Pflanzen passen. Durch die Rohre fließt etwa handwarmes Wasser, also etwas wärmer, fühlt sich wohlig warm an, vielleicht 39°C oder so. Die Rohre kann man runterlassen oder an die Decke hochziehen.
An so etwas habe ich auch schon gedacht. An den Außenwänden und dem Weg langgezogen. Hier steht auch noch ein 200 Liter Pufferspeicher ungenutzt rum.
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 12:16
von Hyla
Pferdemist hatte ich überlegt, aber da mein Rücken knirscht, fehlt mir die nötige Begeisterung für sowas.
Außerdem kriegt man keinen Pferdemist mehr in größeren Mengen, außer man karrt ihn von irgendwoher weit weg an. Vor drei, vier Jahren war das noch anders, da gab's den überall, aber jetzt kommt der in Container und wird von Landwirten oder Entsorgern abgeholt.
Ich klaue den ernsthaft heimlich spät abends von illegalen Misthaufen. Total bekloppt.

Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 12:22
von Hyla
Das mit dem Natriumacetat hatte ich auch schon mal irgendwo gehört, daß sich jemand daraus einen Speicher gebaut hat. Allerdings in richtig groß. Übern Sommer wurde Energie reingepumpt und im Winter entnommen. Wie der das aber genau gemacht hat, keine Ahnung.
Das sind so Experimente, die vielleicht sogar was bringen, von denen man aber nie wieder was hört.
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 12:36
von oile
Hier sind ein paar Ideen zusammengekommen, die man zumindest mal weiterverfolgen könnte. Unter der Überschrift "Gewächshausheizung mit Schweineschmalz" würde ich die aber ganz sicher nicht suchen.
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 12:38
von celli
Pferdemist wäre jetzt was aber wie lange hält das vor?
thuja thujon hat geschrieben: ↑19. Jan 2026, 12:00
Das kann auch Gärung sein. Zucker mit Wasser und Hefe.
Da brauchste aber eine ganze Menge. Ich habe hier ein paar blubbernde Krüge im Keller zu stehen, viel Wärme kommt da nicht bei raus. Ich bezweifle auch, das da überhaupt genug Wärme produziert wird, um den eigenen Gärprozess bei sehr niedrigen Temperaturen am Laufen zu halten. Vielleicht in der Hochphase, die aber nicht lange anhält.
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 12:56
von thuja thujon
Ja, da brauchts schon Mengen und lange hälts auch nicht. Ein gärendes 200 Liter Fass hält jedenfalls länger als ein Sonnengewärmtes 200 Liter Wasserfass. Trotzdem dürften beide zu klein sein. Ein oder 2 IBC wären schon besser. Aus Platzgründen außerhalb des GHs in Styrodurbauten, mit einer Pumpe kann man über isolierte Leitungen das wärmere Wasser reinpumpen.
Ist maximal kompliziert und bringt nicht viel, aber wenn man keine Heizung benutzen möchte, wirds eben schwierig.
Hier mal Bilder von den Heizungsrohren.
Über den Kisten:
https://www.sinn-lustadt.de/wp-content/ ... /02/11.jpg
links im Bild neben dem Bewässerungsbalken:
https://www.sinn-lustadt.de/wp-content/ ... 3/02/2.jpg
Hier hochgezogen unter der Decke vom Cabriohaus.
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 13:06
von DerTigga
celli hat geschrieben: ↑19. Jan 2026, 11:21
thuja thujon hat geschrieben: ↑19. Jan 2026, 11:15
Die Glühbirne müsste man mit Lichtdicht mit Alufolie umwickeln.
Was sowohl deren Lebensdauer (Überhitzung) wie auch die Kontrollmöglichkeit, ob sie überhaupt noch 'lebt', massiv einschränken würde.. ?
Glühbirnen als Gewächshausheizung halte ich auch für wenig praktikabel...
Spätestens wenn ein freundlicher Nachbar klingelt und auf das doch sicher nur versehentlich nicht ausgeschaltete Licht im Gewächshaus hinweisen kommt..
Davon ab ist Wärmestrahlung was anderes als warme Luft, erstere kommt gut möglich nicht genügend 'überall hin' ? Dazu noch der Gedankengang bei egal wie erzeugter reiner Infrarotstrahlung: Probleme durch nicht genügend 'umgerührt' / 'durchmischt' werden von Luftschichtungen mit unterschiedlich tiefer Temperatur ?
Kernfrage für mich ist im Moment und mangels Rückantworten des Erstbeitragserstellers tatsächlich, inwieweit jene schmalzige Geschichte mit: so billig wie nur geht solls funktionieren zu tun hat oder eben nicht. Denn bei ersterem haben sich so einige Vorschläge hier quasi glatt erledigt.. ?
Und zumindest theoretisch: Gärung = Erzeugung von Kohlendioxid = womöglich nicht zu unterschätzende Erstickungsgefahr im (eher kleinen) Gewächshaus ? Grade im Winter dürfte Tür schnell auf, reinhuschen, Tür schnell wieder zu stattfinden = mangelhafter Luftaustausch ? ;-)
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 13:11
von Hyla
Pferdemist wäre im Februar fürs Mistbeet. Der Mist hält das Frühbeet dann frostfrei.
https://www.raiffeisen.com/news/artikel ... g-30556871
Hätte ich nen 200 L-Speicher würde ich es mit Solar probieren.
Man muß bei der Heizung natürlich gucken, welche Lösung praktikabel ist. Eine kleine Fläche wie ein Frühbeet kann anders beheizt werden als ein ganzes Gwh. Wobei es Gwh's auch noch in unterschiedlichen Ausführungen und Größen gibt.
Hätte ich ein Pferd am Haus, würde ich das Mistbeet auf jeden Fall ausprobieren.

Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 13:37
von Monti
celli hat geschrieben: ↑19. Jan 2026, 11:21
Glühbirnen als Gewächshausheizung halte ich auch für wenig praktikabel, selbst eine 200-Watt-Birne dürfte wohl nicht genug Wärme abgeben. Mein 750 Watt-Heizstrahler schafft es bei Nachfrost gerade so. Wobei ich bei der Dämmung sicherlich noch nachbessern kann
Für mein GWH (ca. 44 Kubikmeter) bräuchte ich 2 kW Leistung um bei 0 °C Außentemperatur innen die Temperatur auf 10 °C zu halten. Dafür gibt es Rechner im Internet.
Es bringt also nichts, wenn man einen Kübel, Fass oder was auch immer hat, das theoretisch 5 mal so viel Energie aufgenommen hat die benötigt würde um die Luft auf Temperatur X zu bringen aber die Leistung im Keller bleibt. Dann ist das Fass auch noch am nächsten Tag brühwarm aber die Luft bleibt (zu) kalt.
Das Temepraturniveau ist dabei auch wichtig. Wenn ich 1000 L mit 10 °C habe, die Luft 8 °C dann fließt nunmal auch kaum Energie, ist somit nicht wirklich nutzbar (für solche Zwecke gibt es aber Wärmepumpen).
Hyla hat geschrieben: ↑19. Jan 2026, 09:39
Ich hatte da auch schon eine unausgegorene Idee, mir eine Photovoltaikanlage anzuschaffen und die nicht einspeisbare Energie tagsüber als Wärme fürs Frühbeet/Gwh zu speichern.
Einspeisen kann ich nicht, von daher ob die Energie nun verpufft oder dort reingeht.
Die Idee krankt leider an der sehr geringen Sonneneinstrahlung im Winter. Halt nicht ganz ausgegoren.
Wenn du Netzanschluss hast, kannst du auch im Sommer die PV-Energie nutzen (für Verbraucher im Haus). In der kalten Jahreszeit/bei Nacht aus dem Netz beziehen. Das ist dann keine "Insellösung", eher ein Gewissensausgleich (u.U. auch wirtschaftlich) für die verbratene Energie im GWH.
Bzgl. Wassertonne war die Idee eines Kollegen, Tonne mit Wasser, Tauchsieder/Heitzwendel rein und Solarplatten ranhängen. Theoretisch geht das auch ohne Wechselrichter. Aber wie gesagt, hat seine Grenzen
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 13:45
von celli
Monti hat geschrieben: ↑19. Jan 2026, 13:37
Bzgl. Wassertonne war die Idee eines Kollegen, Tonne mit Wasser,
Tauchsieder/Heitzwendel rein und Solarplatten ranhängen. Theoretisch geht das auch ohne Wechselrichter. Aber wie gesagt, hat seine Grenzen
Da sollte man dann aber schon ausreichend Ahnung von der Materie haben, damit das nicht ins Auge geht.
Heizstäbe zum Direktanschluss gibt es mittlerweile.
Re: Gewächshausheizung mit Schweineschmalz
Verfasst: 19. Jan 2026, 14:53
von celli
Mal noch eine Sache, wie der Schweineschmalz als Gewächshausheizung wohl funktionieren würde.
https://www.tempora-nostra.de/Detail_la ... ext8.shtml