Re: Storchschnabel - Geranium
Verfasst: 1. Jun 2026, 13:28
Genau das ist das Dilemma. Es kann (!!) viel regnen und das tat es früher auch, muss aber nicht mehr sein und bis es viel regnet gehen die Pflanzen ein. Zur Zeit schüttet es und das kann die ganze Woche immer ein paar Stunden sein. Davor waren Temperaturen von über 30° im Schatten ohne Regen.
1 Tag Regen und man merkt deutlich wie vieles zu blühen anfängt, Rosen, Clematis, etc.
Der viele Regen hilft aber den Pflanzen nichts mehr, die schon vetrocknet sind.
Meine Bignonia mit hundeten Blüten ist beleidigt weil ich sie nicht gegossen habe und hat viele Blüten fallen lassen. 2-3 Tage bei 30° noch auf Regen warten war ihr zu stressig. Die Blutstorchschnäbel packen es locker ohne Gießen.
Gerade am Dragon Heart konnte man die unterschiedlichen Bedingungen gut feststellen.
Ich habe auf der Ostseite 2 Dragon Heart am Fuße eines "mittel-steilen" Hanges und auf der Westseite 3. Ostseite bedeutet bis Mittag Sonne und Westseite ab Mittag (so ganz grob). Davor / danach ist Schatten.
Die Ostseite ist der Wahnsinn. Eigentlich nur gesetzt um das Unkraut in Zaum zu halten. Es waren geschätzt über 100 Blüten auf einer Fläche von ca. 1,5m² und das bei nur 2 gesetzten Pflanzen. Der wird beschnitten werden müssen, sonst macht er die angrenzenden
Chrysogonum virginianum 'Andre Viette' kaputt, obwohl die sich noch gut behaupten. Die Andre Viette wachsen heuer viel besser und umrahmen eine Hydrangea paniculata Bobo. Wenn der Dragon Heart sich weiter ausbreitet ist die Rispenhortensie gefährdet. Der Dragon Heart wächst sogar gegen das Licht zur Hortensie. Auf der Ostseite ist der Dragon Heart ca. 60cm hoch.
Im Gegensatz dazu die Westseite. Da sind 3 Dragon Heart. Bis vor ein paar Tagen gab es keine einzige Blüte, aber die Blätter wurden schon leicht gelb. Jetzt gibt es ca. 3 Blüten, weiß aber nicht, ob pro Pflanze 1, vermute von 2. DIe Höhe ist auf der Westseite ca. 20-30cm
Offensichtlich regnet es an beiden Stellen gleich viel.
Ich hätte jetzt auf der Westseite mit dem Gießen angefangen, da die Blätter schon gelb wurden.
Auf der Ostseite ist der Hang dicht bewachsen, da schießt das Wasser also nicht ans Ende zu den Dragon Heart.
Auf beiden Seiten gibt es beim Dragon Heart in 25-30cm Tiefe eine lange Drainage und 5-7cm hohe Kiesschicht, ca 1-1,5m lang. Ich dachte, Steppenpflanze aus Armenien, da darf es nicht zu nass sein, war ein Fehler.
PS: Für meine vertrockneten Palmen fahre ich jetzt eine 50l-Strategie. 1x pro Woche langsam 5 Gießkannen in Abständen, damit das Wasser die tieferen Wurzelbereiche erreicht. Es wird so richtig schlammig. Mehr als kaputt gehen kann nicht passieren.