Hyla hat geschrieben: ↑2. Dez 2025, 15:44…
Die geplanten Gärten spiegeln halt den Geschmack des Planers wieder. Reine Glückssache daß man einen erwischt, der dasselbe will. …
Diese Fernsehformate stellen nur sehr wenig bis gar nicht dar, wie die “Beziehung” Gartenarchitekt/in Gartenbesitzer/in abläuft.
goworo hat geschrieben: ↑1. Dez 2025, 19:13
… Ich frage mich dabei bisweilen, in wie weit sich die Besitzer mit ihren neuen Gärten identifizieren und sich darin wohl fühlen. Für mich persönlich, und meine das in keiner Weise wertend, wäre ein solcher Garten nicht erstrebenswert, selbst wenn ich das dafür nötige Kleingeld hätte. Unser Garten ist wirklich unser Garten, weil wir darin wirklich alles selbst gemacht haben.
…
Das schafft eine Verbundenheit, wie sie anders wohl nicht zu erreichen ist. Vermutlich würde ich mich in einem solchen geplanten und von fremder Hand gebauten Garten ähnlich fremd fühlen wie beim Besuch eines öffentlichen Gartens. Bitte nicht falsch verstehen. Natürlich lasse ich mich auch gerne von öffentlichen Gärten und Parks inspirieren und bewundere deren oft grandiose Gestaltung. Aber es sind halt keine Gärten zum drin Wohnen.
Ich denke, es gibt viele “Variationen des Themas”
Gartenbesitzer/innen, die ihre für sie gute, richtige, schöne Gestaltung vor Augen haben - und sie umsetzen können und wollen!
Und Pflanzenliebhaber/innen und Kenner/innen sind.
Euer Garten steht in der Tradition “ikonischer”, gut gestalteter, englischer Gärten, viele davon sind von den Besitzern/innen über Jahrzehnte gestaltet und angepflanzt worden.
Natürlich ist da eine maximale Verbundenheit klar.
Gartenbesitzer/innen, die ihre für sie gute, richtige, schöne Gestaltung vor Augen haben - aber sie nicht umsetzen können und/oder wollen.
Und Pflanzenliebhaber/in und Kenner/in sind.
Gartenarchitekten/innen können dann der ausschlaggebende “gestalterische Sparringspartner” sein, und Berater für technisch-konstruktive Fragen, und Dienstleister/in für Bezugsquellen, Handwerker/innen, deren fachliche Führung (und Kontrolle).
Ich denke, im allerbesten Fall ist da die Verbundenheit genauso groß.
Gartenbesitzer/innen, die ein Auge für gute, richtige, schöne Gestaltung haben, und einen Garten wollen, der diesem ästhetischen Anspruch entspricht.
Aber gar keine eigenen Ambitionen dafür.
Gartenarchitekten/innen können da dann schon etwas sich selbst verwirklichen
Wenn die Gestaltung dem/der Auftraggeber/in gefällt, etwas entwerfen, was ihnen hauptsächlich persönlich gefällt, nur auf einem fremden Grundstück.
Ich denke, da kann es im besten Fall eine Verbundenheit sein, wie gegenüber einem Kunstwerk, was man sich aufgrund des Angesprochenseins, des Schönfindens angeschafft hat und gerne immer wieder anschaut.
Gartenbesitzer/innen, die keine ausgeprägten ästhetischen Wünsche haben, aber sich einen Garten wünschen, der ihren “Nutzungsanforderungen” entspricht.
Da kann der/die Gartenarchitekt/in helfen, sinnvolle, gut nutzbare Aufteilungen, Wegeführungen usw. (bester Platz für Mülleimer, Wäschespinne, Sandkiste, Gartenhütte, sinnvollste Wegeführung dazwischen, wie im Post von Hyla angeführt, gehört da immer dazu) zu schaffen - ähnlich wie es meist beim Hausbau mit dem/der Architekten/in laufen sollte.
Ein guter Gartenarchitekt wird das auch mit guten Proportionen, Farbgestaltung, Ordnung der Bepflanzung ästhetisch gut gestalten.
(auch und gerade mit den Gartenbesitzern/innen, wenn dann doch im Prozess den Besitzern/innen eigene ästhetische Wünsche klar werden!)
Oft ist dann “Pflegeleichtigkeit” gewünscht.
Also sollte Bepflanzung da schon einen gutes Fundament legen!
Dann natürlich noch Hilfsmittel bei der Pflege, wie automatische Bewässerung usw..
Da tauscht Verbundenheit den Platz mit guter Funktionalität.
Wenn der Garten gewünschte Funktionen einfach, effektiv erfüllt, ist Kunde/in glücklich und zufrieden.
Es gibt viele Gärten, wo ein Planer hilfreich ist, und viele Gärten, wo ein Planer absolut überflüssig ist.