Re:ADR-Rosen 2010
Verfasst: 13. Dez 2010, 09:01
Interessant. Wird die Prüfung denn auch von "kleinen" Hobbyzüchtern genutzt?Ich konnte über Google keine Einzelheiten finden...
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Allein über die Rosen-Union haben (aus der Chronik, ohne Anspruch auf Vollständigkeit) bereits folgende Züchter bei der ADR-Sichtung teilgenommen:Cocker, Gregory, Harkness, Mc Gredy, de Ruiter, Clayworth, Koopmann, Leeders, Poulsen, Cant, Dickson, Lens, Warriner, Fryer, Warner, Pearce, Dorieux, Matthews, Interplant, Austin, Boot, OlesenWenn davon nur wenige Sorten die Prüfung bestanden haben, dann spricht das dafür, dass hiesige Züchter Rosen produzieren, die besser an unser Klima angepasst sind als z.B. englische. Außerdem ist dieser Verbund vielleicht ein guter Ansprechpartner für eigene Züchtungen.Bei der ADR-Liste fällt schon sehr auf, dass es immer die 3 gleichenFirmen sind.
Auch die Winterhärte ist bei Sorten aus Westeuropa oft nicht ausreichend. Ein starker Triebverlust führt dann zu einem späten Blühbeginn erst Ende Juni, da sind meist schon die ersten Berwertungsdurchgänge vorbei. Diese Punkte können nicht mehr aufgeholt werden.
Nun habe ich mal mein Gedächnis hinterfragt.1,) Meteor: Hosteinischer Wallach geritten unter Fritz Tiedemann, hervorragendes Springpferd. (bitte wenn falsch verbessern)2,) Nach diesem Pferd wurde die Kordesrose "Meteor" benannt, (1950) eine Floribunde. Weil nicht so lange Stiele wie eine Teerose, aber gleicher Blütenaufbau. Damals sehr beliebt und auch gesund.3,) Gewschwind- Rose "Meteor" hier erst erfahren, dass G. eine Rose unter diesem Namen gezüchtet hat.4.) Irgend son Ding im Weltall Zurück zur Rosenprüfung.5.) Meteor der Unbescheidene, Ich will alle drei haben
Sorry, falls das schon mal erwähnt wurde und ich es überlesen habe. Aber das finde ich schon bemerkenswert.Man muss auch berücksichtigen, dass eine Beetbepflanzung, 9 Pflanzen in engem Stand! bewertet wird. Einzelstehend oder in einer Mixed-Bordersituation könnte es anders aussehen.
Ich habe den Wert 250 Euro als Kosten pro Sorte gefunden. Vielleicht kann das hier jemand bestätigen?Wieviel kostet eigentlich die Anmeldung zu den ADR-Prüfungen?
Kundenwunsch, KundenWer sind eigentlich die Kunden die das wirtschaftliche Überleben der grossen Betriebe sichern? Ganz sicher nicht solche wie ich, die jedes Jahr von maximal 10 Sorten 3 Stück kaufen!Jedes Jahr X NeuheitenMan frage doch ‚junge Züchter’ wie Wänninger warum sie immer weiter züchten. Oder Hobbyzüchter wie Wüest in der Schweiz. Die haben Vorstellungen, Ziele, Träume und die wollen die verwirklichen. Erhaltung der eigenen älteren ZüchtungenAuch da frage man die oben genannten: einem Franz Wänninger ist es nicht möglich alle seine bisher getauften – an die 50! - Züchtungen aufgepflanzt zu erhalten. Er müsste das Züchten einstellen und Arbeitskraft, Zeit und Platz nur für die Erhaltung verwenden.Und wie soll das etwa Kordes schaffen, das sind doch Hunderte, vielleicht über 1000 Sorten?Anekdote am Rande: Hr.Weihrauch hat mich kürzlich angerufen mit der Frage, ob ich noch die 5 Sorten in der Sammlung hätte, die er mir vor 15 Jahren geschickt hat.Als Sammler und Kleinstkunde wäre es aber doch möglich sich einen Überblick über die Entwicklung zu verschaffen jenseits von Katalogen und Online-Shops. Viele Rosenprüfungen werden an einem Termin auch öffentlich abgehalten. Meine Erfahrung bei der ÖRP-Prüfung in Baden war halt, dass sich in 10 Jahren nicht ein Interessent zu den mit der Prüfung befassten Personen gesellt hat! Scheidet jemand aus diesem Kreis aus ist kaum Ersatz zu finden. Kaum jemand nimmt es auf sich 3x im Juni und 3x im September jeweils 2-3 Stunden Rosen zu bewerten und dann noch an einer halbtägigen Abschlussbesprechung teilzunehmen.Ich würde es auch vermeiden Fronten zwischen einzelnen Rosengruppen, etwa historisch gegen modern, kommerziell gegen Hobby, aufzurichten. Es sollte doch um die Rosen in ihrer Vielfalt, in ihrer historischen, symbolischen Bedeutung und auch in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung gehen. Man sollte sich da an Persönlichkeiten wie dem heuer leider verstorbenen Prof.Fineschi orientieren, der sowohl als Hochgeachteter inmitten von Züchtern über deren Neuheiten seine Meinung äusserte und sich andererseits über eine Rosa pendulina die ich ihm mitbrachte riesig freute.Es wird oft gesagt, dass der Kundenwunsch entscheidend für Rosenneuzüchtungen sei. Nur, wer fragt die Kunden? Die Rosenneuheiten werden den Kunden präsentiert und viel Auswahl hat man - zumindest hier - wahrlich nicht. Und wer nach Katalog bestellt, der orientiert sich an den verkaufsfördernden Aussagen der Züchter, wo bitte, ist da der Kundenwunsch. Dieser wird m.E. in die "richtige" Richtung geschoben. Und im stillen stelle ich mir die Frage, warum jedes Jahr X Neuheiten auf den Markt kommen. Es ist so viel Potential aus älteren Züchtungen vorhanden, die man ohne weiteres wieder aufleben lassen könnte oder sich unter de Hobbyzüchern umsieht. Wenn eigene Züchtungen so viel Geld kosten, wäre dies auch ein gangbarer Weg.
Erstens bin ich mit der Antwort von Rosenkultivarium mehr als einverstanden.2. Sollte man die Sache der Rosenbewertung und die Erhaltung alter Sorten nicht mit einem teilweise blinden Eifer betrachten.3. Kundenwunsch. Wer als Züchter ob Profi oder Hobby kann bei der Bestäubung der neuen Kreuzung wissen welcher Kundenwunsch überwiegend vorherscht, wenn nach ca.10 Jahren die Rose auf den Markt kommen sollte.Ich persönlich kenne keinen schwierigeren Kunden als den Hobbygärtner, der sich in irgend welche Spezies verrannt hat.Da wurden Bücher in die Baumschule geschleppt, stundenlang ein Fachverkäufer (meistens der Chef oder seiner Frau) blockiert und am Ende kam "eventuell" eine Bestellung zu stande die bei weitem nicht die Beratung, die Bestellung (suchen wer so was in seinem Einschlag hat) und den Aufwand gerechtfertigt hätte.Da waren mir ganz ehrlich die "Kundenwunschlosen" Gartenbesitzer mit Porschkes Katalog unter dem Arm lieber. Die waren ja auch zahlreicher, sonst hätte ich überhaupt nicht existieren können.UND das soll jetzt nicht negativ gewertet werden.Es wird oft gesagt, dass der Kundenwunsch entscheidend für Rosenneuzüchtungen sei. Nur, wer fragt die Kunden? Die Rosenneuheiten werden den Kunden präsentiert und viel Auswahl hat man - zumindest hier - wahrlich nicht. Und wer nach Katalog bestellt, der orientiert sich an den verkaufsfördernden Aussagen der Züchter, wo bitte, ist da der Kundenwunsch. Dieser wird m.E. in die "richtige" Richtung geschoben. Und im stillen stelle ich mir die Frage, warum jedes Jahr X Neuheiten auf den Markt kommen. Es ist so viel Potential aus älteren Züchtungen vorhanden, die man ohne weiteres wieder aufleben lassen könnte oder sich unter de Hobbyzüchern umsieht. Wenn eigene Züchtungen so viel Geld kosten, wäre dies auch ein gangbarer Weg.