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Re: Stachelbeeren

Verfasst: 7. Mai 2026, 13:48
von Wild Obst
Auf der Schwäbischen Alb kenne ich Stachelbeeren auch auf Felsen, dort aber nicht sehr beeindruckend, vegetativ und vom Ertrag her mickrig.
Im Heckengäu sind die im Unterholz von Feldgehölzen oder lichten Wäldern sind sie weit verbreitet, gerne an oder auf alten Steinriegeln oder Lesesteinhäufen. Im Wäldchen neben meiner Obstwiese gibts auch ein paar, die (vegetativ) beeindruckendsten sind auf einem Lesesteinhaufen unter einer Eiche: 1,5 m hoch und knapp 3 m Durchmesser, aber vielleicht 5 Beeren. Im Wäldchen selbst sind sie so maximal 0,5 x 0,5 m und lange nicht so dicht, ganz ohne Beeren. Da (über-)leben sie halt so und warten auf mehr Licht, denke ich.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 7. Mai 2026, 13:59
von cydorian
Sie fruchten hier auch, aber nur auf Standorten mit viel Licht. Ich habe schon gesammelt, für Marmelade langts. Mühsam, Beeren nie >10mm, Stacheln. Farbe ist meistens gold, aber auch andere.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 7. Mai 2026, 15:45
von Rib-2BW
Wir haben hier Wildvorkommen auf Felsen/Schiefer. Da findet man die wahrscheinlicher als in Hecken. Die Wildvorkommen scheinen auch weniger ein Problem mit Mehltau zu haben als Pflanzen im Garten.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 7. Mai 2026, 17:48
von 555Nase
An meinen Stachelbeerhochstämmen hatte ich noch nie Mehltau, eher Blattfallkrankheit.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 11. Mai 2026, 23:59
von Heidelbär
Letztes Jahr hatte ich Probleme mit dem am. Stachelbeermehltau an meiner Ironmonger. Aus Zeitgründen hatte ich sie dieses Jahr nicht ganz stringent zurückgeschnitten, auf einen Kommentar von Thuja, aber stärker gedüngt. Der Strauch ist nun auch besser eingewachsen.

Meines Erachtens hatte sie im letzten Jahr Trockenstress. Dieses Frühjahr ist erheblich trocken ausgefallen und sehr windig. Wir hatten laut Agrarmeteorologie 140 Sonnenstunden mehr als im langjährigen Mittel und an anderen Stellen im Garten musste ich dringend gießen. Beste Mehltau Bedingungen also.

Dieses Jahr habe ich mit frühzeitig dazu entschlossen, ca. alle drei Tage morgens kräftig zu gießen. Bislang sind alle Sträucher (Ironmonger, Careless, Hinnonmäki (rot), Wildform) sehr gesund. Nur dem geschenkten Hochstämmchen hat gestern der Sturm praktisch die gesamte Krone weggeblasen.

Hier werde ich ggfs. (wie bei der Ironmonger) mittels Steckholz auf Strauch "umsteigen" oder statt dessen ein paar schwarze Johannisbeeren pflanzen.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 12. Mai 2026, 09:30
von cydorian
Stachelbeeren sind extrem anpassungsfähig. Wachsen auf trockenem Boden ebenso wie an feuchten Stellen. Die Wildformen (oder halbwild, kann man nicht mehr nachvollziehen) hier bekommen auch Stachelbeermehltau, an den Extremstandorten wie auf grossen Steinriegeln, im reinen Schotter etwas weniger. Fruchtansätze auch dort gut, je mehr Sonne desto besser.
Letzte Woche:
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Re: Stachelbeeren

Verfasst: 12. Mai 2026, 13:41
von Rib-2BW
Ich hatte letztes Jahr zum teil großen Mehltaubefall. Ich muss dieses Jahr streng schneiden damit ich wieder Hygiene da rein bekomme.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 17. Mai 2026, 21:11
von cydorian
Heute mal fotografiert, wie die im Garten wuchern. 30m entfernt von den Stachelbeerbüschen:

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Ein paar hab ich rausgezogen. Die Stacheln sind anfangs weich und ähneln einer Behaarung, später nur noch mit Handschuhen jäten oder mit der Hacke. Solche Stellen gibts massenhaft im Garten, sie wachsen einfach überall. Ich vermute, Vogelfrass spielt eine Rolle, denn besonders gerne gehen die am Zaunrand auf. Oben sitzt ein Vogel, der Stachelbeeren gestohlen hat und scheisst die Kerne runter.

Besondere Hygiene, komplett abräumen, besonders schöne und leicht beerntbare Sträucher hätten dann gar keine Wirkung auf die permanente Versamung. Komplett Einnetzen hätte eine. Und wäre lustig, bei Stacheln, das Netz verhakt sich sofort.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 18. Mai 2026, 17:01
von Rib-2BW
Die in der Mitte sieht stachelarm/los aus. Ich hätte meinen Spaß. ;D

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 18. Mai 2026, 17:48
von cydorian
Das könnte ein Nachkommen der ebenfalls hier wachsenden russischen Riesenbeere sein. Jungpflanzen haben weniger dieses Flaums und wachsen schneller nach oben. Später kriegt sie aber noch ganz böse Stacheln, lang und spitz wie ein Dolch.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 5. Jun 2026, 09:38
von Frau P
Die ersten Stachelbeeren werden reif!
Eine Achilles fast reif genascht. War lecker, aber noch sehr klein. 1cm große Beeren. Da allerdings im ersten Standjahr, bin ich froh, dass sie überhaupt trägt.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 10. Jun 2026, 20:29
von Rib-2BW
Trotz des feucht nassen Jahrs hier, habe ich Mehltau empfindliche Pflanzen gut durch's Jahr gebracht. Mit drei Spritzungen Duaxo (alter Wirkstoff) im Frühjahr zur Kirschblüte und Schnitt, konnte der Mehltau gut in Schach halten. Dosierung von Duaxo entsprach die für Zweigmonilia an Steinobst.
Ja, wahrscheinlich alles illegal, weil nicht zugelassen, aber wen stört's?

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 29. Jun 2026, 18:00
von cydorian
Die meisten Sorten Totalschaden, verbrannt und vertrocknet. Seit Wochen kein Regen, die Temperaturen sind bekannt.

Krasnolawjanski und Rozovyj2 heute geholt mit 65-70°OE, stehen sogar noch relativ gut da, schmecken gekocht, aber weniger sonnenbrandempfindlich wie so einiges sonst. Viel Aroma hatten die ja nie, bloss süsslich, rindige Zone unter der Schale, Erträge mässig, Fruchtgrösse mässig, Krasnolawjanski wird etwas besser.

Nachdem das jetzt häufiger so läuft, werden für Leute, die nicht für Bewässerung und Halbschatten oder Gunstlage sorgen können völlig andere Sorteneigenschaften entscheidend, nämlich u.a. Hitzetoleranz. Da die Wildlinge in der Gegend extrem hitzetolerant sind, gibts da keine grundsätzlichen Schranken im Genpool.

Süsse Lea konnte ich noch ernten, aber nur dort wo nach Westen hin ab 14 Uhr verschattet war, andere Sträucher, alles Hitzeschaden. Jedes Jahr denkt man, es kann nicht noch mieser kommen. Und es kam noch mieser.

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 29. Jun 2026, 20:03
von DerTigga
Bei mir auf dem Balkon gabs gut gegossen sein, aber eben auch mehrmals zwischen 40 und 43,5 Grad Mikroklima, das hat momentanem Anschein nach 3 Pflanzen (trotzdem) gargekocht.. :-\

Re: Stachelbeeren

Verfasst: 29. Jun 2026, 21:25
von markoxyz
Hier war ~37°C das Höchste. Die alten sonnigen Plätze funktionieren sein ein paar Jahren ohne Schutz nicht mehr. Zwei prächtige gekaufte Stämme habe ich da noch stehen und bastle jedes Jahr zur Reife eine große alte Gardine für ein paar heiße Tage davor. Das funktioniert überwiegend ganz gut.
Und ein kleiner Hinnonmäki grün steht da noch einzeln, der verbrennt mittlerweile immer recht stark und schon Wochen vor der vollen Reife. Auch die Pflanze selbst, dass ich dachte letztes Jahr wäre sein Ende schon gekommen. Hat sich aber erstaunlich erholt.

Vor 3 Jahren habe ich dann angefangen Spindeln auf ein Schattiges Eck hinter zwei großen Zwetschgenbäumen zu pflanzen die ich zuvor selbst vermehrt habe:

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Die Reifezeit ist dort 2-3 Wochen hinterher, aber es verbrennt so gut wie nichts. Besonders gut macht sich Hinnonmäki Rot:

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Aber auch Lady Sun:

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Ein paar andere Sorten sind etwas langsamer unterwegs und ein paar Lücken hatte ich später noch gefüllt:

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Katastrophe ist weiterhin die Sorte Goldling von Lubera. Im zweiten Jahr im Juni immer welk geworden und nach drei Jahren Standzeit kaputt. Im zweiten Jahr eine Ersatzlieferung bekommen und Stecklinge gemacht. Im Topf scheinen sie länger zu leben. Ausgepflanzt egal welcher Standort immer das selbe, nach 1-2 Jahren kurz vor oder zur Reifezeit welk und dahin. Hier einer der vor ~Wochen welk wurde:

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Und dieser stand vor einer Woche noch gesund da und die Früchte wurden fast reif,.. und nu:

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Ich hatte letztes Jahr davon dann mal ein Zwei veredelt und der wächst zwar sehr langsam und kompakt bis jetzt, sieht aber noch top aus. Wenn das klappt liegt es an der Wurzel der Sorte.

Das hier müsste eine 3 jährige Veredelung von mir sein:

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Der Standort ist gerade sonniger als ich beim Pflanzen annahm. Aber ungeschützt scheint er die Hitzewelle überstanden zu haben. Vielleicht, weil die Früchte hier auch einen Tick hinterher sind mit der Reife weil zumindest im Frühjahr wenn die Sonne tiefer steht die Pflanze dort später gestartet ist.

Und das ist eine Veredelung die ich wohl vor zwei Jahren gemacht hatte, Redeva:

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Die ist ja recht spät und scheint auch an diesem doch noch recht sonnigen Standort ohne Schutz die Hitze überstanden zu haben bis jetzt.