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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen

Verfasst: 4. Mai 2026, 11:21
von mybee
Wenn man die Verzwergung und die Trockenheitsverträglichkeit (was für Wörter) in die Waagschale wirft,
so sollte man auch die verkürzte Lebensdauer durch Unverträglichkeiten, die Knubbelbildung,sowie die dornigen Austriebe (daher wird empfohlen, möglichst bodennah zu veredeln) und vor allem die Feuerbrandanfälligkeit von Weißdorn mitberücksichtigen.

Nachtrag: Feuerbrandanfälligkeit bedeutet hier, dass crataegus unter Umständen Wirt für das Bakterium Erwinia amylovora ist, ohne selbst Anzeichen der Krankheit zu zeigen, aber das Transplantat infizieren kann.

Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen

Verfasst: 4. Mai 2026, 11:26
von Rib-2BW
Feuerbrandanfälligkeit von Weißdorn wird oft erwähnt, dennoch kaum gesehen und noch weniger juckt es der Wildpopulation. Häufiger findet man es auf Quitte. Da rät aber keiner von ab.

Die Unterlagsaustriebe sind in einem kontrollierten Garten kein Problem. Junge Triebe einfach früh ausbrechen. Das war bei mir im April bei der Mispel nötig. Arbeitsaufwand pro Jahr pro Baum: keine 3 Minuten.

Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen

Verfasst: 4. Mai 2026, 15:00
von Wild Obst
Naja, der Katzenkopf auf Weißdorn ist vielleicht maximal 1m lang nach 4 Jahren. Wird wohl sehr früh vergreisen, wenn der jetzt noch blüht und fruchtet.
Aber ist jetzt nur auf meinem Testweißdorn, nix, was mich extrem stört, aber für einen Baum von dem ich Ertrag wollte, sicher nichts gutes.