Von Gruß an Zabern hab ich einen bewurzelten Steckling - Die ist einfach zuuuu schön und duftet klasse!

Muß aber im (eingegrabenen) Topf bleiben damit sie nicht so groß wird ;)Sorry! Die ersten Pahdiegäste kamen früher als erwartet (der Liebste hat seinen Geburtstag nachgefeiert), darum erst jetzt der Artikel:Climbing Mrs Herbert StevensDie Stammform dieser Sorte, Mrs. Herbert Stevens, stammt aus der irischen Rosenschule Mc Gredy´und kam 1910 auf den Markt. Sie wird fast überall als Teehybride geführt. Väterlicherseits stammt sie aber von einer der berühmtesten weißen Teerosen, der zarten Niphétos, und hat sehr viel von der Eleganz dieser Rosenklasse geerbt.Die Mutterpflanze, Frau Karl Druschki, ist die berühmteste weiße Remontantrose und hat ihre guten Eigenschaften an eine ganze Reihe von Kindern weiter gegeben, dazu gehören zum Beispiel. die besonders lange Haltbarkeit der Blüten und der kräftige Wuchs.Leider ist Mrs. Herbert Stevens heute nur noch sehr selten zu finden.Der kletternde „Sport“ ( was soviel wie Knospenmutation bedeutet), Climbing Mrs. Herbert Stevens wurde 1922 von der berühmten französischen Rosenschule Pernet-Ducher in den Handel gebracht, von der auch die Vorfahren aller gelben Teehybriden gezüchtet wurden. Kletternde Mutationen von Buschrosen, sogenannte „Climbing“- Formen, stehen nicht ganz zu Unrecht im Ruf, oft im unteren Bereich zu verkahlen und etwas steif und sparrig zu wachsen. Auf Climbing Mrs. Herbert Stevens trifft das nicht zu: Von der Teerosenseite hat sie die biegsamen Triebe geerbt und die Neigung, auch im unteren Bereich mit vielen Trieben in die Breite zu wachsen. Darum gibt es im unteren Drittel immer viele Basis- und Seitentriebe, die in geeigneter Höhe und Länge eingekürzt werden können und dann auch hier für genug Laub und viele Blüten sorgen.Clg. Mrs Herbert Stevens wächst sehr schnell. An günstigen Standorten schafft sie meist schon im ersten Jahr eine Höhe von etwa 2 Metern. Die langen, biegsamen Triebe lassen sich sehr gut lenken, solange sie noch nicht verholzt sind. An einer großen Ost- oder Westwand können sie also sehr gut fächerförmig aufgebunden werden. Südwände sind nur geeignet, wenn dort keine Stauhitze herrscht.Es kommen aber auch Nordwände infrage, sofern sie hell genug sind.Sehr gut wirkt Climbing Mrs. Herbert Stevens aber auch an sehr hohen, breiten Rosenbögen, an einem großen Pavillon oder wenn sie in einen Baum wachsen kann. Für die meisten Obelisken und für kleinere Rosenbögen wird sie dagegen mit einer möglichen Gesamthöhe von 6 bis 8 Metern zu groß.Das Laub ist mittelgrün und sehr gesund. Bei freiem Stand unter einem Baum ist hier noch nie Mehltau aufgetreten, den sie laut einigen Literaturquellen leicht bekommen soll.Meist bleibt sie sogar bis zum Frühling belaubt und wirft einen großen Teil der alten Blätter erst ab, wenn der Neuaustrieb erscheint.Stacheln gibt es einige, aber sie sind nicht allzu groß.So haltbar wie das Laub sind auch die Blüten: Bei gutem Wetter halten sie bis zu 10 Tagen. Sie sind groß, locker gefüllt und nicken nach Teerosenart an weichen Trieben, so dass man von unten in sie hinein schauen kann. Die Farbe ist ein cremiges Weiß mit einem zarten, grünlichen Schimmer in der Mitte, wenn sie sich aus den gewickelten, eleganten Knospen öffnen. Die außen längeren Blütenblätter sind von durchscheinender Zartheit und biegen sich an den Spitzen leicht nach außen. Die kürzeren inneren Blütenblätter sind ebenfalls leicht gewellt und verbergen die Staubgefäße. Die Blüten sind so seidig, dass sie das Sonnenlicht zu reflektieren scheinen. Bei trockenem Wetter bewahren sie ihre perfekte Form über viele Tage, so als ob sie außerhalb der Zeit schweben würden. Bei anhaltendem Regen halten sie natürlich nicht so lange, aber da die Blüten über viele Wochen in großen Mengen erscheinen, gibt es auch nach längeren Regenfällen noch genug neue, um darin zu schwelgen.Der Duft ist intensiv und hat das typische, kühl-herbe Teerosenaroma. Ein Sitzplatz unter einer blühenden Climbing Mrs Herbert Stevens hat darum immer das Flair von Exklusivität und Luxus, auch wenn es sich dabei nur um einen abgewetzten Gartenstuhl handelt.In den ersten Jahren hat sie hier zwar ungewöhnlich lange geblüht, aber nicht wirklich remontiert. Erst im letzten Sommer, dem vierten Standjahr, gab es einen neuen Blütenschub im September/Oktober. Was die Nachblüte betrifft, muß man sich unter Umständen also etwas in Geduld üben.Von Anfang an überraschend war aber die Frosthärte von Climbing Mrs. Herbert Stevens:Obwohl mir dringend davon abgeraten wurde, habe ich es riskiert, sie an einen freien und sonnigen Platz zu pflanzen und obwohl auch hier im südlichen Schleswig-Holstein Fröste von minus 17 bis 20 Grad und starke Spätfröste im Vorfrühling keine Seltenheit sind, sind noch nie nennenswerte Schäden aufgetreten. Bei frostempfindlichen Sorten ist es ja grade die Kombination von Wintersonne und starken Temperaturschwankungen, die Frostschäden hervorruft, aber Climbing Mrs. Herbert Stevens hat dadurch höchstens mal die Spitzen einiger Triebe eingebüßt, ansonsten ist die Pflanze auch ohne Schattierung oder sonstige Schutzmaßnahmen immer sehr gut durch die teilweise recht harten Winter gekommen.In extrem kalten Gegenden empfiehlt es sich dagegen, sie winterschattig und windgeschützter zu pflanzen und eventuell eine Reetmatte o.ä. herum zu wickeln.Climbing Mrs. Herbert Stevens ist eine Rose für Gärtner, die eine besonders starkwüchsige und robuste Kletterrose mit biegsamen Trieben suchen, die den Duft und die Eleganz von Teerosen besitzt, aber weniger frostempfindlich ist.Bezugsquellen: Schultheis ….