Seite 2 von 7

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 14:55
von Hyla
Ich kaufe wie immer, was gefällt. Ein Teil aus dem Discounter, spezielleres aus dem Fachhandel.

Bei den Tulpen bin ich schon mit den Packungen am Würfeln, wer zu wem paßt. Nicht so einfach, weil ich gern langlebige Sorten kombinieren möchte. Wäre blöd, später Lücken auffüllen zu müssen.
Es sind diverse Crispa- und Papageientulpen dabei, die etwas zickig sind. Mal gucken, wie es mit zeitiger Düngung läuft.

Die Schneeglöckchen habe ich etwas schattiger stehen, das mögen sie. Ein großer Bestand ist auf der Nordseite vom Gewächshaus, da kommt aus den Fallrohren immer Regenwasser runter, der zweite Bestand ist im Vorgarten unter Laubbäumen. Im Frühjahr ist es da hell drunter und das Laub bleibt liegen.
So schnell wie in fetteren Böden wachsen sie nicht, vermehren sich aber doch langsam und sind recht gesund. Ich will mir nicht irgendwelche Krankheiten in den Bestand holen, darum kaufe ich kaum zu. Es sammeln sich ja durch Fundstücke und Geschenke eh genug an. Nicht so tolle wie hier im Forum gezeigt natürlich. ;)

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 14:59
von Microcitrus
Mein sandiger Boden mit Schotterunterlage ist für viele Pflanzen ein Nachteil, für Zwiebelpflanzen nicht. Darum ist ja Holland die Zwiebelnation und das lehmige oö Innviertel nicht. Wer lehmigen Boden hat freut sich bei den Sommerblumen und Gehölzen, muss aber Blumenzwiebeln ständig nachkaufen, weil sie Staunässe überhaupt nicht goutieren.

Also meine Blumenzwiebel vermehren sich, bis sie ein hungriges Mäuslein im Winter futtert oder jemand die noch zu dünnen Halme jätet.

Ich kaufe gerne im Gartenmarkt Farbmischungen. Ein (immer gleicher) Gartenteil wird dann gelbbunt, einer weissrosalila, einer rotrosa.

Paeonienblütige Tulpen machen am meisten her, interessant auch Crispa-Tulpen.

50% Abverkaufsware im November hat meist nur 10%-Wert, weil da die Zwiebeln zu lange zu warm gelagert wurden.Lass sie dort, auch wenns im Herzen weh tut.

PS: Die geflammten Tulpen sind wegen eines Virus geflammt, der die Tulpen (und andere) umbringt. Sind wunderschön, aber du kaufst Todeskandidaten.

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 15:26
von Hyla
Inzwischen gibt's auch gestreifte Tulpen ohne Virus, z. B. sollen die Rembrandt ohne Virus sein.

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 15:43
von Gänselieschen
Ich habe gestern bei Lidl Blumenzwiebeln gesehen --- jetzt habt ihr mich angefixt :D

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 15:59
von Hyla
Oh Gott, noch ein Opfer. ;)

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 16:00
von Gänselieschen
Vielleicht sind die ja morgen schon alle, wenn ich komme ;D :-*

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 16:03
von Hyla
Tja, dann musst du tatsächlich noch zu Aldi Nord. ;D

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 17:34
von Veilchen-im-Moose
Ich führe eine Liste auf dem Rechner mit Wunschpflanzen. In den vergangen Jahren habe ich reichlich Zwiebeln gesteckt. Deshalb werde ich im kommenden Frühjahr erstmal schauen, wo ich nachlegen muss.

Was gut gedeiht, wird aufgestockt. Die Fernwirkung ist für mich wichtiger, als das Kultivieren besonderer Raritäten. Tulpen gehören nicht unbedingt zu den Selbstläufern, sind mir aber wichtig. Deshalb pflanze ich immer mal wieder welche nach. Da ich nur Tulpenzwiebeln auswähle, die nach meinem Farbempfinden kombinierbar sind, gibt es damit keine Probleme.

Galanthus kaufe ich in the Green auf Pflanzenmärkten oder im Internet, wenn mir danach ist. Ich habe durch Floristinnen auch schon ein paar geschenkt bekommen. Vielen Dank dafür. Ansonsten kaufe ich Frühblüherzwiebeln ausschließlich bei Fluwel, Camphausen usw im Internet und eigentlich nie in Gartencentern oder bei Discountern. Ich neige dazu, mich sehr zu ärgern, wenn neben den weinroten lilienblutigen Tulpen dann plötzlich doch gelbe Darwinhybriden auftauchen würden.

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 20:02
von AndreasR
Großartig geplant sind meine Blumenzwiebelkäufe nicht - ich kaufe auch, was mir gefällt, und entscheide dann spontan, was im Beet wohin kommt. Vor einigen Jahren bin ich jeden Herbst mit einem ganzen Berg Tütchen aus dem Discounter nach Hause gekommen, so ein großes, leeres, neu angelegtes Beet schluckt halt doch eine ganze Menge, und gerade im ersten Jahr sieht alles noch sehr kahl aus, so dass die Blumenzwiebelpracht im Frühling umso herrlicher ist.

Im Laufe der Zeit musste ich dann auch feststellen, dass sich die Mäuse gerne an Tulpen und Krokussen vergreifen, und die besonderen Narzissensorten werden offenbar gezielt von der Narzissenfliege angesteuert, vielleicht sind die Bedingungen auch einfach nicht passend, aber die guten alten robusten Sorten sind letztendlich doch dankbarer, weil sie jedes Jahr auch ohne Pflege treu wiederkommen. In letzter Zeit habe ich dann nur noch im Ausverkauf hier und da ein paar Beutel mitgenommen, um ein paar Lücken zu füllen, ansonsten ist der Garten eigentlich gut bestückt.

Manche Zwiebeln gedeihen hier schon seit Jahrzehnten, wie die guten alten gelben Osterglocken und die Dichternarzissen, Muscari und Hasenglöckchen, da hatte ich teils uralte Horste ausgebuddelt und vereinzelt. Schneeglöckchen gab es komischerweise nur eine Handvoll, Krokusse gar keine, und nur wenige 'Apeldoorn'-Tulpen als Überlebende einer einst großen Zahl. In Sachen Schneeglöckchen habe ich gut aufgestockt und sehe an geeigneten Plätzen guten Zuwachs, auch die Elfenkrokusse beginnen sich nun langsam zu versamen, andere Krokusse stecke ich meist ein paar im Spätherbst nach, nur an wenigen Stellen werden sie von den gefräßigen Wühlern nicht gefunden.

Die Tulpen haben im Vorgarten noch mit die besten Überlebenschancen, Allium ist teils recht robust und versamt sich auch, lästig ist bisher aber noch keins geworden, außer vielleicht dieser niedrige weißblühende Lauch, der schon im Herbst sein Laub treibt, ähnlich wie Muscari armeniacum. Herbst- und Vorfrühlingsalpenveilchen scheinen nun auch so langsam mehr zu werden, da braucht man einfach einige Jahre Geduld. Auch bei denen habe ich halt immer wieder mal ein paar an vermeintlich passende Stellen gesetzt, nicht alle haben es geschafft, aber doch die meisten, und wenn sie einmal etabliert sind, kommen sie zuverlässig wieder. Mittlerweile schaue ich gezielt, wo das winterliche Laub die Lücken einnehmen kann, die einziehende Stauden hinterlassen.

Teure Sorten leiste ich mir nur selten, gerade wenn der Erfolg unsicher ist, aber wenn die Beutel im Discounter für 'nen Euro oder so verramscht werden, ist es auch nicht so schlimm, wenn nicht alle Zwiebeln austreiben. Aber so schlecht ist die Erfolgsquote gar nicht, zumindest bei Tulpen und Krokussen, bei Narzissen besteht schon eher die Gefahr des Austrocknens, bei Schneeglöckchen und Co. sowieso, das wird nur selten was. Teure Sorten pflanzt man ohnehin besser "in the green", da kann man auch gleich sehen, wie gut sie an dem zugedachten Standort aussehen. Aber da habe ich ohnehin nur ein paar Schneeglöckchen, und zwei, drei Eranthis-Sorten mit besonderen Blütenfarben, das reicht mir eigentlich. :)

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 20:36
von Miss.Willmott
Microcitrus hat geschrieben: 9. Sep 2026, 14:59 PS: Die geflammten Tulpen sind wegen eines Virus geflammt, der die Tulpen (und andere) umbringt. Sind wunderschön, aber du kaufst Todeskandidaten.
Oh, ich hoffe nicht! Ich las irgendwann einmal, dass heute nur moderne Sorten im Handel sind, die diesen Virus nicht in sich tragen. Ich zitiere einmal: 'Bei der heutigen Sorte ‘Columbine’ ist die Zeichnung normalerweise kein durch einen Virus ausgelöstes „Brechen“, sondern ein züchterisch festgelegtes Sortenmerkmal. Seriöse Anbieter verkaufen die Zwiebeln virusfrei.'

Meine Rembrand-Tulpen habe ich bei Manufactum bestellt, der sie von Nyssen bezieht. Und ich habe auch nur eine Handvoll davon gekauft. Sie sollen eben so günstige Sorten wie 'Black Hero' und 'Virichic' aufpeppen.

So besondere Tulpen wie die 'Columbine' kaufe auch nur in homöopathischen Mengen. Ansonsten greife ich auch gerne zu günstigen Mischungen. Aber ich hatte mich eben in diese Kombination verliebt.

In dem Garten Sprezzatura, wo ich diese Tulpen entdeckte, werden übrigens jedes Jahr 2000 Blumenzwiebeln gesetzt und nach der Blüte kompostiert! Es ist ein Privatgarten.

Ich habe auch noch die Hoffnung, dass irgendwann etwas mehr als Corydalis, Erythronium, Cyclamen und Märzenbecher hier dauerhaft wiederblühen. Aber solange kaufe ich eben jedes Jahr Blumenzwiebeln nach.

Der Garten ist immerhin das einzige Laster, das ich habe.

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 20:55
von hobab
Rembrandt hat bei mir genau ein Jahr geblüht, nach dem zweiten Mal hab ich die gelassen. Da die Zwiebeln für Kunden gekauft werden, achte ich darauf dass die mehrfach blühen, also eher nichts empfindliches. Narzissen sind schwierig hier im Sand, poeticus halten zwar ein paar Jahre, vermehren sich aber nicht, triandus ist relativ stabil. Bei Tulpen gibt es ein paar die mehrere Jahre wiederkommen, viele sind es nicht. Allium ist da besser, aber auch da nicht alle, vor allem die großblumigen sind nach kurzer Zeit wieder weg. Spaerocephalum ist Unkraut, aflatuense vermehrt sich, siculum wird richtig alt. Relativ langlebig sind hier atropurpureum, stipiatum und nigrum. Obliquum ist toll, kommt jedes Jahr wieder, aber null Vermehrung.
Muscari sind gut, aber nie lästig wie im Lehm, auch die Sorten scheinen stabil, ohne große Vermehrung. Frittilarien bis auf imperialis ziemlich kurzlebig. Mit Düngung kommt beispielsweise bei persica das Blatt wieder, zur Blüte reicht es trotzdem nicht: vermutlich einfach zu trocken hier. Raddeana wird selbst mit Dünger jedes Jahr kleiner. Dafür sind Crocus gut, tommasianus vermehrt sich prächtig. Lilien sind an manchen Standorten gut, bulbosum vermehrt sich, henryii ist langlebig, ebenso pumilium.
In der Regel mache ich mir bei Einsätzen Notizen wo Farbe fehlt und dann den Kunden Vorschläge und kaufe dann entsprechend ein - bloß macht das viel Arbeit und die letzten Jahren fehlte die Zeit dafür. Merkt man den Gärten langsam an, da fehlt dann wirklich was...

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 21:08
von Miss.Willmott
AndreasR hat geschrieben: 9. Sep 2026, 20:02 Im Laufe der Zeit musste ich dann auch feststellen, dass sich die Mäuse gerne an Tulpen und Krokussen vergreifen, und die besonderen Narzissensorten werden offenbar gezielt von der Narzissenfliege angesteuert, vielleicht sind die Bedingungen auch einfach nicht passend, aber die guten alten robusten Sorten sind letztendlich doch dankbarer, weil sie jedes Jahr auch ohne Pflege treu wiederkommen.
Ich habe mir als Ziel gesetzt, bei Sonnenschein jeden Tag zur Narzissenfliegensaison drei dieser Biester zu fangen. Dieses Jahr habe ich durchgehalten und mir auch einen Vorrat an Keschern im Sale bei Jawoll für die nächsten Jahre zugelegt. Ich lauere ihnen dann mit dem Kescher auf und hoffe ja, dass es irgendwann hilft. 90 habe ich bestimmt erwischt. 8)

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 21:19
von raiSCH
Hier ist keine Tulpengegend, nur uralte Sorten halten sich. Narzissen wachsen und vermehren sich gut. Am besten wachnsen Elfenkrokusse, Schneneeglöckchen aller Sorten und Leucojum.

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 21:20
von Miss.Willmott
Veilchen-im-Moose hat geschrieben: 9. Sep 2026, 17:34 Ansonsten kaufe ich Frühblüherzwiebeln ausschließlich bei Fluwel, Camphausen usw im Internet und eigentlich nie in Gartencentern oder bei Discountern. Ich neige dazu, mich sehr zu ärgern, wenn neben den weinroten lilienblutigen Tulpen dann plötzlich doch gelbe Darwinhybriden auftauchen würden.
Ja, dem kann ich nur zustimmen. Und Zwiebeln vom Discounter kommen, wenn überhaupt, nur in Extra-Beete, wo sie keinen Schaden anrichten können.
Hier ein Foto aus diesem Frühjahr. Aldizwiebeln: 'Carnival de Nice' blühten ungefüllt, aber die Farben stimmen immerhin, die scharlachroten Crispatulpen daneben habe ich als 'Queen of the Night' gekauft. Zufällig passte es hier farblich, aber aus anderen Beeten musste ich sie entfernen.
PXL_20260507_110103658.jpg
Edit: Sortenname geändert, hatte noch einmal im Notizbuch nachgeschaut. Aber es ist einfach nur ärgerlich, wenn man Queen of the Night kauft und dann scharlachrote Blüten entdecken muss. Dummerweise hatte ich davon in allen Beeten ein paar eingestreut.

Re: Die alljährliche Auswahl an Blumenzwiebeln - wie geht ihr vor?

Verfasst: 9. Sep 2026, 21:25
von hobab
Fast so wie bei Bauernhortensien: wenn ich weiße haben will, muss ich rosa bestellen und umgekehrt...