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Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 09:19
von MD9
Ich würd freiwillig so eine alte Rose doch nicht umpflanzen, die zerkatzt mir doch die Knochen. Es wäre mir auch zu riskant, nachher geht sie davon ein, und dann, wie erkläre ich das meiner Frau!!Also jetzt mal wieder zum Erdaustausch, wenn ich eine Rose Pflanze wird der Boden auf jedenfall verbessert mit Mist oder Kompost, ist bei uns unerlässlich, super Sandboden. Ich mein ja nur das man nicht Lkw weise erde austauschen muß damit die piekedinger überhaupt wachsen!! Wenn man diese ganze Geschichte hier als ahnungsloser ließt, kommt man fast auf den Gedanken, oh Gott bloß keine Rosen, viel zu kompliziert. LG Heinz

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 09:25
von sonnenschein
Eben deshalb schreibe ich jetzt mal hier die Wahrheit: ich mache Loch, stecke Rose rein, mach zu, gieß ne Kanne Wasser rein, geschnitten wird nur in Ausnahmefällen und - beim offenen Garten sind die Leute immer begeistert. Kann also so falsch nicht sein 8) .

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 09:26
von fars
Meine bisherigen Erfahrungen tendieren eher zum Negativen.In einem Beet mit mehreren roten Rosen waren einige so stark geschädigt, dass ich sie durch neue ersetzt habe. Aber die zeichneten sich auch im 2. Standjahr nicht durch sonderliche Wuchsfreude aus. Sie sind definitiv mickrig (keine Billigware, sondern von Sch. aus Bad-Nauheim/Steinfurth).Nun kann das aber an dem Beet bzw. der schweren, lehmigen Erde liegen, obwohl die ja nun besonders rosenfreundlich sein soll.Ein anderes Beet, mit ausschließlich Austin-Rosen, muss m.E. gerodet werden. Die Rosen sehen fürchterlich aus, insbesondere bei Regen, wachsen "gagelig", mit allzu dünnen Zweigen. Schön ist was anderes. Hinzu kommt, dass offenbar eine nach der anderen sich stark zurück entwickelt, bis nur noch die Unterlage austreibt.Nur, wenn ich meine Erfahrungen mit den roten Rosen zugrunde lege, dann möchte ich statt Rosen dann doch lieber Stauden.

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 09:33
von MD9
Meine Rede, ich bin auch mehr für Stauden, aber meine Frau möchte auch Rosen.

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 09:35
von fars
Meine Rede, ich bin auch mehr für Stauden, aber meine Frau möchte auch Rosen.
Ja, Frauen sehnen sich nach der Schönheit einer Rose. ::)

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 09:41
von sonnenschein
Nun, es gibt zigtausende von Rosen.Austins und rote "Edelrosen" habe ich in meinem Garten zu Nichtrosen deklariert, denn Rosen wachsen bei mir sehr gut! ;)Dafür gibt es aber neben tausenden von Stauden immer noch hunderte von Rosen, die wunderbar blühen, duften und fruchten. Wenn ich Teehybriden bei mir in meinem Garten mit den speziellen Bedingungen meines Gartens pflanze und nicht bereit bin zu spritzen und die Mängel zu übersehen, pflanze ich sie eben nicht mehr.Ein wenig Sorgfalt beim Auswählen der standortgerechten Arten oder Sorten - wie man das bei Stauden eben auch macht. Wenn ich Meconopsis betonicifolia ins Prachtbeet in der vollen Sonne setze und aufkalke, lasse ich doch auch nicht die Finger von anderen Stauden, weil sie bei mir nicht wachsen, oder?? ;D

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 11:08
von fars
Wenn ich Meconopsis betonicifolia ins Prachtbeet in der vollen Sonne setze und aufkalke, lasse ich doch auch nicht die Finger von anderen Stauden, weil sie bei mir nicht wachsen, oder?? ;D
Glübele schon ein Weile, was dieser Satz heißen mag ::) Nun, wie bei allen Pflanzen stellt man meist erst im Nachhinein fest, ob sie mit dem Standort/Kleinklima gut zurecht kommen. Wenn man mal von Pflanzfehlern bei ganz speziellen Gewächsen, wie der hier zitierte M.b., absieht.Bei Rosen, als sehr langlebige Gewächse, stellt sich deren Unpässlichkeit oft erst nach etlichen Jahren ein. Als weiteres Kriterium mag hinzukommen, wie gut sie veredelt sind oder ob wurzelecht.Selbst als sehr robust geltende Rosen, wie z.B. "Lichtkönigin Lucia", können aufgrund diverser Krankheiten innerhalb weniger Jahre das zeitliche segnen. So in meinem Garten. Warum? Keine Ahnung. Der Erklärungen sind viele. Auch Menschen sterben manchmal in jungen jahren.

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 13:59
von Querkopf
Hallo, Fars,
... Doch was ist, wenn in einem Rosenbeet eine der dort stehenden ausgetauscht werden muss. Dann ist der Bodenaustausch doch ein Scherz, da die danebenstehenden R. mit ihren Wurzeln kreuz und quer wachsen? Oder braucht die neue R. nur in der Startphase ein wenig neues Erdreich und "arrangiert" sich nach dem Einwachsen mit ihren Nachbarinnen?
wahrscheinlich so. Oder so ähnlich ;D (in der Literatur wird meistens geraten, beim Nachpflanzen den Boden großzügig auszutauschen, idealerweise 1x1x1m; das dürfte schon für so einige ungestörte Rosenjährchen reichen. Und im Fall des Minimums von 0,5x0,5x0,5m wenigstens für eine ungestörte Etablierungsphase). Aber eine präzise Antwort auf deine Frage wird dir derzeit niemand geben können, weil das Phänomen der Nachbau-Krankheit einfach noch nicht erforscht und verstanden ist, auch wissenschaftlich nicht. Fest steht nur, dass es zahlreiche "Micker"-Beobachtungen gibt, wie sie z. B. Beate vom 'Friesia'-Beet geschildert hat. Bei Zierpflanzen halten sich Forschungsanstrengungen ja ohnehin stets in Grenzen. In Sachen Obstgehölze, wo Nachbau-Krankheit ja auch eine Rolle spielt (nach bisheriger Lehre betrifft das Phänomen alle Rosengewächse, die einen mehr, die anderen weniger), sind hingegen schon etliche systematische Versuche unternommen worden; im Netz findet man einiges dazu. Aber auch auf diesem Feld gibt es unterschiedliche Beobachtungen. So hat z. B. Ellison hier in #114 berichtet, dass bei ihm Obstbäume in der Pflanzgrube ihrer Vorgänger keine Schwierigkeiten haben. Da könnte ich mir allerdings vorstellen, dass beim professionellen Bäume-Roden mit Stumpf & Stiel so viel Erdreich mit ausgehoben wird, dass es schon einem Bodenaustausch gleichkommt. Sicher ist das freilich nicht ::)... Nix Genaues weiß man nicht ;) ;D...Schöne GrüßeQuerkopf

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 14:13
von fars
Nix Genaues weiß man nicht ;) ;D...
Das eben vermute ich auch. Man muss sich mal vorstellen: Bodenaustausch von 1 oder 0,5 cbm Erde!! :P Diese Empfehlung kann nur jemand geben, der noch nie 1 cbm Erde aus einem fest gefügten Boden herausgehoben hat.

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 14:33
von Querkopf
Hallo, Fars,
... Man muss sich mal vorstellen: Bodenaustausch von 1 ... cbm Erde!! :P
eben - das stelle ich mir lieber nicht vor. Gerade weil ich's schon mal gemacht habe, sogar mehrfach ::); beim Aus- oder Einbuddeln von Bäumen kommt man um sowas manchmal nicht herum. Aber Baum-Aktionen macht man ja auch längst nicht so häufig wie, beispielsweise, Rosenpflanzungen ;)...0,5x0,5x0,5m sind hingegen vom Arbeitsaufwand kein ungebührliches Problem: Bei diesen Maßen ergibt sich nach Adam Riese nur ein Achtel-Kubikmeter, kein halber ;D - und dös geht scho ;D. Schöne GrüßeQuerkopfEdit: Zahl korrigiert (Adam Riese ist gar nicht einfach ;))

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 27. Jan 2007, 16:09
von martina 2
Hm. Zunächst zu den Bäumen: Letzten Winter ist ein 14jähriger Apfelbaum dem Hasen zum Opfer gefallen (der Schnee reichte bis zur Krone ::)), und da ich dort wieder einen wollte, machte ich mich darauf gefaßt, daß da riesige Erdmengen ausgetauscht werden müßten. Der Besitzer einer sehr renommierten Baumschule in unserer Gegend meinte aber, das sei nicht nötig, also wurde der neue Baum mit etwas zusätzlicher Erde + Humus in das gleiche Loch gesetzt. Man wird ja sehen, ich denke, er weiß es. Bei den Rosen bin ich lieber übervorsichtig, da sie bei uns ja von vornherein keine optimalen Bedingungen haben. Daß es für schlechtes Wachstum eine Vielzahl von Erklärungen gibt, mag der Grund dafür sein, daß diese Frage so schwer eindeutig zu beantworten ist. Nach welchem Zeitraum man die Erde austauschen sollte, wurde hier ja schon wiederholt (auch von mir) gefragt, und ich glaube mich zu erinnern, daß mir Raphaela damals riet, nach etwa 2 Jahren schon. So habe ich also bei Umpflanzungen doch möglichst viel Erde erneuert, wobei ich es wie Susanne mache: alte Erde in den Gemüsegarten, frische von dort, etwas Kompost dazu. Wieviel, hängt wohl von den eigenen Möglichkeiten ab ::)

Re:An Viel-Rosenbesitzer

Verfasst: 28. Jan 2007, 03:38
von Raphaela
Bei Rosen die mitsamt ihren Drahtzylindern umziehen ergibt sich das Problem eh nicht denn die Pflanzerde zieht ja größtenteils mit um und die neue Rose braucht frische um nicht in der Luft zu hängen ;)Eine weitere Theorie zur Nachbaukrankheit die mir auch nicht unplausibel erscheint sagt daß die vorher dort stehende Rose/Rosacea alle Nährstoffe verbraucht hat die für ihreEtablierung nötig waren.Wie auch immer: Besser ist es wahrscheinlich de Erde nach zwei- bis dreijähriger (ich werde da inzwischen auch wagemutiger) Standzeit auszutauschen. M.E. reicht es aber den Hauptwurzelbereich der alten Pflanze neu aufzufülle: Beim Umpflanzen abgetrennte Neben- und Tiefwurzeln entferne ich inzwischen nicht mehr und negative Folgen sind trotzdem ausgeblieben."Verbrauchte" Rosenerde kann m.E. durch Beimischen von Kompost oder zeitweise Einlagerung im Kompost wieder aufgefrischt werden.(Einzige Möglichkeit für Leute die keine rosenfreien Erdbestände mehr im Garten haben ;)) Wenn Rosen mickern kann das neben unterirdischen Schädlingen (Wühlmäusen, Dickmaulrüsslerlarven, etc) und Wurzelkonkurrenz durch flachwurzelnde Bäume auch Pflanz- oder Pflegefehler als Ursache haben: Frei liegende oder hochgefrorene Veredelungsstellen z.B., Winternässe, zu große Sommertrockenheit, Bodenverdichtung oder Nährstoffmängel oder -überschüsse.Reiner Ton- oder Lehmboden ist leider meist kein optimales Substrat für Rsen, denn ihm fehlt Humus und Sauerstoff.Bevor ich daran denken würde Rosen zu roden oder auszutauschen würde ich eine Bodenanalyse anfertigen lassen.Sollte diese keine Annormalitäten erkennen lassen würde ich den Boden regenerieren und ihm eine Humusmulchdecke verpassen.Falls die Rosen zu hoch gepflanzt (oder hochgefroren sind) kommt Neu- und Tieferpflanzen an derselben Stelle (erübrigt den Bodenaustausch) oder Anschütten mit Zusatzerde in Betracht (die dann mit großen Steinen, Hölzern o.ä. befestigt werden muß, vielleicht empfielt es sich ja auch das ganze Beet "höherzulegen").Falls Rindenmulch verwendet wurde: Schnell entfernen! Frisch verwendet ist er für Rsen zu scharf und zu sauer.Wenn die Rosen zu dicht stehen und dadurch zuviel Konkurrenzstress haben: Einzelne rausnehmen und verpflanzen.Wenn möglich, Kräuter (Petersilie ist z.B. hübsch!) Zwiebelpflanzen und flachwurzelnde kleinere Stauden dazwischen setzen. - Monokulturen sind immer schlecht.Im Frühjahr dann ordentlich und sorgfältig (besonders bei Mickerpflanzen lohnt es sich auf die Augenrichtung zu sehen) zurückschneiden und nach Bedarf (Bodenanalyse) -vorwiegend organisch- düngen.Bei Trockenheit bedarfsgerecht (alle drei bis vier Tage mindestens 10 Liter pro Pflanze, je nach Größe auch wesentlich mehr) gießen. Niemals bei voller Sonne und möglichst nur im Wurzelbereich.Nach der ersten Blüte öfterblühende Sorten bedarfsgerecht nachdüngen.Mitte Juli (oder in wärmeren Gegenden bis Mitte September) mit je einem EL Kalimagnesium zur Holzausreifung versorgen.Im Spätwinter/Vorfrühling schattieren um den Temperaturwechsel abzufedern.Ich wette, dann berappeln sie sich! :)