Re:Was ist ein Garten?
Verfasst: 14. Mär 2010, 23:58
Zaun ist nicht notwendig. Als Einfriedung gehen auch Hecken durch. Und die Scheinzypresse hatten sie ja bereits erfunden.Ha, Kreis geschlossen: Sie hatten also einen Garten ohne Zaun?
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Zaun ist nicht notwendig. Als Einfriedung gehen auch Hecken durch. Und die Scheinzypresse hatten sie ja bereits erfunden.Ha, Kreis geschlossen: Sie hatten also einen Garten ohne Zaun?
noch ohne Maschen zaun.Sie hatten also einen Garten ohne Zaun?
unerwartet vernünftig!... edit: Urmenschen haben den Gartenfrieden störende Tiere bestimmt gleich erlegt.
Und die nicht störenden hinter einem Zaun(!) zu Nutztieren gemacht.edit: Urmenschen haben den Gartenfrieden störende Tiere bestimmt gleich erlegt.
In ursprünglichen Kloster- und Bauerngärten waren alle Pflanzen Nutzpflanzen! Auch die mit den auffälligen Blüten wie Ringelblumen, Pfingstrosen oder Madonnenlilien wurden als Heilpflanzen genutzt. Genau so, wie ursprünglich alle Haustiere Nutztiere waren: Der Hund als Jagdhilfe oder Wachhund, die Katzen gegen die Mäuse.Ziergärten, wie sie heute überwiegen waren früher das Privileg des Adels und der Reichen. Und in den Notzeiten nach den Kriegen werden Ziergärten umgebrochen und wieder Kartoffeln angebaut. Auch unsere Gärten, die ja auch als Gemüsegärten mehr der Selbstverwirklichung als der Selbstversorgung dienen, empfinde ich als Privileg. Lange Zeit habe ich nicht mal gewagt, von einem eigenen Garten zu träumen und leider kann ich nicht selbstverständlich davon ausgehen, dass ich mir das immer werde leisten können. Deshalb: Platz ums Haus, sei es als nur Abstandhalter zu den Nachbarn, oder wie für uns zur reinen Freude ist ein Privileg, nicht mal einen gepachteten Garten kann jeder haben. Sicher wurden Blumen auch wegen ihrer Schönheit geschätzt und Kätzchen weil sie niedlich waren, aber allein deswegen hätten sie keinen Platz im Garten bzw. Futter bekommen.auf jeden Fall. Genauso wie der erste Welpe oder das erste Ferkel in Menschenobhut niedlich war, so waren auch die ersten Pflanzen hübsch. Und deshalb wurden sie gepäppelt. Menschen haben die Eigenart sich schmücken zu wollen und das dehnen sie auf ihre Babys aus und dann auf ihre Familie und ihre Umgebung.Da fing für mich das Gärtnern erst richtig an.
Das sehe ich auch so.Intressant ist in meinen Augen, dass Gärten in vielen tropischen Regionen, so es keine Luxusgärten sind, sondern der Selbstversorgung der armen Bevölkerung dienen, so gut wie keine Zierpflanzen gibt.Nun könnte man einwenden, in den Tropen gäbe es genug Buntes, deshalb könne man im Garten darauf verzichten. Weit gefehlt. Die meisten tropischen Regionen sind arm an Prachtstauden. Wir kennen sie meist nur von gärtnerischen Kulturen.Sicher wurden Blumen auch wegen ihrer Schönheit geschätzt und Kätzchen weil sie niedlich waren, aber allein deswegen hätten sie keinen Platz im Garten bzw. Futter bekommen.