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Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 24. Aug 2026, 10:32
von thuja thujon
Irgendwas wird sich immer reinsetzen, es geht nicht ohne jäten. Trespen, wilde Möhre, Natternkopf, Seifenkraut, Nachtkerze, Königskerze usw.
Sedum acre ist in grusigen oder groben Substraten von Vorteil, Sedum album dominiert auf Sand. Ich betreue hier eine rund 500m² große Fläche seit über 10 Jahren, da sind Gräser das Hauptproblem. Stickstoffeintrag durch Robinien und Hundeausscheidungen erschweren das ganze.
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 24. Aug 2026, 14:29
von hobab
Gras wird trotzdem wachsen und anderes Unkraut - also weiter mähen. Oder halt Geranium sanguineum ‚Tiny Monster‘ oder Aster ageratoides, oder kleinere, aber dichte Gehölze pflanzen wie Salix purpurea ‚Nana‘ und dann jährlich 2x köpfen…
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 24. Aug 2026, 21:17
von Glowworm
Vielen Dank für Eure zahlreichen Infos und Tipps!
Daß ich in den ersten beiden Jahren ums Jäten der Beikräuter nicht herumkommen werde, dessen bin ich mir bewußt.
Es kann ja nicht jede Pflanze so schnell, wie z.B. der Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum), eine große Fläche innerhalb weniger Monate dicht schließen. Jäten sind bei dem Burschen kein Thema.
Leider mag dieser Storchschnabel keine pralle Sonne über mehrere Stunden.
Der Sonnenanbeter "Blut-Storchschnabel" wächst mir jedoch zu langsam.
Ich werde nun einfach bei zwei, drei qm einen Versuch mit Sedum "Weihenstephaner Gold" und Sedum "Album Superbum" im kommenden Frühjahr starten.
Scheitert der Versuch, dann darf eben auf der Fläche weiterhin wachsen was möchte und ich schwinge ab und an meine alte Sense.
Oder doch dann Blauraute?
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 24. Aug 2026, 21:24
von hobab
Wenn du kein Unkraut willst, besser Aster ageratoides ‚Ashran‘, oder Pennisetum orientale. Der Sedum ist kein Bodendecker, die Aster kommt dem dagegen schon näher - halt ein hoher Bodendecker. Kannst natürlich auch die furchtbaren Heliopsis nehmen, die decken zwar den Boden nicht, lenken mit ihrem aufdringlichen Gelb aber den Blick vom Unkraut weg und sind unkaputtbar
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 24. Aug 2026, 21:38
von solosunny
Ich hätte eine Sorte Blutstorchschnabel, die garantiert nicht zu langsam wächst, nimm „Tiny Monster“ da ist der Name Proramm, außerdem blüht er wunderbar nach. Die Fläche darf nur nicht zu klein sein .., dann noch Schnittknoblauch und großen Reiherschnabel dazu, fertig.
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 24. Aug 2026, 21:49
von Glowworm
hobab hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 21:24Aster ageratoides ‚Ashran‘
Genau diese Astern haben wir schon im Garten. Hätte ich sie bei der Affenhitze 2026 nicht alle drei Tage gewässert, wären sie schon in den ewigen Jagdgründen.
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 24. Aug 2026, 23:23
von Glowworm
solosunny hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 21:38
Blutstorchschnabel „Tiny Monster“
Wir haben seit drei Jahren eine Pflanze des Storchschnabels "Rozanne" im Garten vollsonnig herumstehen.
Dem wird auch nachgesagt, er würde rasant und buschig wachsen...dem ist aber in unserem Garten nicht so.
Er sieht eher wie ein Trauerspiel aus.
Trotzallem werde ich probeweise eine Tiny Monster pflanzen.
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 24. Aug 2026, 23:26
von thuja thujon
Vielleicht ist das pflanzen das Problem. Was machen die, wenn sie sich selbst aussäen?
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 24. Aug 2026, 23:30
von Staudo
Rozanne und Tiny Monster sind Hybriden, die sich nicht selbst aussäen. Gerade Rozanne braucht Wasser und Dünger, um üppig zu wachsen. Man kann es eher mit 'Max Frei' versuchen. Die ist gut fertil.
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 25. Aug 2026, 04:55
von hobab
Tiny Monster hatte ich vorgeschlagen weil der wüchsig ist und Trockenheit verträgt, Vermehrungsfähigkeit wurde nicht abgefragt. Rozanne - da stimm ich staudo zu - ist nix für trockene Flächen, im Gegensatz zu Ashran: die braucht man in normalen Jahren gar nicht zu gießen, bei anhaltenden Trockenperioden aber schon. Man kann in der Regel halt nicht alles haben, Bodendecker sollen ja wie der Name schon sagten Boden abdecken, das macht aber in extrem sonnigen Standorten wenig Sinn, da versuchen die meisten Pflanzen eher Blattmasse zu reduzieren. Diese Aster ist da schon der beste Kompromiss, den ich kenne und fast die einzige Pflanze die in der Sonne das macht, was der Balkanstorchschnabel im Schatten schafft.
Hier ein Foto von Asran im Wurzelraum von großen Picea und Thuja, reiner Sandboden und einem Kunde der nie gießt. Wäre im Sommer 22 fast gestorben, hat aber überlebt und ist wieder ausgetrieben. 22 ist in etwa vergleichbar zu diesem Jahr in Westdeutschland, vielleicht etwas weniger heiß, hier dafür vermutlich noch trockner, mit einer noch länger anhaltende Zeit mit fast keinem Wasser. Und bevor jemand schlaues den Farn bemängelt: Dryopteris affinis hält sehr viel Trockenheit aus und steht hier im Schatten.
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 25. Aug 2026, 05:51
von Glowworm
Staudo hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 23:30'Max Frei'
Vor Jahren hatte ich sechs "Max Frei", aufgrund seiner Sonnenverträglichkeit.
Nach vier Jahren hatte ich, ob des kümmerlichen Wuchses, die Schnauze voll...ich sage nur: Komposthaufen.
Nun wächst Lavendel in diesem Beet.
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 25. Aug 2026, 06:00
von Glowworm
Hat jemand zufälligerweise noch Tipps zu Pflanzen, die keine Blütenpracht hervorzaubern, aber folgende Eigenschaften erfüllen:
- trockenresistent
- schneller, flacher und dichter Wuchs
- vollsonniger, sandiger Standort (Oberrheinebene...Spargelanbaugebiet)
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 25. Aug 2026, 06:02
von hobab
Tiny Monster ist was anderes als Max Frei. Bei den ganzen sanguineum bin ich mir halt nicht sicher ob du sie wieder los wirst, wenn du das Gelände mal anders nutzen willst - das ist bei der Aster leichter: weniger tiefe Wurzeln, dafür weniger trocknisertragend.
Mit Sedum wirst du dafür nicht nur die ersten zwei Jahre Unkraut machen müssen, sondern immer. Mir wär ab und zu gießen lieber….
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 25. Aug 2026, 06:07
von hobab
Knalle Sonne, kein Wasser und schneller, dichter und flacher Wuchs? Widerspricht sich etwas - du hast einen Stressstandort, da wachsen nur Sachen die auf diesen Stress spezialisiert sind, also klein, wenig Blattmasse, meist graulaubig.
Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold
Verfasst: 25. Aug 2026, 06:51
von Starking007
".....trockenresistent
- schneller, flacher und dichter Wuchs
- vollsonniger, sandiger Standort"
Nun hab ich ja etliche Jahrzehnte Staudenerfahrung, aber dafür geeignetes ist mir noch nicht untergekommen!
Heliopsis verdurstet hier über Nacht, Petrorhagia saxifraga liebe ich, so klein, so fein.