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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 14:20
von Blush
Clematis jouiniana hat es im Mecklenburger Garten unter einem Apfelbaum, schattig, sehr gut ausgehalten. Nicht nur ausgehalten, ich bekam sie als Abstich, sie hat sich gut gemacht. Nun haben Äpfel aber auch keinen Wurzelfilz im Oberboden.

Noch zu Verbena bonariensis. Sie hatte ich 2009 auf der BUGA in Schwerin kennengelernt und seitdem auch im Garten. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie jemals vollkommen ausgewintert wäre. Dennoch habe ich jeden Herbst sicherheitshalber Samen gesammelt und früh im Jahr ausgestreut. Vermutlich liegt im März noch Schnee im Waldviertel, Martina? Ob die Zeit bei einer späteren Aussaat reicht, weiß ich nicht. Müsste man versuchen. Dass sie die harten Winter dort überlebt, kann ich mir nicht vorstellen. Die Selbstaussaat finde ich allerdings stark. Teils musste ich ganze Teilflächen von einem Verbenenwald befreien.. Ansonsten wuchs sie in der Sonne auf den sandigeren Stellen ebenso gut wie auf dem Lehm. Besonders schön ist, dass sie bis in den November hinein blühte.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 14:21
von RosaRot
Chica hat geschrieben: 11. Aug 2026, 13:14 Vitex agnus castus ist nicht winterhart hier.
Hier schon, steht aber geschützt zwischen Cistus und eigentlich falsch an dem Platz.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 14:25
von RosaRot
Buddelkönigin hat geschrieben: 11. Aug 2026, 14:14 Aber martina2 hatte nachgefragt und die wohnt doch in Österreich, so viel ich mich erinnere. ;)
Das Waldviertel wird doch sicher infolge des Klimawandels noch nicht zur ariden Region geworden sein, oder ??? Was spricht denn gegen einen Versuch... kostet doch fast nichts und man sammelt eigene Erfahrungen. ;)
Da das Thema (Klimawandel) ja von allgemeinem Interesse ist, dachte ich, ich könnte etwas 'Trocken'senf auch zu Verbena dazu geben... ;)
Und indirekt möchte ich damit sagen, was ich jetzt ausspreche:

Was hier passt, funktioniert anderswo nicht und umgekehrt. Es geht also nichts daran vorbei, eigene Erfahrungen im eigenen Garten zu sammeln. Inspiration ist aber allemal gut und dafür ist doch so ein Faden perfekt?

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 14:33
von Buddelkönigin
Richtig... Du hast natürlich Recht. ;)

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 14:47
von Lady Gaga
Das Waldviertel ist im Winter sehr kalt, da wird die Verbena nicht überleben.
Uups - ich seh grad, dass die Seite schon weiterging und alles gesagt ist. :-[

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 16:25
von Mediterraneus
Aloe striatula.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 17:38
von hobab
Seh ich genauso auch (wie Rosarot). Das die Verbena sich hier nicht aussät, liegt vermutlich an den meist trockenen Frühjahren und am Sand, Saatgut liegt hier ja auch massenhaft rum und in Steinfugen, wo sich Feuchte gut hält, keimen sie auch. In anderen Regionen sind sie halbes Unkraut, hier eher Luxusgut.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 18:02
von Mediterraneus
Hier gehen die auch nur in Pflasterfugen auf, oder im Mineralmulch.
Dort sind sie auch mehrjährig,zumindest nach milden Wintern.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 19:48
von LadyinBlack
Querkopf hat geschrieben: 11. Aug 2026, 13:25
.
Überlebt hat die Pflanze aber irgendwie :). Zäh.
Jetzt sitzt sie im Beet, frei, hell. Aber mit wanderndem (lichtem) Schatten von Nachbars Obstbäumen, sie verbrennt nicht. Das passt anscheinend ganz gut.
Zäh ist sie wirklich und nicht nur das. :D
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Hier steht ' Praecox' an einer kleinen Böschung , wird also eher als Bodendecker verwendet. Mittlerweile ( nach mehr als 10 Jahren) ist es dort deutlich schattiger geworden, so dass sie sich in die großen Strauchrosen und auch in die Hängezierkirsche hangelt. Die Blütenmenge hat dabei nachgelassen. Zu dunkel würde ich sie daher nicht pflanzen. Nicht beurteilen kann ich allerdings , wie sie sich in heißen Lagen zeigt.

Als Cl. jouiniana ' Stanislaus' habe ich diese Clematis erworben, farbintensiver als ' Praecox' , nicht ganz so wüchsig , aber genauso anspruchslos. Auch sie steht nicht in einer sehr heißen Lage. Ob sie das verträgt, kann ich daher nicht sagen. Zusätzliches Wasser benötigt sie jedenfalls auch nicht.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 21:10
von Gartenplaner
Lou-Thea hat geschrieben: 11. Aug 2026, 13:19…Syringa vulgaris ist hier mit Bauernhortensie, Eberesche und co auf der Liste der nicht mehr neu zu pflanzenden Sträucher ganz oben, denn die streichen bei längerer Dürre als erstes die Segel. Auch und gerade alte und eingewachsene Exemplare. …
Inwiefern, komplettes Welken/Absterben?
Ich hab bei mir beobachtet, dass das Syringa-Dickicht, das schon 1926 auf der Hochzeitsfoto der Großeltern im Vorgarten mit drauf ist, schon seit einem Monat die Blätter hängen lässt - das aber auch dann so bleibt und sich nicht Richtung “welken” fortsetzt.
Ich vermute, nach etwas mehr Regen stellt es die Blätter wieder auf.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 21:18
von Mediterraneus
Ich würde den Flieder hier als sehr dürrefest bezeichnen.
Sowohl vulgaris als auch microphylla'Superba'. Letzerer ist gerade komplett zusammengerunzelt, war das schon öfters und blüht im Folgejahr trotzdem überreich. (wobei es soo trocken wie jetzt nicht nicht war, aber um den mach ich mir am wenigsten Sorgen)

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 21:46
von krimskrams
Hier hängen die Fliederblätter erst seit einer guten Woche kraftlos herum, da haben andere entschieden früher geschlappt.

Meine Weigelie beeindruckt mich, sie steht ohne Gießen noch top da.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 21:53
von Chica
Mediterraneus hat geschrieben: 11. Aug 2026, 21:18 Ich würde den Flieder hier als sehr dürrefest bezeichnen.
Sowohl vulgaris als auch microphylla'Superba'. Letzerer ist gerade komplett zusammengerunzelt, war das schon öfters und blüht im Folgejahr trotzdem überreich. (wobei es soo trocken wie jetzt nicht nicht war, aber um den mach ich mir am wenigsten Sorgen)
Ich habe hier verschiedene selbstgezogene Syringa prestoniae, Syringa meyeri ‚Palibin‘ und ‚Josee‘, einen rosafarbenen Syringa villosae group und einige Syringa vulgaris. Die haben allesamt schon zig Dürresommer überlebt, völlig anstandslos.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 22:05
von hobab
Hier welken die in trockenen Sommern brutal, wachsen auch weniger im folgenden Jahr und ich denke es gibt Lücken - schwer zu sehen bei den vielen Ausläufern.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 11. Aug 2026, 22:17
von Hyla
Querkopf hat geschrieben: 11. Aug 2026, 13:33
Hyla hat geschrieben: 11. Aug 2026, 12:40 Lavendel mag's hier nicht. Der möchte etwas Kalk ...
Das mit dem Kalk haben meine Lavendel glücklicherweise nicht gelesen ;). Sie wachsen im neutralen bis leicht sauren Lehm ziemlich gut.
Wenngleich vielleicht nicht optimal. (Wenn's mal sehr nass ist, setzt sich Moos auf die Basistriebe, das sieht seltsam aus...)
Jaaa, aber dein Boden hält das Wasser viel besser. Der Lavendel ist hier nicht nach einem Jahr tot, sondern hält sich, aber duftige Fülle gibt's halt nicht. Man hat ja die blauen Lavendelfelder beim Kauf vor Augen und nicht graue halbverdorrte stakelige Mickerpflanzen. Man könnte sagen, er wächst rückwärts. ::)

Dieser Zwergflieder 'Palibin' ist ein ständiges Ärgernis. Im Vorgarten schlappt der als Erster und ist mein Dürreanzeiger.
Von Dürreresistenz keine Spur, obwohl der halbschattig seit sicher zehn Jahren da steht.
Richtung Peine gab's einen Kreisverkehr, die Mitte ebenfalls mit 'Palibin' bepflanzt, die müssten inzwischen alle hin sein, obwohl dort der Boden besser sein wird. Da muß man schon recht feuchten Boden haben, damit die ohne Gießen überleben.