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Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 6. Aug 2026, 17:26
von 555Nase
...Und der ganze Kosten-Aufwand so einer neu gebauten Bewässerungsanlage für die Gänseblümchen in einer 10²m Wiese ?
Oder will der Häuslebauer dort Baumschulartikel produzieren ?
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 6. Aug 2026, 18:31
von hobab
Hab jetzt nur kurz reingeschaut und meine mich zu erinnern das es um 800qm geht? Hab nicht sehr aufmerksam geschaut, aber erst mal fachlich nichts falsches gesehen, in den ersten Minuten. Und wenn man Rasen will, kosten Regenanlage ordentlich - da muss alles tief verbuddelt werden und bei der Menge Wasser die nötig sind, braucht man viele Kreise - aufwendig! Deswegen mach ich das auch nicht mehr. Für Stauden und Gehölze machen die aber definitiv Sinn, wegen der Zeitersparniss, aber auch weil die Gärten ganz anders wachsen.
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 6. Aug 2026, 19:17
von Brezel
Diese NDR-Sendung habe ich nur verlinkt, weil dort Profis eine Beregnungsanlage auf einem neuen Grundstück einbauen - für 800 qm Rasen, mit 24 versenkbaren Regnern, mit ausgefeilter Steuerung, und das Ganze für über 10.000 Euro.
Der Rollrasen wird erst zum Schluss aufgebracht, und ich glaube kaum, dass dort später Gänseblümchen wachsen. Bei so viel Automatisierung wird mit Sicherheit ein Mähroboter eingesetzt.
Nur als Hintergrundinfo. Für die meisten von uns wird das nicht in Frage kommen.
Ob später Stauden und Gehölze hinzukommen und wie die bewässert werden, das beantwortet die Sendung nicht.
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 6. Aug 2026, 19:49
von hobab
Der Preis ist, wenn der ganze Garten bewässert wird, und nicht nur Teile, vermutlich gerechtfertigt. Das ist mit wochenlanger Schinderei verbunden, immer fehlt irgendwas, oder klappt erst mal nicht wie vorgestellt. Hat ne Weile Spaß gemacht, aber im Grunde lohnt sich das nur, wenn man nichts anderes macht. Also sinnvoll für Firmen die nur Regenanlagen machen (saisonale Flauten..), oder große mit ein
genen Regenanlagenabteilungen, die dann den Maschinenpark auch andrerweitig nutzen können.
Verdient hab ich da auch nicht mehr, als mit klassischer Gärtnerei und die finde ich doch interessanter.
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 6. Aug 2026, 21:18
von AndreasR
Im Prinzip laufen doch sämtliche Gartensendungen dieser Art nach dem gleichen Schema ab: "Lege uns einen Stapel Geld hin, und wir bauen Dir Deinen Traumgarten". Klar, wenn mein Monatseinkommen fünfstellig ist und mir 10.000 EUR für eine Bewässerungsanlage nicht weh tun, dann kann man das machen, für solche Summen lässt sich halt alles realisieren, wovon man träumt. Das mag alles technisch beeindruckend sein, aber das sind keine praktikablen Lösungen für den Durchschnittsbürger, der sich solche Sendungen anschaut, und ganz sicher schafft man damit keine Gärten, die für die Zukunft gewappnet sind.
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 6. Aug 2026, 22:20
von hobab
Also, wenn man 40000 für ein Auto hinlegt, finde ich 10000 für eine Regenanlage vernünftig angelegtes Geld.
Vielleicht nicht in einer Lehmecke - aber hier muss man selbst in einem normalen Sommer jeden zweiten Tag stundenlang sprengen. Da nerv ich halt ein paar Tage weniger Wanderer mit meinem aufheulenden Motorrad und geb dem
Anlagenbauer das Spritgeld.
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 6. Aug 2026, 23:00
von AndreasR
Mein Auto hat nur 15000 EUR gekostet, also dürfte meine Bewässerungsanlage auch nur 3500 EUR kosten.

Geht sicherlich, aber dann muss ich alles selbst installieren, und wäre auf Leitungswasser angewiesen, weil eine 10 m³-Zisterne locker nochmal den gleichen Betrag kostet...
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 7. Aug 2026, 00:55
von 555Nase
Naja.....vor etwa 8 Jahren hatten meine "Kinder" auch einen 500m² Rollrasen-mit Mähroboter legen lassen, der sieht heute schlecher aus, als meiner von Hand angelegter Rasen nach 20 Jahren. Im ersten und heißen Sommer wurde täglich mehrere Stunden mit Schlauch gegossen, aber sicherlich nicht nur 10m³, die Jahreswasserrechnung belief sich auf 3500€. In den Folgejahren wurde auf Bewässerung verzichtet, die sommerliche braune Fläche war dann egal und das Unkraut wurde auch immer mehr, etwa 40% Klee und Gundermann.
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 7. Aug 2026, 06:06
von hobab
Vor zehn Jahren hab ich augrund von Kundenfragen ein paar mal nachgerechnet und hab vom Einau einer Zisterne abgeraten. Das würde heute sicher anders sein, früher oder später wird jeder Gartenbesitzer das machen müssen, egal ob Regenanlage oder nicht.
Regenanlagen müssen nicht mehr Wasser verbrauchen, als bei der Handbewässerung. Tut sie aber häufig, schlicht wenn man merkt, wie gut es dem Garten tut. Man kann es aber auch lassen.
Die Regenanlage selbst wird nur so teuer, wenn man aufwändig Rasen mit Aufsteigern versorgt. Geht es nur um Staudenrabatten und Gehölze, ist das Ganze deutlich billiger und in meinen Augen eine gute Investition.
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 7. Aug 2026, 06:33
von 555Nase
Klar, ein Milliardär wird sich wohl kaum in seinen Wasserverbrauch reinreden lassen, ob er dabei etwas von Pflanzen und Obstbau versteht oder sogar Freude dabei empfindet, hat keinen zu interessieren, schließlich muß er an den Steuern für Umweltschutz noch reicher werden.
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 7. Aug 2026, 07:02
von hobab
Macht der Beitrag irgendeinen Sinn, ich versteh ihn jedenfalls nicht: was für ein Milliardär? Was hat das mit Regenanlagen zu tun? Und wie verdienen Milliardäre an den Umweltsteuern? Warum jammern grade die dauernd über Umweltauflagen, wenn sie damit verdienen? Kryptisch.
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 7. Aug 2026, 11:54
von thuja thujon
Ich empfinde die Tropfengröße der Aufsteigregner im Rasen als zu klein. Jedenfalls für den Strahlanstieg, den die Regner haben. Die Verteilgenauigkeit einer so überlappend geplant verbauten Rasenfläche würde mich hier mal interessieren. Gibts da Daten von den Herstellern bei verschiedenen Windverhältnissen?
Fußballrasen wird nicht so bewässert, wenn ich mich nicht täusche, das passiert deutlich grobtropfiger. Weniger Abdrift, wassersparender...
Re: Bewässerungsanlage - das unbekannte Wesen?
Verfasst: 7. Aug 2026, 13:37
von Hyla
Mich hat vor allem das Gewebe unter dem Rollrasen gestört. Ich sehe keinen großen Unterschied in der Wertigkeit, wenn ich einen Schottergarten und diesen Rasen vergleiche. Der eine heizt die Umgebung auf, der andere ist absolut tierfeindlich und verpulvert Wasser im Höchstmaß.
Ob man heutzutage noch seine Kinder unverpixelt zur Schau stellen sollte, keine Ahnung.
Beim Schrebergarten sieht man schon im Titelbild, worum es geht. Im Hintergrund ein Beet mit schön freigekratzter Erde, darin ein paar Stauden mit mehr als ausreichend Abstand. Davor Rasen so kurz wie nur möglich entgegen aller Empfehlungen bei Trockenheit. Da hat sich in den letzten vierzig Jahren gar nichts geändert.
Hannover hat in weiten Teilen extrem guten Boden, der auch sehr gut Wasser hält. Es gibt überall offene Wasserflächen und sehr wahrscheinlich viel gut erreichbares Grundwasser. Da rumzujammern ist lächerlich.