So, jetzt habe ich endlich aufgeholt mit den Fotos, manchmal ist ein verregneter Samstag, an dem man nichts anderes zu tun hat, auch mal ganz gut für sowas.

Temperaturmäßig ist der März hier voll durchgestartet mit Tageshöchstwerten von bis zu 18 oder 19°C, zudem mit viel Sonnenschein, die Nächte waren dafür aber entsprechend frisch, und gelegentlich ging das Thermometer am frühen Morgen sogar ganz leicht ins Minus. Zum Glück stecken das eigentlich alle Pflanzen gut weg, endlich sind einmal keine Narzissen umgeknickt (dafür aber von den Schnecken angeknabbert worden

), und ich musste nicht in aller Eile meine Töpfe nach drinnen stellen.
Das eine oder andere Mal habe ich, kurz bevor ich zur Arbeit gefahren bin, noch ein paar Fotos gemacht, denn die tiefstehende Sonne, die gerade hinterm Berg aufging, hat den Garten in ein goldenes Licht getaucht und den Reif auf den Pflanzen zum Glitzern gebracht. Das Hangbeet wartet immer noch auf den Rückschnitt, aber die Tage hatte ich doch einiges geschafft und alle anderen Beete freigeschnitten, so dass die Frühlingsblüher nun besser zur Geltung kommen. Auf dem Rasen und unterm Vordach vom Gartenhaus sieht man noch den großen Berg mit Rückschnitt, den ich die Tage gehäckselt habe.
In meiner "Zaubernuss-Ecke" neben dem "Waldgarten" unter der Tanne zaubern die Sonnenstrahlen ein besonders schönes Licht- und Schattenspiel, die Samenstände von Lunaria annua leuchten noch einmal hell auf, und auch Carex 'Everillo' sowie die buntrindigen Hartriegel glühen noch einmal im Sonnenlicht. Mein Winterschneeball hat dieses Jahr zum ersten Mal richtig reich geblüht, oft haben sogar die Hummelköniginnen auf den Blüten übernachtet, um dann frisch gestärkt den nächsten Tag beginnen zu können.
Krokusse und Schneeglöckchen sind mittlerweile leider verblüht, nun führen Lungenkraut und Lenzrosen den Blütenreigen fort, und natürlich die zahlreichen Primeln und Narzissen. Ich mag die "Sommersprossen" auf den strahlend weißen Blüten von 'Conny', aber auch der geaderte Sämling, den ich vor einigen Jahren mal von einer lieben Purlerin erhalten habe, ist mittlerweile recht stattlich geworden. Neben der Zahnwurz, einst als blinder Passagier in einem Paket mit Leberblümchen aus der Steiermark mitgewandert, habe ich noch ein paar Schneeglöckchen aus Mannheim gepflanzt und mein kleines Terrassenbeet mit ein paar Steinen erweitert.
Die Primeln stehen teils schon seit vielen Jahren an allen möglichen Stellen im Garten, hier an der Trockenmauer unterhalb der Terrasse blühen sie oft schon im Januar auf, wenn die Wintersonne die Steine ein wenig erwärmt. Auch Aronstab und Cyclamen scheinen sich hier wohlzufühlen und werden immer üppiger. In einer Spalte zwischen Trockenmauer und Betontreppe hat sich eine weiße Primel angesiedelt, wer weiß, wie die hierher gekommen ist, vielleicht von den Ameisen ausgesät? Auch die letztes Jahr gepflanzten dunkellaubigen Primeln sind gut wiedergekommen, ich hoffe, meine Bemühungen beim Einpflanzen, das Torfsubstrat so gut wie möglich auszuschütteln, haben gefruchtet.
Ein sehr dunkelblütiges Alpenveilchen aus Mannheim hatte ich neben einen Farn gepflanzt, dieser ist recht üppig geworden, aber das scheint der Blühfreudigkeit keinen Abbruch zu tun. Rundherum habe ich schon ein paar Sämlinge gefunden, gerne dürfen die Cyclamen coum sich hier noch weiter aussäen. Herrlich blühen auch die beiden Leberblümchen, die kasi mir einst mitbrachte, sie werden wirklich von Jahr zu Jahr schöner und haben sich ebenfalls bereits etwas ausgesät, genauso wie die Cyclamen hederifolium, deren Laub nun leider etwas von den üppig wachsenden Schneeglöckchen verdeckt wird.
Im Vorgarten wachsen einige Leberblümchen vom Lord, teilweise habe ich wohl zwei verschiedene Exemplare mit unterschiedlichen Blütenfarben und -formen zusammengepflanzt. Ich werde mal schauen, ob ich je eins davon vorsichtig ausgraben und separat platzieren kann. In meiner Gartenmauer hatte ich vor Jahren versuchsweise mal verschiedene Geophyten gepflanzt. Fast alle hatten bereits den ersten Winter nicht überlebt, aber zwei, drei Krokusse kommen nach Jahren noch wieder. Im Vorgarten blühen nun täglich immer mehr Narzissen auf, während die Krokusse unter meiner Tamariske mittlerweile schon fast wieder verblüht sind. Dafür stehen nun die gelben Blüten des farnblättrigen Lerchensporns in den Startlöchern, ich muss mir also bald wieder die Kamera schnappen und weitere Fotos machen.
