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Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 4. Apr 2026, 06:56
von AndreasR
Eine tolle Schachbrettblumenwiese! :D Wahrscheinlich wird es hier dann zu trocken sein, denn selbst dort, wo Märzenbecher hervorragend gedeihen, wachsen sie eher zögerlich. Vielleicht haben sie in den Staudenbeeten aber auch zu viel Konkurrenz und mögen lieber in der Wiese stehen...

Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 4. Apr 2026, 08:31
von Starking007
Hier samen sie in den Steingartenbereich hinein, heiß, trocken, mager........

Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 4. Apr 2026, 08:51
von AndreasR
Fragt sich halt, ob man die heißen, trockenen Sommer in der Oberpfalz mit den hiesigen vergleichen kann. ;) Wikipedia schreibt:
Die Schachblume ist eine Lichtpflanze, das heißt, sie wächst in vollem Licht und erträgt nur in Grenzen eine Beschattung. Ihr ökologischer Schwerpunkt liegt auf nassen, zum Teil überschwemmten, luftarmen, mäßig stickstoffreichen, neutralen Lehm- und Tonböden.
Dann stehen meine vielleicht tatsächlich zu schattig, und vielleicht ist mein Boden auch zu stickstoffreich (Brennnesseln werden bei ausreichend Feuchtigkeit übermannshoch). Der Rest sollte eigentlich passen...

Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 4. Apr 2026, 09:03
von Gartenlady
Wesentlich dürfte sein, dass sie im Sommer nicht austrocknen. Hier stehen sie zusammen mit Märzenbechern unter hohen Bäumen und vermehren sich rasant. Offensichtlich reicht das Licht im Frühjahr und schützt der Schatten im Sommer.
Hier ähnlich.

Bei mir gibt es gar keine wirklich sonnigen Standorte, hier stehen F. meleagris also auch ziemlich schattig. Sie versamen sich üppig, werden aber anscheinend immer wieder durch Wühlmäuse dezimiert. Sie werden gedüngt, weil alles gedüngt wird, aber sparsam.

Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 4. Apr 2026, 09:08
von Rokko21
Wenn es sehr schattig ist, würde ich eine andere Stelle ausprobieren. Zu viel Stickstoff ist meist nicht die Ursache für schlechtes Wachstum eher im Gegenteil. Eventuell gibt zu viel Stickstoff höhere Anfälligkeit für Pilze. Meine wachsen im Staudenbeet bei zu großer Trockenheit werden die gegossen. Das hat bislang immer gereicht. Nach der Vegetationszeit ist Schatten kein Problem, die Stauden stehen so dicht, dass kaum Sonne auf den Boden kommt.
Wühlmäuse haben hier noch nie Schachbrettblumen gefressen. Tulpen und Krokusse haben aber keine Chance

Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 4. Apr 2026, 09:45
von Gartenlady
Wühlmäuse waren meine einzige Erklärung an einer Stelle, wo sie plötzlich fast alle weg waren, sie habe sich aber aus Sämlingen wieder regeneriert.

Manchmal suchen die Sämlinge sich die passende Begleitung, die weißen Exemplare dazwischen haben es nicht so gut getroffen ;)

Hier leiden sie v.A. unter Lilienhähnchen, Dünger tut ihnen nix und zu viel Schatten scheint auch nicht zu sein. Sie stehen hier unter der riesigen 60 Jahre alten Parrotia persica.

Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 4. Apr 2026, 19:47
von Gartenplaner
Quanteneffekte? 8) ;D

Hier bei mir auf dem „Töpferlehm“ hatte ich sie jedenfalls größtenteils halbschattig gepflanzt, morgens-mittags Sonne, nachmittags schattig, und auch die Sämlinge haben sich größtenteils daran gehalten.

An dieser Stelle, auf beiden Seiten der Sitzfläche, hatte ich die gleiche Menge gepflanzt:

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Im „Rücken“ des ersten Fotos allerdings tauchten nach einigen Jahren dann aber auf einmal meterweit entfernt einzelne, blühende Sämlinge auf, da hab ich dann seitdem jedes Jahr Samen verstreut:

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Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 4. Apr 2026, 20:48
von Gartenlady
Da traut man sich nicht drüberzulaufen.

Mein Foto ist vom Rand der Parrotiaüberdachung, weiter innen unter dem Parrotiadach blühen im Spätwinter Schneeglöckchen und Märzenbecher in Massen, dazu einige Helleborus, im Sommer tun sich alle Pflanzen schwer, es ist halt trocken dort. Dieses Jahr sehe ich zum ersten mal einzelne Schachbrettblumen weit voneinander entfernt, ich bin gespannt, ob sie sich vermehren, zur Blütezeit ist es ja noch feucht genug, später brauchen sie die vermutlich nicht mehr.

Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 4. Apr 2026, 21:09
von AndreasR
Ich mag sowas auch nicht unbedingt in die Wiese pflanzen oder säen, dazu habe ich zu wenig Flächen, die ich nicht betrete - mit den Schlüsselblumen ist es einfacher, die sind nicht zu übersehen. ;) Ich habe heute nochmal nach den Schachbrettblumen geschaut, und da scheint durchaus ordentlich Vermehrung stattgefunden zu haben. Die Anzahl der Blüten ist aber wie gesagt bescheiden, ich habe zwei Tuffs, die einen halben Meter auseinander stehen, und das Bild ist bei beiden das gleiche:

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Mag sein, dass viele der ursprünglichen Zwiebeln in den Dürresommern vertrocknet sind, Nachwuchs ist ja offenbar da, aber der wird sicher noch ein paar Jahre brauchen, bis er wieder blühfähig ist. Ob Dünger den Sämlingen auf die Sprünge hilft?


Was auf jeden Fall mehr Dünger braucht, ist meine Fritillaria persica, die hatte im Jahr nach der Pflanzung einen Blütentrieb, im Jahr darauf zwei, und im dritten Jahr sogar vier. Letztes Jahr hat sie nicht geblüht, vermutlich hatte ich sie zu wenig gedüngt, vielleicht hat sie auch im nassen Sommer gelitten. Dieses Jahr blüht ein Trieb, wenn auch nur wenig, zwei blühen nicht, und der vierte scheint irgendwie stecken geblieben zu sein...

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Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 5. Apr 2026, 10:22
von Gartenplaner
Ich muss dringend die Rasenwege mähen, das geht jetzt zu fließend ineinander über.

Die Sämlinge von F. meleagris in der Wiese brauchen jedenfalls lange vom Samen zur ersten Blüte.
Wie lange genau hab ich nicht präzise beobachtet.

(Diese lange Dauer hab ich aber inzwischen schon bei einigen „Wiesenzwiebelpflanzen“ feststellen müssen - Narcissus lobularis 8 Jahre, Colchicum autumnale minor 8 Jahre, Crocus tommasinianus 5-6 Jahre, ebenso Crocus speciosus.)

Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 5. Apr 2026, 20:09
von foxy
In meiner Knabenkrautwiese, die nur im Sommer trocken ist, hab ich auch mehrmals F. meleagris eingepflanzt.
Nach ein paar Jahren wurden sie immer weniger, die brauchen einfach mehr gute Komposterde die sie da nicht haben. Ähnlich erging es mir in der Wiese auch mi den Trollblumen. Seit dem ich sie in ein größeres Loch mit Komposterde pflanze wachsen sie richtig gut.

Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 5. Apr 2026, 22:15
von Gartenplaner
Interessant!
Vielleicht unterschätze ich immer noch den Nährstoffgehalt meiner Lehmwiese?

Hab heute den Weg gemäht, so kann man besser sehen, wo Wiese ist und wo nicht:

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Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 5. Apr 2026, 23:13
von Buddelkönigin
:D
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Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 9. Apr 2026, 19:06
von knorbs
Fritillaria sewerzowii mit gelblichen Blüten
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Re: Fritillaria ab 2024

Verfasst: 9. Apr 2026, 21:50
von foxy
Die ist ja wunderschön, in welches Substrat hast du die gesetzt?